Therme Vals

Graubünden

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Die 7132 Thermal Baths, früher bekannt als Therme Vals, sind ein renommiertes Spa-Komplex in Vals, Graubünden, Schweiz. Entworfen von dem gefeierten Architekten Peter Zumthor und 1996 fertiggestellt, werden die Bäder für ihr einzigartiges architektonisches Konzept gefeiert: inspiriert von einem Steinbruch. Es umfasst 60.000 lokal gewonnene Quarzitplatten. Die Anlage besteht aus 15 tischartigen Steineinheiten mit überkragenden Beton-Dächern, die ein harmonisches Zusammenspiel aus massiven Materialien und lichtdurchfluteten Zwischenräumen schaffen. Die Bäder sind teilweise in den Hang eingebettet und vermitteln dadurch eine höhlenartige Atmosphäre, die sich natürlich in die Landschaft einfügt. Das Thermalwasser stammt aus der Quelle St. Peter und hat eine konstante Temperatur von etwa 30 °C. Es ist stark mineralisiert und wird seit Langem für seine therapeutischen Eigenschaften geschätzt. Ursprünglich gehörte es zu einem größeren Hotelkomplex aus den 1960er-Jahren; das Spa wurde zunächst entwickelt, um der lokalen Bevölkerung Hydrotherapie-Angebote zu bieten, bevor es sich zu einem Luxusresort weiterentwickelte. Auf typische Freizeit-Elemente wie Rutschen oder Whirlpools wird bewusst verzichtet – im Vordergrund steht ein reines, kontemplatives Badeerlebnis. Der Komplex umfasst zudem Unterkünfte, die von bekannten Architekten wie Thom Mayne und Kengo Kuma neu gestaltet wurden, was den besonderen Charakter des Ortes zusätzlich unterstreicht. Dieses Spa ist nicht nur ein Ort zum Abschalten, sondern auch ein architektonisches Wahrzeichen – anerkannt für seine kulturelle und historische Bedeutung.

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Tipp: Besucher werden gebeten, Tickets im Voraus zu buchen – besonders in den Stoßzeiten –, da der Zugang ausschließlich für Hotelgäste und vorab reservierte Tagesgäste möglich ist. Die beste Zeit für einen Besuch sind die Tage außerhalb der Winterferien, damit man das Erlebnis in Ruhe genießen kann. Lokale Bewohner erhalten vergünstigte Tarife. Beachten Sie außerdem, dass die Therme eine serene Atmosphäre ohne typische Park-Attraktionen mit Wasser im Fokus hat: Wer einen stillen Rückzugsort sucht, wird dieses Setting zu schätzen wissen.

Interessante Fakten

  • Das Spa-Gebäude nutzt 60.000 Platten aus lokal gewonnenem Valser Quarzit, die jeweils einen Meter lang sind. Sie sind in einem präzisen Muster angeordnet und bilden so die charakteristische Steinverkleidung.
  • Das Gestaltungskonzept imitiert einen Steinbruch: Die Bäder wirken, als wären sie aus dem Hang herausgemeißelt – mit begrünten Dächern, die an archäologische Fundamentreste erinnern.
  • Das im Bad verwendete Mineralwasser stammt aus der Quelle St. Peter. Es fließt mit etwa 350 Litern pro Minute bei einer konstanten Temperatur von 30 °C.
  • Das Musikvideo zu Janet Jacksons Song „Every Time“ (1997) wurde im damals neuen Therme Vals gedreht.
  • Das Spa lieferte die Vorlage für den französischen Graphic Novel „Swimming in Darkness“ von Lucas Harari. Darin dreht sich alles um die Architektur und die Geheimnisse der Bäder.

Geschichte

Die Thermalquellen von Vals sind mindestens seit dem 17.

Jahrhundert bekannt und wurden ursprünglich wegen ihrer heilenden Wirkung genutzt.

1893

Der erste Kur- und Hotelkomplex wurde 1893 gegründet und entwickelte sich im Laufe des 20.

Jahrhunderts weiter – unter anderem durch die Abfüllung von Mineralwasser und den Ausbau von Hydrotherapie-Einrichtungen.

In den 1960er-Jahren wurde ein großer Hotelkomplex errichtet, um die Thermalquellen stärker wirtschaftlich zu nutzen.

1996

Nach finanziellen Schwierigkeiten kaufte die lokale Gemeinschaft das Gelände und beauftragte Peter Zumthor mit der Planung eines neuen Spa-Gebäudes, das 1996 fertiggestellt wurde.

1998

1998 erhielten die Bäder den Status eines geschützten Kulturerbes.

2012

2012 wurde der Komplex privatisiert und in 7132 Therme & Hotel umbenannt – mit dem Übergang zu einem Luxusresort.

Diese Entwicklung löste Debatten darüber aus, ob der ursprüngliche soziale Zweck der Bäder beibehalten werden soll.

Ortsführer

1
Haupträume zum Baden1996
Peter Zumthor

Hier liegen die zentralen Badebereiche – gestaltet, um das Gefühl von alten Steinbrüchen und Höhlen hervorzurufen. Es gibt intime, kleine Bereiche, die mit großen, sich schlängelnden Becken abwechseln. Die Atmosphäre ist ruhig: Natürliches Licht fällt durch die Glasfugen in den Beton-Dächern ein.

2
Steinverkleidung und Architektur1996
Peter Zumthor

Die Wände sind mit 60.000 Quarzitplatten verkleidet – in drei verschiedenen Höhen. Die Werte ergeben stets zusammen 15 cm, wodurch eine abwechslungsreiche, aber geordnete Fassadenwirkung entsteht, die an eine Quadermauer erinnert. Diese sorgfältige Steinmontage ist ein Markenzeichen von Zumthors Gestaltung.

3
Hotel-Eingang und Suiten2016
Thom Mayne and Kengo Kuma

Der Hotel-Eingang wurde 2016 von Thom Mayne neu gestaltet und modernisiert den Komplex. Die Suiten in den oberen Etagen wurden von Kengo Kuma entworfen und bringen zeitgenössische architektonische Akzente in den Ort.

Kontakt

Telefon: 058 713 20 00