Tyresta-Nationalpark

Tyresta-Nationalpark

Stockholms län

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Der Tyresta-Nationalpark liegt etwa 20 km südöstlich vom Zentrum Stockholms im Stockholmer Landkreis und ist vor allem für seine weitläufige, unberührte Waldlandschaft bekannt – darunter einige der ältesten Kiefern im Süden Schwedens, die bis zu 400 Jahre alt sind. Der Park erstreckt sich über ungefähr 19,7 km² und ist von einem Naturschutzgebiet umgeben, zusammen ergibt das eine geschützte Fläche von etwa 47 km². Die Landschaft ist durch ein Grabenbruch-Tal geprägt, das in dieser Form in der Region einzigartig ist: Auf den Höhenrücken dominiert die Schottische Kiefer, in den Tieflagen die Norwegische Fichte. Dazu kommen Laubbaumarten wie Zitterpappel, Birke und Erle. Der Park beherbergt eine bemerkenswerte Artenvielfalt: Er bietet Lebensraum für bis zu 8.000 Tierarten, von denen viele auf die Lebensraumbedingungen des ursprünglichen Waldes angewiesen sind. Tyresta hat außerdem mehrere Seen wie Årsjön und Långsjön sowie kulturelle Elemente: Dazu gehören historische Gebäude in Tyresta by – einem alten Dorf mit Holz­häusern aus dem 19. Jahrhundert – sowie archäologische Fundstellen, die bis in die Eisenzeit und die Wikingerzeit zurückreichen. 1999 wurde ein bedeutender Waldbrand, der etwa 10 % des Parks betraf, ausgelöst – die natürliche Wiederbewaldung läuft jedoch bereits seitdem. Der Park wird von der Tyrestaskogen Foundation verwaltet und bietet gut ausgeschilderte Wege, darunter auch eine Strecke, die für Kinderwagen geeignet ist. So ist Tyresta eine beliebte Adresse für Naturfans und Erholungssuchende.

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Tipp: Besucher werden empfohlen, den Tyresta-Nationalpark im Zeitraum vom späten Frühling bis in den frühen Herbst zu besuchen – für bestes Wetter und gute Erreichbarkeit. Der Kauf von Tickets oder Pässen im Voraus ist nicht nötig, aber es lohnt sich, auf der offiziellen Website nach etwaigen kurzfristigen Schließungen oder geführten Touren zu schauen. Die Wege sind gut gepflegt und für alle Altersgruppen geeignet, einschließlich kinderwagenfreundlicher Routen. Für Gruppen oder Bildungsbesuche können Ermäßigungen verfügbar sein. Parkmöglichkeiten und Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es in der Nähe von Tyresta by – im Bereich des Besucherzentrums des Parks.

Interessante Fakten

  • Der Tyresta-Nationalpark hat Kiefern bis zu 400 Jahre alten, die zu den ältesten im Süden Schwedens zählen.
  • Der Park beherbergt rund 8.000 Tierarten – viermal mehr als in den in der Region bewirtschafteten Wäldern.
  • Etwa 10 % des Parks wurden bei einem großen Waldbrand im Jahr 1999 in Mitleidenschaft gezogen. Dafür waren umfangreiche Löschmaßnahmen nötig, darunter Wasserabwürfe von sechs Hubschraubern.
  • Tyresta by, das historische Dorf des Parks, bietet Holz­häuser aus dem 19. Jahrhundert sowie archäologische Überreste aus der Eisenzeit und der Wikingerzeit.

Geschichte

1993

Der Tyresta-Nationalpark wurde 1993 als Schwedens 23.

Nationalpark gegründet, nachdem jahrzehntelange Naturschutzbemühungen dazu geführt hatten, einen der letzten verbliebenen Urwälder in der Nähe Stockholms zu schützen.

Zunächst nutzten lokale Bauern den Wald zur Selbstversorgung, bis ins frühe 20.

Jahrhundert hinein, als Pläne für eine umfangreiche Holzernte aufkamen, die jedoch durch Landbesitzer verhindert wurden, die wichtige Waldflächen erhielten.

1936

1936 kaufte die Stadt Stockholm den Wald, um seine natürlichen Werte zu bewahren.

1986

In den 1970er- und 1980er-Jahren sah sich der Park mit Bedrohungen durch Bebauung konfrontiert, was zur Schaffung des umliegenden Naturschutzgebiets im Jahr 1986 und zur formellen Nationalpark-Ausweisung 1993 führte.

1999

Ein großer Flächenbrand im Jahr 1999 verbrannte ungefähr 450 Hektar – eine Herausforderung für den Naturschutz, die jedoch auch die ökologische Erneuerung begünstigte.

Ortsführer

1
Tyresta byEisenzeit bis 19. Jahrhundert

Ein historisches Dorf innerhalb des Parks mit gut erhaltenen Holzhäusern aus dem 19. Jahrhundert, typischen Wirtschaftsgebäuden eines Bauernhofs sowie archäologischen Stätten – darunter Runensteine und Grabplätze – aus der Eisenzeit und aus der Wikingerzeit. Es ist das kulturelle Herz des Nationalparks; zu den Besucherangeboten gehören Einrichtungen wie ein Café, ein Laden und das National Park House, das Ausstellungen und Vorträge anbietet.

2
Alte WaldgebieteNatürlich, jahrhundertealt

Weite Bereiche eines unberührten Nadelwaldes, der von uralten Schottischen Kiefern und Norwegischen Fichten dominiert wird. Einige Bäume erreichen ein Alter von bis zu 400 Jahren. Das Waldbiotop unterstützt eine reiche Artenvielfalt – darunter viele Arten, die auf Lebensraumbedingungen des ursprünglichen Waldes angewiesen sind.

3
Seen und Feuchtgebiete

Mehrere Seen und Feuchtgebiete innerhalb des Parks – darunter Årsjön, Långsjön und Mörtsjön – sind wichtige Lebensräume für Wasserlebewesen und Vögel. Sie bieten außerdem schöne Aussichtspunkte, an denen Besucher Natur erleben und Wildtiere beobachten können.

4
Stensjöborg – alte BefestigungMittelalter oder früher

Eine archäologische Fundstätte einer alten Befestigungsanlage in der Nähe des Stensjön-Sees. Sie steht für die historische menschliche Präsenz und zeigt Verteidigungsstrukturen in der Region.

Kontakt

Telefon: 08-741 08 76