
Hwange-Nationalpark
Matebeleland North
Der Hwange-Nationalpark, der früher als Wankie Game Reserve bekannt war, ist das größte Naturreservat in Simbabwe und erstreckt sich über rund 14.600 Quadratkilometer im Nordwesten des Landes. Er wurde 1928 gegründet und liegt in der Nähe der Hauptstraße, die Bulawayo mit den Victoria Falls verbindet; die nächstgelegene Ortschaft ist Dete. Der Park ist geprägt von unterschiedlichen Ökosystemen – von Kalahari-Woodlands, die vor allem von Zambezi-Teak- und Mopane-Bäumen dominiert werden, bis hin zu saisonalen Feuchtgebieten. Hier leben mehr als 100 Säugetierarten und 400 Vogelarten, darunter große Pflanzenfresser wie Elefanten und seltene Raubtiere wie Löwen, Leoparden, Geparden und der gefährdete Kap-Wildhund (Cape wild dogs). Besonders hervorzuheben ist die große Elefantenpopulation in Hwange, die sich stark entwickelt hat, was zu einer aktiven Wildtierbetreuung führte, unter anderem durch vergangenes Culling (Abschlachtung). Der Park ist zudem als Lion Conservation Unit anerkannt – gemeinsam mit dem Okavango-Delta. Trotz Herausforderungen durch Wilderei, einschließlich Aufsehen erregender Vorfälle wie der Tötung des berühmten Löwen Cecil, bleibt Hwange ein bedeutendes Schutzgebiet und ein zentraler Reiseziel für Wildtier-Tourismus im südlichen Afrika.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Hwange-Nationalpark ist die Trockenzeit (Mai bis Oktober), wenn sich die Tiere an Wasserstellen sammeln – so wird die Sichtung von Wildtieren deutlich leichter. Es empfiehlt sich, geführte Safaritouren und Unterkünfte rechtzeitig zu buchen, besonders in der Hochsaison. Wer einen Besuch plant, sollte außerdem die Eintrittsgenehmigungen für den Park im Voraus einplanen und nach Naturschutzgebühren oder Ermäßigungen für Studierende und Gruppen fragen. Frühmorgendliche und späte Nachmittags-Game-Drives bieten die besten Chancen, Tiere zu beobachten und zu fotografieren.
Interessante Fakten
- •Der Hwange-Nationalpark umfasst etwa 14.600 Quadratkilometer und ist damit das größte Naturreservat in Simbabwe.
- •Der Park beherbergt über 100 Säugetierarten und 400 Vogelarten, darunter seltene Tiere wie die Braune Hyäne und Gemsbok.
- •Die Elefantenpopulation in Hwange ist seit dem Ende des Cullings im Jahr 1986 deutlich gewachsen und überschreitet manchmal die natürliche Tragfähigkeit des Parks.
- •Der Park ist als Lion Conservation Unit anerkannt – gemeinsam mit dem Okavango-Delta.
- •2015 löste die Tötung von Cecil, dem Löwen, im Hwange-Nationalpark weltweit Empörung aus und schärfte das Bewusstsein für Probleme rund um die Jagd auf Großwild.
Geschichte
Der Hwange-Nationalpark wurde 1928 als Wankie Game Reserve gegründet und ist seither zu Simbabwes größtem Schutzgebiet herangewachsen.
Im Laufe seiner Geschichte hat der Park immer wieder Herausforderungen erlebt – besonders Wilderei, darunter die großflächige Cyanidvergiftung von Elefanten im Jahr 2013, die zu den schlimmsten Vorfällen in Südafrika seit Jahrzehnten zählte.
Auch bei laufenden Schutzmaßnahmen war der Park beteiligt, unter anderem durch Programme zur Regulierung der Elefantenpopulation zwischen 1967 und 1986.
Der Hwange-Nationalpark wird derzeit für die Aufnahme in das Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area geprüft – eine multinationalen Initiative, die den grenzüberschreitenden Wildtierschutz fördern soll.
Ortsführer
Main Camp Wild Area
Ein wichtiger Bereich innerhalb von Hwange, in dem grampflegende Pflanzenfresser häufig anzutreffen sind. Hier ergeben sich hervorragende Möglichkeiten, große Säugetiere wie Elefanten und Büffel in der Nähe von Wasserstellen zu beobachten.
Linkwasha Concession Area
Ein weiterer erstklassiger Ort für Wildtierbeobachtungen – besonders für große Pflanzenfresser, die offene Graslandschaften und saisonale Feuchtgebiete bevorzugen.
Robins and Sinamatella Wild Areas
Stark bewaldete Regionen innerhalb des Parks, in denen gemischte Fresser und Raubtiere wie Löwen und Leoparden häufiger zu sehen sind.