Menhir von Meada

Menhir von Meada

Portalegre

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Der Menhir von Meada ist ein monumentaler prähistorischer, frei stehender Stein, der vollständig von Menschenhand geschaffen wurde. Er liegt 12 km nördlich von Castelo de Vide im Distrikt Portalegre in Portugal. Der Stein besteht aus grobkörnigem porphyrischem Granit und ist etwa 7,5 Meter lang, hat einen Durchmesser von 1,25 Metern und wiegt rund 18 Tonnen. Er wurde 1965 in zwei Teilen entdeckt, in den 1990er-Jahren restauriert und an seinem ursprünglichen Standort innerhalb des Naturparks Serra de São Mamede wieder zusammengesetzt, einem geschützten Gebiet. Radiokarbondatierungen von unter dem Menhir gefundenem Holzkohlematerial deuten darauf hin, dass er etwa 5000 v. Chr. während der Jungstein-/Kupfersteinzeit (Neo-Chalkolithikum) errichtet wurde – womit er möglicherweise der älteste bekannte Menhir weltweit ist. Der Stein hat eine markante zylindrische Form mit klar erkennbaren phallischen Konturen, einschließlich einer glansartigen Erhebung an der Spitze. Seine Oberfläche wurde vermutlich poliert, denn die Werkzeugspuren vom Glättungsvorgang sind noch gut sichtbar. Der Menhir von Meada ist ein außergewöhnliches Beispiel für die menschliche Handwerkskunst und den Bau ritueller Monumente in der Iberischen Halbinsel.

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Tipp: Besucher sollten nach Möglichkeit in den Frühlings- oder Herbstmonaten anreisen, wenn das Wetter angenehm ist und weniger los ist. Da sich der Menhir in einem Naturpark befindet, werden bequeme Wanderschuhe empfohlen. Vor Ort gibt es keine offiziellen Besucheranlagen, daher ist es sinnvoll, Wasser und einen Sonnenschutz mitzunehmen. Eine frühzeitige Planung ist ratsam, weil der Ort in ländlicher Umgebung liegt und es nur einen begrenzten öffentlichen Nahverkehr gibt. Geführte Touren durch den Naturpark Serra de São Mamede können den Menhir einschließen und liefern so wertvollen historischen Kontext. Tickets oder Eintrittsgelder sind in der Regel nicht erforderlich, dennoch sollte man die lokalen Regeln des Parks vorher prüfen.

Interessante Fakten

  • Der Menhir von Meada gilt als der größte Menhir, der vollständig von Menschenhand auf der Iberischen Halbinsel bearbeitet wurde.
  • Radiokarbondatierungen deuten darauf hin, dass er möglicherweise der älteste weltweit entdeckte Menhir ist und auf etwa 5000 v. Chr. zurückgeht.
  • Der Menhir hat klar erkennbar phallische Konturen mit einer glansartigen Erhebung an der Spitze – als Symbol für Fruchtbarkeit oder rituelle Bedeutung.
  • Der Stein wurde in zwei Teilen zerbrochen gefunden und in den 1990er-Jahren sorgfältig restauriert sowie wieder zusammengesetzt.
  • Werkzeugspuren vom ursprünglichen Polierprozess sind noch auf der Oberfläche des Steins sichtbar.

Geschichte

1965

Der Menhir von Meada wurde 1965 in einem ländlichen Gebiet entdeckt, das vor allem für die Korkproduktion genutzt wurde.

Zunächst fand man ihn in zwei zerbrochenen Teilen vor.

In den 1990er-Jahren wurde er restauriert und wieder zusammengesetzt, sodass er an seinen ursprünglichen Standort zurückkehrte.

5000

Die Radiokarbondatierung von Holzkohle unter dem Stein datiert seine Errichtung auf etwa 5000 v.

Chr.

und ordnet ihn damit der Jungstein-/Kupfersteinzeit (Neo-Chalkolithikum) zu.

Diese Zeitspanne fällt mit dem Bau nahegelegener megalithischer Grabanlagen zusammen, wie den Coureleiros-Dolmen.

Über Jahrtausende hinweg ist der Menhir ein bedeutendes prähistorisches Denkmal geblieben – ein Zeugnis früher menschlicher Rituale und künstlerischen Ausdrucks auf der Iberischen Halbinsel.