
Barnafoss
Vesturland
Barnafoss ist ein markanter Wasserfall am Fluss Hvítá in der Region Borgarfjörður im Westen Islands, etwa 100 Kilometer von Reykjavík entfernt. Er liegt direkt oberhalb der Wasserfälle von Hraunfossar und fließt aus dem Lavafeld Hallmundarhraun, was der Gegend eine besondere, vulkanisch geprägte Landschaft verleiht. Bekannt ist der Wasserfall für seinen starken, schmalen Fall durch eine felsige Schlucht – ergänzt durch einen natürlichen Steinbogen über dem Fluss. Dieser Bogen ist jedoch gefährlich zu überqueren und ist voller lokaler Überlieferungen. Barnafoss ist von einem reichen kulturellen Erbe und isländischen Volksmärchen umgeben, vor allem von der tragischen Geschichte zweier Jungen, die beim Überqueren der natürlichen Steinbrücke ertranken – daraufhin wurde die Brücke durch ein Erdbeben zerstört. Das Gebiet wurde 1987 als Naturreservat geschützt und so in seiner geologischen und kulturellen Bedeutung bewahrt. In der Nähe überspannt eine Fußgängerbrücke den Fluss, die 1891 gebaut und in den 1950er-Jahren wieder aufgebaut wurde. Historisch nutzten sie lokale Bauern, um ihr Vieh zu verlagern. Die Kombination aus spektakulärer Naturkulisse, geologischen Besonderheiten und tief verwurzelter Folklore macht Barnafoss zu einem faszinierenden Ziel für alle, die Islands Naturwunder entdecken möchten.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Barnafoss ist der späte Frühling bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter milder ist und der Wasserfall in voller Kraft fließt. Besucher sollten rund um den natürlichen Steinbogen besonders vorsichtig sein und es aus Sicherheitsgründen vermeiden, ihn zu überqueren. Für das unwegsame Gelände empfiehlt sich festes Schuhwerk, und vor der Anreise sollte man die lokalen Wetterbedingungen prüfen. Tickets sind in der Regel nicht erforderlich, aber geführte Touren können für alle angeboten werden, die sich für die Folklore und Geologie der Gegend interessieren. Frühzeitig anzukommen hilft, besonders in den Sommermonaten Menschenmengen zu vermeiden. Nahe Attraktionen wie Hraunfossar und Deildartunguhver lassen sich für einen ganzen Tag Sightseeing gut kombinieren.
Interessante Fakten
- •Barnafoss bedeutet auf Isländisch „Wasserfälle der Kinder“ – verbunden mit einer tragischen lokalen Legende über zwei Jungen, die beim Überqueren einer natürlichen Steinbrücke oberhalb des Wasserfalls ertranken.
- •Die natürliche Steinbrücke, die Barnafoss einst überspannte, wurde nach dem Ertrinkensvorfall durch ein Erdbeben zerstört. Niemand sollte den heutigen Steinbogen überqueren, da dies mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden ist.
- •Die Fußgängerbrücke bei Barnafoss, ursprünglich 1891 gebaut, war die erste Brücke über den Hvítá im Gebiet Borgarfjörður und wurde von Bauern genutzt, um Vieh zu den Sommerweiden zu bringen.
- •Barnafoss und die nahegelegenen Wasserfälle von Hraunfossar fließen beide aus dem Lavafeld Hallmundarhraun – so entsteht eine einzigartige vulkanische Landschaft.
- •In langen Kältephasen können sich Eisgebilde bilden und natürliche Eis-Bögen über dem Fluss nahe dem Wasserfall entstehen lassen – ein seltenes Naturphänomen.
Geschichte
Barnafoss war schon lange ein bedeutendes Naturdenkmal im Westen Islands – historische Hinweise deuten darauf hin, dass der Ort früher als Bjarnafoss bekannt war.
1987 wurde das Gebiet offiziell als Naturreservat geschützt, um seine einzigartigen geologischen Merkmale und sein kulturelles Erbe zu bewahren.
Historisch diente ein natürlicher Steinbogen als Brücke über den Fluss, doch er wurde nach einem tragischen Vorfall zerstört: Zwei Jungen ertranken, und im Anschluss kam es zu einem Erdbeben.
Eine künstlich errichtete Fußgängerbrücke wurde erstmals 1891 gebaut, um die Wege der lokalen Bauern über den Fluss zu erleichtern; später wurde sie in der Mitte des 20.
Jahrhunderts wiederaufgebaut und seither instand gehalten.
Im Laufe der Jahrzehnte gab es Veränderungen an der Struktur des Wasserfalls und an den Zugängen, doch Barnafoss ist bis heute ein ikonischer Ort für Natur und Kultur in Island.
Ortsführer
Natürlicher Steinbogen
Eine beeindruckende natürliche Steinbrücke über dem Fluss Hvítá oberhalb von Barnafoss – historisch bedeutsam, heute jedoch gefährlich zu überqueren. Der Bogen ist nur in den Flutzeiten nass bzw. Wasser führt hindurch, ansonsten ist er trocken, und er hat viele lokale Legenden inspiriert.
Fußgängerbrücke1891
Ursprünglich 1891 gebaut und 1954 wiederaufgebaut, überspannt diese Brücke den Fluss Hvítá direkt unterhalb von Barnafoss. Sie war die erste Brücke über Hvítá in Borgarfjörður und wurde historisch von Bauern genutzt, um das Vieh zu den Sommerweiden zu treiben.
Lavafeld in der Umgebung
Barnafoss und die nahegelegenen Wasserfälle von Hraunfossar treten aus dem Lavafeld Hallmundarhraun hervor – eine weite vulkanische Formation, die die einzigartige Geologie und Landschaft der Gegend prägt.