Panorama-Museum (Die Verteidigung von Sewastopol 1854–1855)

Sevastopol

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Das Panorama-Museum in Sewastopol zeigt ein riesiges, gemaltes Panorama des russischen Künstlers Franz Roubaud. Es stellt den alliierten Angriff von 1855 auf die Malachow-Batterie im Krimkrieg dar. Mit 115 Metern Länge und 14 Metern Höhe fängt das Kunstwerk die erbitterte Verteidigung von Sewastopol durch russische Truppen eindrucksvoll ein – gegen überwältigende britische und französische Kräfte. Das zwischen 1902 und 1904 entstandene Panorama wurde 1905 in einem eigens errichteten Gebäude eröffnet, um an das fünfzigste Jubiläum der Belagerung zu erinnern. Das Gemälde zeigt bedeutende historische Persönlichkeiten wie Admiral Pavel Nakhimov, die Krankenschwester Dasha Sevastopolskaya und den Chirurgen Nikolay Pirogov und rückt damit die Tapferkeit der Verteidiger in den Mittelpunkt. Sowohl das Gebäude als auch das Panorama erlitten während der deutschen-rumänischen Belagerung von 1942 Schäden, wurden jedoch in den 1950er-Jahren sorgfältig restauriert. Heute können Besucher dieses immersive Geschichtswerk erleben – begleitet von Marmorbüsten zentraler Helden, die in den Außen-Nischen des Museums ausgestellt sind. Das Museum bietet einen einzigartigen Einblick in einen der prägenden Momente des Krimkriegs und würdigt die Widerstandskraft und den Opfermut der russischen Verteidiger.

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Tipp: Besuchen Sie das Museum am besten im Frühling und frühen Sommer – das Wetter ist angenehm und es sind weniger Leute vor Ort. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, besonders an Wochenenden und Feiertagen. Ermäßigungen können für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Das Museum ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und bietet geführte Touren an, um das historische Umfeld des Panoramas besser zu verstehen.

Interessante Fakten

  • Das Panorama ist beeindruckende 115 Meter lang und 14 Meter hoch und zählt damit zu den größten Panoramagemälden der Welt.
  • Das Gemälde zeigt die Schlacht vom 6. Juni (18.) 1855, in der 75.000 russische Truppen im Krimkrieg 173.000 britische und französische Soldaten abwehrten.
  • Während der Belagerung von Sewastopol im Jahr 1942 wurde das Panorama teilweise verbrannt, aber durch eine heldenhafte Evakuierung auf dem Zerstörer Tashkent gerettet – trotz feindlicher Luftangriffe.
  • In den Außen-Nischen des Museums stehen Marmorbüsten von Helden wie Admiral Pavel Nakhimov, Krankenschwester Dasha Sevastopolskaya und Chirurg Nikolay Pirogov.
  • Das Panorama entstand mit Unterstützung von 20 Studenten der Bayerischen Akademie der Bildenden Künste sowie mehrerer weiterer Künstler unter der Leitung von Roubaud.

Geschichte

1901

Franz Roubaud begann 1901 mit den Arbeiten an dem Panorama, nachdem er sich in umfangreiche Recherchen vertieft hatte – unter anderem mit Interviews mit Zeitzeugen und dem Studium von Schlachtfeldern.

1905

Das großformatige Gemälde entstand in München mit Hilfe mehrerer Künstler und Studenten, wurde anschließend nach Sewastopol gebracht und 1905 eröffnet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museumsgebäude stark beschädigt, und das Panorama brannte teilweise.

1942

1942 wurden die erhaltenen Fragmente bei schweren Angriffen an Bord des Zerstörerführers Tashkent evakuiert – so konnte ein großer Teil des Kunstwerks gerettet werden.

Die Restaurierungsarbeiten in den 1950er-Jahren brachten das Panorama zurück in die öffentliche Ausstellung und bewahrten dieses monumentale historische Zeugnis für künftige Generationen.

Ortsführer

1
Das Panoramagemälde1902–1904
Franz Roubaud

Die zentrale Ausstellung ist das riesige Panoramagemälde von Franz Roubaud: Es zeigt die erbitterte Schlacht an der Malachow-Batterie während der Belagerung von Sewastopol. Das immersive Kunstwerk mit 360-Grad-Wirkung umschließt die Besucher und vermittelt eine detaillierte, dramatische Bildgeschichte der Verteidigung von 1854–1855.

2
Marmorbüsten der Helden

Diese Marmorbüsten stehen in den Außen-Nischen des Museums und erinnern an zentrale Figuren der Belagerung – darunter Admiral Pavel Nakhimov, Krankenschwester Dasha Sevastopolskaya, Chirurg Nikolay Pirogov und der Seemann Petr Kishka. Sie würdigen ihre Rollen bei der Verteidigung von Sewastopol.

3
Das Museumsgebäude1905

Ein eigens entworfenes Bauwerk, das geschaffen wurde, um das Panorama zu beherbergen – mit einem architektonischen Stil, der die monumentale Bildkunst ergänzt. Auch das Gebäude selbst hat einen historischen Stellenwert: Es hat kriegsbedingte Schäden überstanden und wurde anschließend restauriert.

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