Kirche des Heiligen Erzengels Michael, Požarevac

Kirche des Heiligen Erzengels Michael, Požarevac

Braničevski okrug

65/10090 min

Die Kirche des Heiligen Erzengels Michael in Požarevac dient als zentrale Kathedrale der Braničevo-Eparchie der Serbisch-Orthodoxen Kirche. Ursprünglich war sie dem Pfingstwunder (Herabkunft des Heiligen Geistes) und der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht; diese Widmung wurde in den 1830er-Jahren auf die Erzengel Michael und Gabriel geändert. Die Kirche wurde 1819 von Fürst Miloš Obrenović während seines Aufenthalts in Požarevac gegründet und 1823 von dem Metropoliten Agatangel von Belgrad geweiht. Zunächst ohne Glockenturm errichtet, wurde dieser später 1856 ergänzt. Die Kirche steht beispielhaft für den Übergangsstil des erneuerten Serbiens: mit einer Trikonch-Anlage und polygonalen sowie halbrunden Apsiden. Die Mauern sind aus Stein und Ziegeln gebaut, außen verputzt, und das westliche Portal, das 1936 gefertigt wurde, zeigt serbisch-byzantinische Ornamentmotive. Im Inneren beeindruckt eine reich geschnitzte und vergoldete Ikonostase mit fünfundzwanzig Ikonen: gemalt von der Familie Marković und weiteren Künstlern, darunter vierzehn Temperabilder von Janja Moler aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der marmorne Heilige Thron im Altarraum besteht aus rötlichem Marmor, der auf Hochglanz poliert ist; gefertigt wurde er in Pest. 1921 gewann die Kirche mit der Wiedererrichtung der Braničevo-Eparchie erneut an Bedeutung. Das imposante Episkopale Hofgebäude wurde zwischen den Weltkriegen an ihrem Eingang errichtet. Sie beherbergt zahlreiche wertvolle liturgische Kostbarkeiten – darunter kirchliche Stickereien, Arbeiten der Goldschmiedekunst und sakrale Möbel. Damit ist die Kirche ein bedeutendes Kulturdenkmal und zugleich ein spirituelles Zentrum in der Region.

Planen Sie Ihre Reise nach Serbien mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besucher sollten die Kirche am besten unter der Woche besichtigen, um Menschenmengen zu vermeiden und eine ruhigere, nachdenkliche Atmosphäre zu genießen. Der Ort ist ganzjährig zugänglich, doch Frühling und Herbst bieten besonders angenehmes Wetter für kombinierte Besuche der Kirche und der umliegenden historischen Sehenswürdigkeiten in Požarevac. Es wird empfohlen, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und geführte Touren in Betracht zu ziehen, um die Kunst und Geschichte der Kirche vollständig zu erleben. Für Gruppen, Studierende und Seniorinnen und Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein; in den Hochsaisonzeiten ist eine frühzeitige Buchung ratsam.

Interessante Fakten

  • Der marmorne Heilige Thron im Altarraum besteht aus rötlichem Marmor, auf Hochglanz poliert, und wurde in Pest gefertigt.
  • Die Ikonostase der Kirche umfasst fünfundzwanzig reich geschnitzte und vergoldete Ikonen, darunter vierzehn Temperabilder von Janja Moler, einem bedeutenden Ikonenmaler aus dem 19. Jahrhundert.
  • Fürst Miloš Obrenović besuchte die Kirche persönlich mit seiner Familie und bedeutenden Gästen während seiner Aufenthalte in Požarevac.
  • Das westliche Portal, das 1936 gebaut wurde, besitzt aufwendige Dekorationen im serbisch-byzantinischen Stil, darunter ein Lunettenrelief mit der Komposition „Gastfreundschaft des Abraham“.
  • Die Kirche ist als unbewegliches Kulturdenkmal anerkannt und als geschütztes Kulturerbe in Serbien eingetragen.

Geschichte

1819

Die Kirche des Heiligen Erzengels Michael wurde 1819 unter der Schirmherrschaft von Fürst Miloš Obrenović erbaut und 1823 geweiht.

Zunächst der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht, wurde ihre Widmung in den 1830er-Jahren geändert.

1856

Der Glockenturm wurde 1856 ergänzt und verleiht der Kirche heute ein noch markanteres architektonisches Profil.

Die Kirche diente als Kathedrale der Serbisch-Orthodoxen Kirche im Fürstentum Serbien, bis der Sitz nach Belgrad verlegt wurde.

1921

Nach der Wiedererrichtung der Braničevo-Eparchie im Jahr 1921 erlangte die Kirche ihren Kathedralstatus zurück, und das Episkopale Hofgebäude wurde zwischen den Weltkriegen errichtet.

Im Laufe ihrer Geschichte hat die Kirche ihre kulturelle und spirituelle Bedeutung in Požarevac und der umliegenden Region bewahrt.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Altarbereich1819-1823

Die räumliche Gliederung der Kirche teilt sich in den Altarraum, das Langhaus und den Narthex. Sie ist als Trikonch-Anlage ausgeführt: mit einer Altarapse und zwei Chorapsiden. Im Altarraum befindet sich der aus rötlichem Marmor gefertigte, auf Hochglanz polierte marmorne Heilige Thron, der in Pest hergestellt wurde.

2
Ikonostase1852-1870
Milija und Ivan Marković, Nikola Marković, Janja Moler

Eine reich geschnitzte und vergoldete Ikonostase mit fünfundzwanzig Ikonen, die hauptsächlich von der Familie Marković gemalt wurde und außerdem vierzehn Temperabilder von Janja Moler enthält. Zu sehen sind außerdem episkopale und königliche Throne mit gemalten Darstellungen von Sava sowie Stefan Dečanski und außerdem die Gottesmutter mit Christus.

3
Glockenturm1856

Der 1856 ergänzte Glockenturm an der westlichen Fassade weist architektonische Elemente wie eine gegliederte Traufgesims-Lösung und flache Lisenen auf; dadurch hebt er sich deutlich von den übrigen, verputzten Außenwänden der Kirche ab.

4
Westliches Portal1936

Das 1936 aus fein behauenem Stein errichtete Portal ist reich im serbisch-byzantinischen Stil dekoriert – mit kunstvollen Flechtwerkmustern und einer Lunette, die die „Gastfreundschaft des Abraham“ zeigt.

5
Episkopales Hofgebäude1921-1939

Das zwischen den Weltkriegen an der Kirchen-Eingangsseite errichtete Episkopale Hofgebäude dient als administratives und wohnliches Komplex der Braničevo-Eparchie.

Kontakt

Telefon: 012 521645