Bernina Express
Graubünden
Der Bernina Express ist ein weit bekanntes Panoramazug-Angebot, das von der Rhätischen Bahn betrieben wird. Es verbindet Chur in der Schweiz mit Tirano in Italien. Entlang der spektakulären Rhätischen Bahn durch die Landschaften von Albula und Bernina – seit 2008 UNESCO-Welterbe. Die Fahrtstrecke umfasst 144 Kilometer über rund vier Stunden und führt über 196 Brücken und 55 Tunnel, darunter die ikonische Landwasser-Viadukt sowie das Spiralenviadukt bei Brusio. Die Route steigt von Chur auf 585 Metern bis zum Berninapass auf 2.253 Metern und bietet atemberaubende Ausblicke auf Gletscher, alpine Gipfel wie den Piz Bernina sowie ruhige Seen wie den Lago Bianco und den Lago Poschiavo. Der Zug bietet Panoramawagen mit großen Fenstern und mehrsprachigen Audio-Guides und macht das Sightseeing noch angenehmer. Es handelt sich nicht um einen Hochgeschwindigkeitszug, sondern um einen Expressdienst mit Halt an ausgewählten Stationen. Der Bernina Express ist in Tirano mit weiteren Verkehrsangeboten verknüpft – unter anderem mit Bussen zum Comer See und mit Anschlüssen an den Gotthard Panorama Express. Diese Reise wird für ihre technischen Meisterleistungen, die alpine Landschaft und ihre kulturelle Bedeutung gefeiert und ist damit ein Highlight für Touristen, die die Schweizer Alpen erkunden.
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Tipp: Für das beste Erlebnis lohnt es sich, den Sitzplatz im Voraus zu reservieren – besonders im Sommer, wenn der Zug als separater Sonderdienst mit begrenzten Stopps verkehrt. An Tagen mit klarem Wetter reisen, um die Panoramablicke optimal auszukosten. Für die Panoramawagen ist zusätzlich zu den regionalen Fahrscheinen ein kleiner Aufpreis erforderlich. Ziehen Sie außerdem Anschlussmöglichkeiten ab Tirano zum Comer See oder nach Lugano in Betracht, um die Sightseeing-Zeit zu verlängern. In der Hochsaison wird eine frühe Buchung empfohlen, um die Wunschplätze zu sichern und Last-Minute-Zuschläge zu vermeiden.
Interessante Fakten
- •Der Bernina Express überquert 196 Brücken und durchfährt 55 Tunnel auf seiner Strecke.
- •Er erreicht eine Scheitelhöhe von 2.253 Metern bei Ospizio Bernina und gehört damit zu den höchsten Bahnquerungen in den Alpen.
- •Der Zug meistert steile Steigungen von bis zu 7% ohne Zahnrad- und Adhäsionssystem, sondern nutzt stattdessen Spiraltunnel und Viadukte.
- •Die Albula- und Bernina-Linien wurden 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt – für ihre einzigartige Bahntechnik und ihre alpine Landschaft.
- •Das Spiralenviadukt bei Brusio nahe Brusio ist eine berühmt gewordene Bahnrundspirale, mit der der Zug auf engem Raum an Höhe gewinnt.
Geschichte
Die Albula-Linie, Teil der Route des Bernina Express, wurde zwischen 1898 und 1904 gebaut und wird seit ihrer Eröffnung von der Rhätischen Bahn betrieben.
Die Bernina-Linie wurde von 1908 bis 1910 errichtet und zunächst unabhängig betrieben, bis sie in den 1940er-Jahren von der Rhätischen Bahn übernommen wurde.
Der Bernina-Express-Dienst wurde 1973 eingeführt, nachdem eine vorherige Verbindung von Chur nach Tirano erfolgreich war.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Angebot von einem regulären Expresszug zu einem eigenen Panoramazug für Touristen – mit Modernisierungen des Wagenparks, darunter Panoramawagen ab den 2000er-Jahren.
Albula- und Bernina-Linien wurden gemeinsam 2008 zum UNESCO-Welterbe erklärt und würdigten damit ihre herausragende Ingenieursleistung und natürliche Schönheit.
Ortsführer
Landwasser-Viadukt1902
Ein spektakuläres, geschwungenes Eisenbahnviadukt, das in der Nähe von Filisur ein tiefes Tal überquert – berühmt für seine eindrucksvolle Architektur und Ingenieurskunst.
Brusio-Spiralenviadukt1908
Ein rundes Spiralenviadukt bei Brusio, das es dem Zug ermöglicht, in einem engen Bereich allmählich an Höhe zu gewinnen – eine einzigartige Ingenieurslösung.
Bahnhof Ospizio Bernina1910
Der höchste Punkt der Bernina-Express-Route auf 2.253 Metern über dem Meeresspiegel, gelegen am Berninapass in der Nähe des Lago Bianco.
Panoramawagen2000s
Spezielle Zugwagen mit vergrößerten Fenstern und mehrsprachigen Audio-Guides, die darauf ausgelegt sind, das Sightseeing entlang der Strecke zu verbessern.