Muzeum Papiernictwa (Paper Museum)

Muzeum Papiernictwa (Paper Museum)

Dolnośląskie

80/10090 min

Das Paper Museum in Duszniki-Zdrój befindet sich in einer einzigartigen Papiermühle aus dem 16. bis 17. Jahrhundert, die direkt am Fluss Bystrzyca Dusznicka liegt. Der Komplex umfasst ein maines Fachwerkgebäude auf steinernem Fundament, ein hölzernes Trocknungshaus mit einer originalen Tragkonstruktion aus dem 17. Jahrhundert sowie ein achteckiges zweigeschossiges Eingangs-Pavillon mit Schindeldach und einer Kuppel. Im Inneren können Besucher sich an polychromen Verzierungen erfreuen, die aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen. Das Museum zeigt nicht nur historische Exponate der Papierherstellung, sondern produziert auch in kleinen Mengen handgeschöpftes Papier – mithilfe originaler antiker Maschinen. Die Anlage gilt als bedeutendes technisches Denkmal in Polen und zieht viele Touristen an, die die authentische Atmosphäre und Vorführungen der Handwerkskunst erleben möchten. Das Museum bewahrt und fördert die traditionsreiche Papiermacherkultur Niederschlesiens, die bis in das späte Mittelalter zurückreicht. Außerdem wird sie als historisches Denkmal vom polnischen Präsidenten anerkannt und soll für den Status als UNESCO-Welterbe in Betracht gezogen werden. Das Museum veranstaltet zudem jährlich Events wie das Paper Festival – ein Fest, das die Kunst und Geschichte von Papier, Druck und Buchbinderei feiert.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch ist während des Paper Festivals, das seit 2001 jährlich stattfindet und interaktive Aktivitäten bietet sowie Papiertraditionen in den Mittelpunkt stellt. Besucher sollten den offiziellen Website des Museums für die Öffnungszeiten checken und Tickets am besten im Voraus kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden. Das Museum ist nach Renovierungen in den Jahren 2007 bis 2008 auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich. Kleinere Mengen handgeschöpftes Papier können als Souvenir erworben werden. Für ein noch intensiveres Erlebnis werden Gruppenreservierungen und geführte Touren empfohlen.

Interessante Fakten

  • Das Paper Museum befindet sich in einer historischen Papiermühle, die als einzige von etwa 100 Mühlen erhalten geblieben ist, die einst in Niederschlesien betrieben wurden.
  • Das Papier der Mühle wurde von bedeutenden europäischen Herrschern und Künstlern verwendet, darunter während seines Aufenthalts in Duszniki-Zdrój 1826 von Frédéric Chopin.
  • Das Museum stellt handgeschöpftes Papier mithilfe originaler Maschinen aus dem 17. Jahrhundert her und bewahrt so jahrhundertealte Techniken der Papierherstellung.
  • 2011 wurde die Mühle vom Präsidenten Polens als historisches Denkmal ausgewiesen.
  • Das Museum wurde 1998 durch eine Flut stark beschädigt, bis 2003 wiederhergestellt wurde – mit Unterstützung von staatlichen Stellen und privaten Spendern.
  • Derzeit laufen Bemühungen, die Mühle in die UNESCO-Welterbeliste einzutragen; die Bewerbung wurde 2019 eingereicht.

Geschichte

1562

Die Papiermühle in Duszniki-Zdrój geht auf die Zeit vor 1562 zurück; die früheste überlieferte Erwähnung steht im Zusammenhang mit dem Verkauf von Anteilen an der Mühle.

1601

Nach einer Flut im Jahr 1601 wurde sie wieder aufgebaut und nahm 1605 die Produktion wieder auf.

Die Mühle florierte bis zum Ende des 18.

1750

Jahrhunderts unter der Familie Heller, der 1750 der erbliche Titel „royal papermakers“ („königliche Papiermacher“) verliehen wurde.

Die Mühle stellte einige der besten Papiere in Schlesien her, die von polnischen, böhmischen und preußischen Herrschern sowie von Künstlern wie Frédéric Chopin genutzt wurden.

Technologische Verbesserungen im 18.

Jahrhundert umfassten ein Wasserrad sowie Maschinen für die Papierstoffaufbereitung und das Papierfinish.

Im 19.

Jahrhundert ging die Mühle aufgrund der Industrialisierung zurück und stellte in der Zwischenkriegszeit die Produktion ein.

1939

1939 schenkte der letzte Besitzer das Gelände der Stadt, um dort ein Museum einzurichten.

1968

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mühle restauriert und 1968 als Paper Museum eröffnet; lebendige Vorführungen der Papierherstellung begannen 1971.

Ortsführer

1
Hauptgebäude der Mühle16.-17. Jahrhundert

Eine Fachwerkkonstruktion mit steinernem Fundament aus dem 16. bis 17. Jahrhundert, mit originalen polychromen Dekorationen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert sowie traditionellen architektonischen Elementen wie einem Schindeldach und einem barocken Giebel.

2
TrocknungshausFrühes 17. Jahrhundert

Ein vollständig hölzernes dreistöckiges Gebäude mit einer originalen Tragkonstruktion aus dem frühen 17. Jahrhundert, das historisch zum Trocknen von Papier und zum Lagern der Produktion genutzt wurde.

3
Achteckiger Eingangs-Pavillon17. Jahrhundert

Ein markanter zweigeschossiger achteckiger Turm mit kuppelförmigem Schindeldach als Haupteingang – ein Beispiel für besondere barocke Gestaltungselemente.

4
Papiermacherwerkstatt16. Jahrhundert (Technologie)

Der Bereich, in dem Besucher den traditionellen Prozess der Papierherstellung von Hand beobachten können – mithilfe originaler antiker Maschinen – und so Techniken kennenlernen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen.

5
Ausstellungssaal des Museums2007-2008 (Renovierung)

Ein modernisiertes Areal innerhalb des ehemaligen Trocknungshauses, das 2007-2008 für Ausstellungen und die Durchführung von Konferenzen angepasst wurde und für Besucher mit Behinderungen zugänglich ist.

Kontakt

Telefon: 74 862 74 00