Karibasee

Karibasee

Mashonaland West

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Der Karibasee ist 223 Kilometer lang und bis zu 40 Kilometer breit. Er ist nach Volumen der größte künstliche See der Welt. Der See entstand zwischen 1958 und 1963 durch den Bau des Kariba-Damms am Sambesi. Dabei wurde die Kariba-Schlucht überflutet und das Landschaftsbild entlang der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe grundlegend verändert. Die Wasserfläche beträgt 5.580 Quadratkilometer, die durchschnittliche Tiefe liegt bei 29 Metern, die maximale Tiefe bei 97 Metern. Seine Entstehung schuf ein nährstoffreiches Milieu durch verrottende Vegetation und förderte so ein lebendiges Ökosystem. Eingeführte Fischarten wie Kapenta tragen zu einer florierenden kommerziellen Fischerei bei, während heimische Raubfische wie der Tigerfisch Sportfischereifreunde anlocken. An den Ufern tummelt sich zahlreiche Tierwelt: Nilkrokodile, Flusspferde, Elefanten, Löwen, Geparden, Leoparden sowie viele Vogelarten wie Fischadler und Kormorane. Mehrere Inseln sind im See verstreut und machen ihn besonders reizvoll. Sowohl Sambia als auch Simbabwe bauen entlang ihrer Küsten den Tourismus aus; auf simbabwischer Seite gibt es zudem einen Freizeitpark innerhalb des Gebiets der Nationalparks. Auch die große Wasserfläche hat in der Region seismische Aktivität ausgelöst.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Karibasees ist die Trockenzeit, wenn die Tierbeobachtung und die Wasseraktivitäten besonders gut sind. Besucher sollten Ausflüge oder Angelausflüge am besten im Voraus buchen – vor allem für das Angeln auf Tigerfische. Gelegentlich gibt es Rabatte bei frühen Buchungen oder Gruppenreisen. Für ein rundum gelungenes Erlebnis empfiehlt sich außerdem, die Inseln im See sowie die nahegelegenen Nationalparks zu erkunden.

Interessante Fakten

  • Der Karibasee ist nach Volumen viermal größer als der Stausee des Drei-Schluchten-Staudamms in China.
  • Der See hat eine induzierte Seismizität verursacht – darunter mehr als 20 Erdbeben mit einer Magnitude größer als 5.
  • Der Kapenta-Fisch, der aus dem Tanganjikasee eingeführt wurde, unterstützt eine bedeutende kommerzielle Fischerei.
  • Der südliche Matusadona-Nationalpark an der simbabwischen Küste war historisch ein Rückzugsort für Schwarz- und Breitnilrohrwild (Schwarz- und Weißnashörner).
  • Der Karibasee enthält zahlreiche Inseln wie Maaze Island, Snake Island und Antelope Island.

Geschichte

1958

Der Karibasee wurde zwischen 1958 und 1963 geschaffen, nachdem der Kariba-Damm am Sambesi fertiggestellt worden war und die Kariba-Schlucht überflutete, um den Stausee zu bilden.

Dieses technische Großprojekt führte zur Umsiedlung lokaler Gemeinschaften und zur Gründung von Orten wie Kariba für die Arbeiter am Damm.

Über die Jahrzehnte entwickelte sich der See zu einem ökologischen Hotspot und zu einer wichtigen Ressource für Fischerei und Tourismus in der Region.

Die durch die massive Wasserfläche ausgelöste Seismizität wurde als bemerkenswert registriert: In der Gegend wurden Erdbeben dokumentiert.

Ortsführer

1
Kariba-Damm1958-1963

Der gewaltige Damm, der den Karibasee schuf – ein Meisterstück des technischen Ingenieurwesens aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Er war verantwortlich für die Entstehung des Sees und die Erzeugung von Wasserkraft.

2
Inseln im Karibasee

Mehrere Inseln im Karibasee bieten einzigartige Lebensräume und besonders schöne Spots für die Beobachtung von Wildtieren sowie zum Erkunden.

3
Matusadona-Nationalpark (Simbabwe)

Ein geschützter Freizeitpark an der simbabwischen Seite des Karibasees. Er beheimatet vielfältige Tierwelt – darunter Elefanten, Löwen und verschiedene Vogelarten.

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