Kloster Căpriana

Kloster Căpriana

Chisinau Region

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Das Kloster Căpriana, etwa 40 km nordwestlich von Chișinău in Moldau gelegen, ist einer der ältesten und bedeutendsten geistlichen Orte des Landes. Im mittelalterlichen Moldawien gegründet und erstmals 1429 urkundlich erwähnt, erhielt es den Status eines königlichen Klosters durch Alexander den Guten. Das Kloster liegt in dem idyllischen Waldgebiet Codrii Lăpușnei und bietet eine ruhige geistliche Auszeit inmitten der Natur. Mehrfach wurde es restauriert, besonders zwischen 1542 und 1545 unter Petru Rareș. Zur Anlage gehören drei Kirchen: die Kirche Mariä Himmelfahrt (Church of the Dormition), die älteste noch erhaltene Kirche in Moldau, im moldawischen Stil errichtet und zwar im späten 15. Jahrhundert; die Kirche St. Nikolaus aus dem 19. Jahrhundert; sowie die Winterkirche St. Georg aus dem 20. Jahrhundert, ebenfalls im Stil des Neobyzantinischen gebaut. In der Kirche Mariä Himmelfahrt befindet sich zudem das Grab von Metropolitan Gavril Bănulescu-Bodoni, was ihre religiöse Bedeutung noch verstärkt. Architektur und die stille Umgebung machen das Kloster zu einem einzigartigen kulturellen und spirituellen Wahrzeichen in Moldau.

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Tipp: Besucher sollten idealerweise im Frühling oder im frühen Herbst vorbeikommen, wenn das Wetter angenehm ist und man die friedliche Waldlandschaft des Klosters besonders gut erleben kann. Eine Vorab-Billettbuchung ist zwar nicht zwingend, kann aber – vor allem zu religiösen Feiertagen oder am Wochenende – empfohlen sein, um Menschenmengen zu vermeiden. Für den Besuch der heiligen Stätte ist angemessene, schlichte Kleidung angebracht. Die Kirchen und das Gelände können die Gäste in der Regel auf eigene Faust erkunden; gelegentlich werden auch Führungen angeboten, um zusätzliche historische Hintergründe zu erfahren.

Interessante Fakten

  • Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist die älteste noch erhaltene Kirche in Moldau; sie wurde im moldawischen Stil zwischen 1491 und 1496 errichtet.
  • Die Winterkirche St. Georg wurde 1903 im neobyzantinischen Stil während der Zeit der Verwaltung Bessarabien (Bessarabia Governorate) gebaut.
  • Metropolitan Gavril Bănulescu-Bodoni, eine bedeutende religiöse Persönlichkeit, ist in der Kirche Mariä Himmelfahrt begraben.

Geschichte

1429

Die früheste bekannte Erwähnung des Klosters Căpriana geht auf das Jahr 1429 zurück, als es durch den moldawischen Herrscher Alexander den Guten den Status eines königlichen Klosters erhielt.

Alexander stattete es seiner Frau, Prinzessin Marena, aus.

1542

Das Kloster geriet in eine Phase des Niedergangs, wurde jedoch zwischen 1542 und 1545 unter der Förderung von Petru Rareș wiederaufgebaut.

Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Anlage: Zusätzliche Kirchen kamen im 19.

und 20.

Jahrhundert hinzu, wodurch verschiedene architektonische Stile und die sich wandelnde religiöse Bedeutung des Ortes sichtbar werden.

Ortsführer

1
Kirche Mariä Himmelfahrt1491-1496
Im Auftrag von Fürst Ștefan cel Mare

Die älteste Kirche auf dem Gelände wurde zwischen 1491 und 1496 in Stein nach dem traditionellen moldawischen Stil errichtet. Sie wird als Sommerkirche genutzt und beherbergt das Grab von Metropolitan Gavril Bănulescu-Bodoni, weshalb sie zu einem zentralen spirituellen und historischen Wahrzeichen im Kloster gehört.

2
Kirche St. Nikolaus19. Jahrhundert

Eine im 19. Jahrhundert errichtete Kirche, die St. Nikolaus geweiht ist und die die fortgesetzte religiöse Entwicklung des Klosters in der Zeit nach dem Mittelalter widerspiegelt.

3
Winterkirche St. Georg1903

Diese Kirche wurde 1903 erbaut. Sie besticht durch den neobyzantinischen Architekturstil und wurde in der Epoche des Bessarabien-Gouvernements errichtet. Sie dient als Winter-Ort des Gottesdienstes im Kloster.

Kontakt

Telefon: 0237 68 321