Leuchtturm Penedo da Saudade

Leuchtturm Penedo da Saudade

Leiria

65/10060 min

Der Leuchtturm Penedo da Saudade liegt in São Pedro de Moel, Distrikt Leiria, Portugal, auf einer Klippe, 55 Meter über dem Meeresspiegel. Er wurde aus Stein und Mauerwerk errichtet und ist mit Ziegelplatten verkleidet. Der viereckige Turm ragt 32 Meter hoch und beherbergt innen eine Wendeltreppe. Gebaut wurde er, um die navigationsrelevante Lücke zwischen dem Leuchtturm Berlenga im Süden und dem Leuchtturm Cabo Mondego im Norden zu schließen: Der Bau begann 1909, der Betrieb wurde am 15. Februar 1912 aufgenommen. Zunächst nutzte der Leuchtturm eine drehende optische Anlage der 3. Ordnung, die mit Öldampf betrieben wurde; später erhielt er 1947 Generatoren und wurde 1980, als die Automatisierung installiert wurde, an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Trotz Unterbrechungen während des Ersten Weltkriegs und technischer Schwierigkeiten wie einem Gewitter im Jahr 1983 ist er weiterhin funktionsfähig und mittwochnachmittags für Besucher zugänglich. Die rötlich-braune Ziegelfassade und die rote Laterne machen den Leuchtturm zu einem besonders auffälligen Wahrzeichen entlang der Atlantikküste. Er dient sowohl als wichtiger maritimer Wegweiser als auch als Stätte des kulturellen Erbes – und spiegelt die frühe Technik der Leuchttürme im Portugal des frühen 20. Jahrhunderts wider.

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Tipp: Besucher sollten ihren Ausflug auf einen Mittwochnachmittag legen, denn dann ist der Leuchtturm für die Öffentlichkeit von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich, vorher nach möglichen kurzfristigen Schließungen oder wetterbedingten Einschränkungen zu sehen. Für Gruppen wird empfohlen, Tickets oder Führungen im Voraus zu buchen. Am besten lässt sich der Leuchtturm bei klarem Wetter besuchen – für optimale Ausblicke auf die Atlantikküste und die umliegende Landschaft.

Interessante Fakten

  • Der Leuchtturm liegt etwa auf halber Strecke zwischen dem Leuchtturm Berlenga im Süden und dem Leuchtturm Cabo Mondego im Norden und schließt damit eine entscheidende Navigationslücke entlang der portugiesischen Küste.
  • Ursprünglich verwendete der Leuchtturm eine rotierende, mit Öldampf betriebene optische Anlage der 3. Ordnung mit einer Brennweite von 500 mm, die bei der Inbetriebnahme im Jahr 1912 zum Einsatz kam.
  • Während des Ersten Weltkriegs wurde der Leuchtturm von März 1916 bis Dezember 1919 abgedunkelt, um feindlichen Schiffen nicht zu helfen.
  • 1983 führten Gewitter zu technischen Schwierigkeiten, die den Betrieb des Leuchtturms beeinträchtigten.
  • Der Sturm Kristin im Januar 2026 verursachte schwere Schäden an der Struktur.

Geschichte

1866

Der Bedarf an einem Leuchtturm wurde erstmals 1866 erkannt, doch die formelle Genehmigung für den Bau wurde erst 1902 erteilt.

1909

Mit dem Bau wurde 1909 begonnen, und 1912 ging der Leuchtturm in Betrieb.

1916

Während des Ersten Weltkriegs wurde er vorübergehend ausgeschaltet, von 1916 bis 1919, und erneut 1921 teilweise stillgelegt, als die Beleuchtungsanlage zum Leuchtturm Cape Mondego verlegt wurde.

1947

Der Leuchtturm erhielt mehrere Modernisierungen, darunter die Installation von Generatoren im Jahr 1947 und die Anbindung an das öffentliche Stromnetz 1980, wobei in diesem Zuge auch die Automatisierung eingeführt wurde.

2026

Im Januar 2026 erlitt der Leuchtturm durch den Sturm Kristin schwere Schäden.

Ortsführer

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Viereckiger Turm1912

Der Hauptturm ist ein 32 Meter hoher viereckiger Bau aus Stein- und Mauerwerkswänden, die mit rötlich-braunen Ziegelkacheln bedeckt sind. Innen führt eine Wendeltreppe zur Laternenstube oben, in der die Lichtquelle des Leuchtturms untergebracht ist.

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Laternenstube1912

Die Laternenstube besitzt eine markante rote Laterne, die die Lichtquelle umschließt. Ursprünglich war sie mit einer drehenden optischen Anlage der 3. Ordnung ausgestattet; im Laufe der Jahre wurde sie auf moderne Beleuchtungssysteme aktualisiert – inklusive der 1980 installierten Automatisierung.

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Maschinenhaus1947

Das 1947 errichtete Maschinenhaus dient der Unterbringung der Generatoren, die den Leuchtturm mit modernisierter Stromversorgung ausstatteten. Es ist ein wichtiger Bestandteil in der technischen Entwicklung des Leuchtturms.

Kontakt

Telefon: 244 599 130