Kirche der Geburt

Kirche der Geburt

Bethlehem

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Die Kirche der Geburt, die in Bethlehem im Westjordanland, Palästina, liegt, ist eine Basilika von großer religiöser Bedeutung als die traditionelle Geburtsstätte von Jesus Christus. Ursprünglich von Kaiser Konstantin dem Großen in Auftrag gegeben – kurz nach der Pilgerreise seiner Mutter Helena im frühen 4. Jahrhundert – wurde die Kirche zwischen 330 und 333 n. Chr. errichtet und 339 geweiht. Sie ist die älteste bedeutende Kirche im Heiligen Land und verfügt über eine Grotte, die als Ort von Jesu Geburt verehrt wird. Dadurch ist sie der älteste kontinuierlich genutzte christliche Gottesdienstort. Die ursprüngliche Basilika wurde vermutlich im 6. Jahrhundert während der Samaritaneraufstände zerstört und anschließend von Kaiser Justinian wiederaufgebaut. Dabei bewahrte er einen großen Teil der ursprünglichen Bausubstanz und ergänzte unter anderem ein querförmiges (kreuzförmiges) Querschiff, Apsiden und einen Narthex. Im Laufe der Jahrhunderte erhielt die Kirche immer wieder Reparaturen und Erweiterungen, vor allem in der Kreuzfahrerzeit – darunter Mosaike und Gemälde. Außerdem wurde der umgebende Kirchenkomplex erweitert, in dem heute drei Klöster untergebracht sind, die für die katholische, die armenisch-apostolische und die griechisch-orthodoxe Gemeinschaft stehen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Areal durch die Status-quo-Regelung (Status Quo) verwaltet, die die religiösen Rechte dieser Gemeinschaften ausgleicht. Als UNESCO-Welterbestätte ist die Kirche der Geburt seit 2012 anerkannt und bleibt ein wichtiges Pilgerziel sowie ein Symbol des christlichen Erbes im Heiligen Land.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch unter der Woche planen, um große Wochenendmassen zu vermeiden, und erwägen, Tickets im Voraus zu kaufen oder an geführten Touren teilzunehmen, um lange Wartezeiten zu umgehen. Bescheidene Kleidung ist erforderlich, und aufgrund der religiösen Bedeutung des Ortes wird ein respektvolles Verhalten erwartet. Die Kirche ist in der Regel das ganze Jahr über zugänglich, aber es ist ratsam, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen. Ermäßigungen können für Schüler, Senioren oder religiöse Gruppen verfügbar sein. Ein Besuch am frühen Morgen sorgt für eine ruhigere Atmosphäre.

Interessante Fakten

  • Die Kirche der Geburt ist die älteste bedeutende Kirche im Heiligen Land und der älteste kontinuierlich genutzte christliche Gottesdienstort der Welt.
  • Ein silberner Stern im Boden markiert den genauen Ort, an dem Jesus der Überlieferung nach geboren wurde.
  • Der Kirchenkomplex umfasst drei Klöster, die die katholische, die armenisch-apostolische und die griechisch-orthodoxe Gemeinschaft repräsentieren – jeweils mit eigenen Traditionen.
  • Die Status-quo-Regelung regelt die gemeinsame Ausübung der religiösen Rechte der Gemeinschaften und verhindert seit 1852 einseitige Änderungen am Ort.
  • Die Kirche war die erste Stätte, die 2012 von der UNESCO unter Palästina gelistet wurde.

Geschichte

330

Die Kirche der Geburt wurde ursprünglich zwischen 330 und 333 n.

Chr.

unter Kaiser Konstantin I.

errichtet – nachdem seine Mutter Helena die Geburtsstätte Jesu ausfindig gemacht hatte.

339

Sie wurde 339 n.

Chr.

geweiht und ist die älteste bedeutende Kirche im Heiligen Land.

Die ursprüngliche Basilika wurde vermutlich während der Samaritaneraufstände im 6.

529

Jahrhundert zerstört, möglicherweise um 529 n.

Chr.

Kaiser Justinian ließ die Kirche in der Mitte des 6.

Jahrhunderts wiederaufbauen und ergänzte architektonische Elemente wie ein querförmiges (kreuzförmiges) Querschiff und Apsiden.

Seitdem wurde die Kirche mehrfach repariert und erweitert, unter anderem durch Ergänzungen in der Kreuzfahrerzeit sowie durch die Einrichtung von Klöstern verschiedener christlicher Konfessionen.

1852

Seit 1852 teilen die religiösen Gemeinschaften die Aufsicht im Rahmen der Status-quo-Regelung, die im 19.

und 20.

Jahrhundert international festgelegt wurde.

Ortsführer

1
Geburtsgrotte4. Jahrhundert

Die unterirdische Grotte unter der Basilika gilt als die genaue Geburtsstätte von Jesus Christus und wird durch einen silbernen Stern markiert, der in den Boden eingelassen ist. Pilger steigen über einen niedrigen Eingang hinab, um diese heilige Höhle zu erreichen – ein Ort des christlichen Gottesdienstes, der seit dem 4. Jahrhundert kontinuierlich genutzt wird.

2
Byzantinische Basilikaarchitektur6. Jahrhundert
Kaiser Justinian

Die Bausubstanz der Basilika stammt zum großen Teil aus der Wiederherstellung des 6. Jahrhunderts durch Kaiser Justinian. Zu sehen ist ein kreuzförmiges Querschiff mit drei Apsiden, ein Mittelschiff, vier Seitenschiffe sowie ein ergänzter Narthex bzw. ein Vorbau. Dieser Baustil spiegelt die frühbyzantinische Kirchenarchitektur wider und wurde sorgfältig bewahrt.

3
KlosterkomplexVerschiedenes, einschließlich Neuzeit

Der umgebende Kirchenkomplex umfasst etwa 12.000 Quadratmeter und beherbergt drei Klöster der katholischen, der armenisch-apostolischen und der griechisch-orthodoxen Kirche. Diese Klöster enthalten Glockentürme (teils modern), Kapellen und Verwaltungsgebäude und spiegeln damit die vielfältige christliche Trägerschaft dieses Ortes wider.

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