
Salamaua
Morobe
Salamaua ist eine kleine Ortschaft auf einem schmalen Isthmus entlang der nordöstlichen Küste von Papua-Neuguinea in der Provinz Morobe. Geografisch ist sie besonders, weil sie zwischen der Küste und den Binnengebirgen liegt und so eine einzigartige Naturlandschaft schafft. Historisch diente Salamaua in den 1920er-Jahren als wichtiger Zwischenstopp für Goldschürfer, die über die beschwerliche Black Cat Track zu den Goldfeldern im Landesinneren rund um Wau unterwegs waren. Obwohl 1937 kurzzeitig überlegt wurde, Salamaua zur Hauptstadt des Territory of New Guinea zu machen, wurde dieser Plan zugunsten von Lae wieder verworfen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Salamaua im März 1942 von japanischen Truppen besetzt und im September 1943 während der Salamaua–Lae-Kampagne von australischen und US-amerikanischen Truppen zurückerobert. Die Stadt wurde bei der Rückeroberung zerstört; heute wird das Gebiet von den Dörfern Kela und Lagui bewohnt sowie von Ferienhäusern, die vor allem Expats aus Lae gehören. Salamauas bewegte Geschichte und die malerische Lage an der Küste machen den Ort für Besucher interessant, die sich für die Kriegsgeschichte sowie für die Natur Papua-Neuguineas begeistern.
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Tipp: Besucher sollten ihre Anreise nach Salamaua per Boot von Lae einplanen, da dies die einzige direkte Verbindung ist. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit, um starke Regenfälle zu vermeiden, die die Fahrt und Outdoor-Aktivitäten beeinträchtigen können. Die Buchung lokaler Guides, die mit Geschichte und Gelände vertraut sind, kann das Erlebnis besonders beim Erkunden von WWII-Stätten und der umliegenden Naturlandschaft deutlich bereichern. Auch wenn die ursprüngliche Stadt zerstört wurde, geben die heutigen Dörfer und Ferienhäuser Einblicke in die lokale Kultur und bieten einen ruhigen Rückzugsort an der Küste.
Interessante Fakten
- •Salamaua galt zeitweise als Hauptstadt des Territory of New Guinea, nachdem es 1937 durch den Ausbruch der Rabaul-Kaldera zu Schäden gekommen war.
- •Die Stadt war ein entscheidender Zwischenstopp für Goldschürfer, die über die schwierige Black Cat Track zu den Goldfeldern bei Wau reisten.
- •Salamaua wurde im März 1942 von japanischen Truppen erobert und im September 1943 von den Alliierten während einer großen WWII-Kampagne zurückerobert.
- •Die ursprüngliche Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und ist als Stadt nicht mehr bewohnt; die heutigen Siedlungen sind Dörfer und Ferienhäuser.
Geschichte
Salamaua entwickelte sich in den 1920er-Jahren als strategischer Zwischenstopp für Goldschürfer, die die nahegelegenen Goldfelder von Wau erkundeten.
1937 wurde es nach den Vulkan-Schäden am Rabaul-Krater kurzzeitig als Hauptstadt des Territory of New Guinea in Erwägung gezogen, doch letztlich fiel die Entscheidung für Lae.
Im Zweiten Weltkrieg eroberten japanische Truppen Salamaua im März 1942, und im September 1943 wurde es während einer bedeutenden Militäroperation von den Alliierten zurückerobert.
Die Stadt wurde in den Kämpfen zerstört und nie vollständig wieder aufgebaut; heute befinden sich dort kleinere Dörfer und Ferienhäuser.