
Koutoubia-Moschee
Marrakech-Safi
Die Koutoubia-Moschee liegt in Marrakesch nahe dem Platz Jemaa el-Fnaa und ist die größte Moschee der Stadt. Sie ist ein herausragendes Beispiel für die Almohad-Architektur. 1147 wurde sie vom Almohad-Herrscher Abd al-Mu'min gegründet und auf dem Gelände der Ruinen des Almoraviden-Palasts errichtet. Die Moschee besitzt einen großen Gebetssaal mit siebzehn Seitenschiffen und elf Kuppeln. Träger sind filigran verzierte Säulen und Bögen – im Stil der Qarawiyyin-Moschee in Fès. Das markanteste Wahrzeichen ist das 77 Meter hohe Minarett aus Sandstein, das mit geometrischen Mustern und türkisfarbenen Keramikfliesen geschmückt ist. Erreichbar ist es über eine Rampe im Inneren. Der Name der Moschee leitet sich vom nahegelegenen Buchmarkt (koutoubiyyin) ab, der historisch bedeutsam war, jedoch während der französischen Kolonialzeit zerstört wurde. Die Moschee wurde restauriert, unter anderem mit Reparaturen nach dem Erdbeben von 2023 in Al Haouz. Die Koutoubia-Moschee ist bis heute ein Symbol Marrakeschs und ein eindrucksvolles Beispiel für islamische Kunst und religiöse Architektur im westlichen islamischen Raum.
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Tipp: Am besten sollten Besucher die Koutoubia-Moschee tagsüber besichtigen, um die architektonischen Details und die umliegenden Gärten in vollen Zügen zu genießen. Nichtmuslime dürfen den Gebetssaal nicht betreten, doch Außenbereich und Minarett sind zugänglich und bieten hervorragende Fotomöglichkeiten. Es empfiehlt sich, Tickets für nahe Attraktionen im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Die Moschee ist ideal in den kühleren Morgenstunden oder am späten Nachmittag zu besuchen, um der Mittagshitze zu entgehen. Für einen religiösen Ort wird schlichte, unaufdringliche Kleidung empfohlen. Geführte Touren durch die Moschee und ihre Umgebung können das Verständnis für den historischen und kulturellen Kontext vertiefen.
Interessante Fakten
- •Das Minarett der Koutoubia-Moschee ist 77 Meter hoch und wird von vier Kupferkugeln gekrönt – ein markantes Merkmal islamischer Architektur.
- •Der Name „Koutoubia“ stammt vom arabischen Wort für Buchhändler und bezieht sich auf den nahegelegenen historischen Buchmarkt, der einst rings um die Moschee lag.
- •Als Vorbild diente sein Minarett der Giralda in Sevilla (Spanien) und dem Hassan-Turm in Rabat (Marokko).
- •In der Moschee befindet sich ein berühmter hölzerner Minbar (Predigtstuhl), der Anfang des 12. Jahrhunderts in Córdoba gefertigt wurde und um 1150 nach Marrakesch gebracht wurde.
- •Die Moschee wurde mit Sandstein aus den nahegelegenen Kelaat-Bergen gebaut; in den oberen Bereichen nutzte man leichtere Steine und Ziegel, um das Gewicht zu reduzieren.
- •Zum architektonischen Konzept gehören Rampen im Inneren des Minaretts: So konnte der Muezzin für den Gebetsruf zu Pferd bis nach oben gelangen – eine einzigartige Besonderheit.
Geschichte
Der Bau der Koutoubia-Moschee begann 1147 unter dem Almohad-Kalifen Abd al-Mu'min auf den Ruinen des Almoraviden-Palasts.
Um 1157 wurde die Moschee fertiggestellt und wurde zu einem zentralen religiösen Ort in Marrakesch.
Kurz danach wurde das Minarett vollendet; es entwickelte sich zu einem Vorbild für spätere Minarette in der Region, darunter die Giralda in Sevilla und der Hassan-Turm in Rabat.
Der Name der Moschee verweist auf den historischen, nahegelegenen Buchmarkt, der während der französischen Kolonialzeit zerstört wurde.
2023 erlitt das obere Minarett durch ein Erdbeben Schäden, wurde jedoch anschließend von den marokkanischen Behörden wiederhergestellt.
Über die Jahrhunderte hinweg blieb die Moschee ein beständiges Symbol des religiösen und architektonischen Erbes Marrakeschs.
Ortsführer
Minarett12. Jahrhundert
Das 77 Meter hohe Minarett ist das markanteste Wahrzeichen der Moschee. Es ist mit filigranen geometrischen Mustern und türkisfarbenen Keramikfliesen verziert. Es ist über eine Rampe zugänglich und diente als Prototyp für andere berühmte Minarette in der islamischen Welt.
GebetssaalUm 1157 fertiggestellt
Der Gebetssaal der Moschee verfügt über siebzehn Seitenschiffe mit elf Kuppeln. Gestützt wird das Ganze durch Säulen und Bögen, die mit Almohad-Dekorationsmotiven geschmückt sind. Das spiegelt den religiösen Baustil der Epoche wider.
Umgibende Gärten
Große Gärten umgeben die Moschee. Sie sorgen für eine ruhige Atmosphäre und verstärken die visuelle Präsenz der Moschee im städtischen Umfeld Marrakeschs.
Kontakt
Telefon: 05 24 43 34 07