
Schloss Zhovkva
Lvivska oblast
Das Schloss Zhovkva liegt in der gleichnamigen Stadt Zhovkva in der Lvivska oblast in der Ukraine. Es wurde 1594 von dem polnischen Hetman Stanisław Żółkiewski als seine befestigte Residenz gegründet. Der Bau wurde größtenteils bis 1606 fertiggestellt und ist vor allem wegen seines Serlian-Eingangsbogens sowie breiter Gräben mit bis zu 17 Metern Breite bekannt. Früher beherbergte das Schloss ein Arsenal, Ställe und eine 1640 geweihte Schlosskapelle. Seine Blütezeit erlebte es im späten 17. Jahrhundert, als es zur Familie Sobieski gehörte – darunter König Jan III Sobieski, der seinen Sieg bei Wien hier feierte. Die Fassade war im 18. Jahrhundert mit Statuen bedeutender früherer Besitzer aus den Familien Zolkiewski, Daniłowicz, Sobieski und Radziwill geschmückt. Nach der Teilung Polens geriet das Schloss in Vergessenheit und wurde versteigert. Im Ersten Weltkrieg wurde es beschädigt und vor dem Zweiten Weltkrieg teilweise restauriert; nach dem Krieg waren weitere Restaurierungsarbeiten nötig. Heute dient es als Museum und Kulturstätte und spiegelt sein reiches Erbe sowie seine architektonische Bedeutung wider.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Schlosses Zhovkva ist der Zeitraum vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter ideal ist, um das Gelände und die nahegelegene Stadt zu erkunden. Besucher sollten die Öffnungszeiten im Voraus prüfen und – falls verfügbar – besonders in den Stoßzeiten bereits im Voraus Tickets kaufen. Ermäßigte Tickets gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen. Geführte Touren bereichern das Erlebnis, da sie historischen Kontext und architektonische Einblicke vermitteln. Aufgrund der Gräben und unebenen Flächen wird bequemes Schuhwerk empfohlen.
Interessante Fakten
- •Die Gräben des Schlosses waren bis zu 17 Meter breit und boten damit einen erheblichen Schutz.
- •König Jan III Sobieski, gebürtig aus Zhovkva, feierte seinen Sieg bei Wien innerhalb der Schlossmauern.
- •Das Schloss verfügte einst über eine Menagerie mit Wisenten, Hirschen und Gämse (Chamois) in seinen Gärten.
- •Im 18. Jahrhundert schmückten Statuen der Besitzer des Schlosses aus bedeutenden Adelsfamilien die Fassade.
- •Teile des Schlosses wurden im 19. Jahrhundert in eine lokale Schule umgewandelt und veränderten dabei einige ursprüngliche Strukturen.
Geschichte
Der Bau des Schlosses Zhovkva begann 1594 unter dem polnischen Hetman Stanisław Żółkiewski und war größtenteils bis 1606 abgeschlossen.
Das Schloss erlebte im späten 17.
Jahrhundert unter der Familie Sobieski seine Blütezeit – besonders unter König Jan III Sobieski.
Im 18.
Jahrhundert wurde die Fassade des Schlosses mit Statuen seiner adeligen Besitzer aufgewertet.
Nach der Teilung Polens verfiel das Schloss, wurde versteigert und Teile wurden im 19.
Jahrhundert für eine lokale Schule umgenutzt.
Es erlitt Schäden im Ersten Weltkrieg und wurde vor dem Zweiten Weltkrieg teilweise restauriert.
Die Restaurierungsmaßnahmen nach dem Krieg wurden fortgesetzt, um seinen historischen und architektonischen Wert zu bewahren.
Ortsführer
Serlian-Eingangsbogen1594-1606
Der Haupteingang des Schlosses zeigt einen markanten Serlian-Bogen – ein Kennzeichen der Renaissance-Architektur. Er steht sinnbildlich für die Verbindung von befestigter Anlage und zugleich eleganter Ausstrahlung.
Palatinatskapelle1640
Die 1640 geweihte Kapelle diente als spirituelles Zentrum innerhalb der Schlossanlage und spiegelte die religiöse Hingabe seiner adligen Besitzer wider.
Schlossgärten und Menagerie1606
Diese Gärten wurden 1606 angelegt und umfassten eine Menagerie, in der Wisente, Hirsche und Gämse (Chamois) gehalten wurden. Das zeigt den Reichtum des Hetman und sein Interesse an exotischen Tieren.
Statuen der adligen Besitzer18. Jahrhundert
Die Fassadendekorationen des 18. Jahrhunderts umfassen Statuen, die die Familien Zolkiewski, Daniłowicz, Sobieski und Radziwill repräsentieren. Sie erinnern an ihren Einfluss und ihre Besitzverhältnisse.
Kontakt
Telefon: 097 161 3799