Kraslava-Palast

Kraslava-Palast

Latgale Region

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Der Kraslava-Palast, auch bekannt als Plater-Palast, ist ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert in der Region Latgale im östlichen Lettland. Ursprünglich wurde er um 1750 von Konstantīns Ludvigs Plāters nahe den Ruinen der Kraslava-Ordensburg errichtet. Fertiggestellt wurde der Palast 1791 von seinem Sohn Augusts Hiacints Plāters. Das im Barockstil errichtete Gebäude wurde 1824 im klassizistischen Stil umgebaut. Zum Gut gehören mehrere Nebengebäude wie das Haus des Verwalters und des Gärtners, Stallungen, ein Orangeriegebäude sowie ein 22 Hektar großer Landschaftspark mit Blick auf das Daugava-Tal. Über mehr als zwei Jahrhunderte gehörte der Palast der Adelsfamilie Plater. Nach Plünderungen und Schäden in der revolutionären Zeit 1917-1919 wurde der Palast verstaatlicht und als Schule genutzt. In den letzten Jahrzehnten haben Restaurierungsarbeiten originale Wandmalereien freigelegt und den historischen Park wiederbelebt; Teile des Palastes beherbergen heute das Kraslava History and Art Museum sowie ein Zentrum für Handwerk. Das Palastensemble bietet Besuchern eine abwechslungsreiche historische Erfahrung – mit Architektur, Kunst und Natur in einer malerischen Lage direkt am Fluss.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Kraslava-Palastes ist Ende Frühjahr bis Anfang Herbst, wenn der Barockpark in voller Blüte steht und die Wege zum Spazieren gut zugänglich sind. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und eine geführte Tour einzuplanen, um die Geschichte und Architektur des Palastes besonders intensiv zu erleben. Tickets können oft vor Ort gekauft werden, dennoch lohnt es sich, nach möglichen Ermäßigungen oder Kombitickets mit anderen Attraktionen in Kraslava zu schauen. Das nahegelegene Zentrum für Handwerk veranstaltet Events und Workshops und bietet so ein besonderes kulturelles Erlebnis.

Interessante Fakten

  • Der Palast wurde nahe den Ruinen einer Burg des Livländischen Ordens aus dem 13. Jahrhundert errichtet und knüpft damit an die mittelalterliche Geschichte an.
  • Ursprüngliche Wandmalereien aus der frühen Phase des Palastes wurden 1984 während der Restaurierung entdeckt.
  • Der 22 Hektar große Park in der Umgebung wurde auf Grundlage des klassizistischen Designs von 1824 wiederhergestellt – mit Terrassen und einem Teich.
  • Nach der Verstaatlichung diente der Palast als Turnhalle und später als Berufsschule – Bildung wurde so in seine Geschichte integriert.
  • Das Handwerkszentrum in den ehemaligen Stallungen bietet kulturelle Veranstaltungen und Workshops und hält lokale Handwerkstraditionen lebendig.

Geschichte

1729

Das Gut Kraslava wurde 1729 von der Familie Plater erworben und markierte den Beginn ihrer zweihundertjährigen Besitzzeit.

1750

Der Bau des heutigen barocken Palastes begann etwa 1750 in der Nähe der Ruinen einer mittelalterlichen Ordensburg des Livländischen Ordens.

1791

Der Palast wurde 1791 fertiggestellt und 1824 im klassizistischen Stil umgebaut.

1917

Nach den Umwälzungen der revolutionären Zeit 1917-1919 wurde der Palast geplündert und beschädigt.

1923

1923 wurde er verstaatlicht und in eine Schule umgewandelt.

Restaurierungsmaßnahmen im späten 20.

und frühen 21.

Jahrhundert haben sowohl den Palast als auch den Park bewahrt, die heute kulturellen und Bildungszwecken dienen.

Ortsführer

1
Haupthaus des Palastes1791
Jan Valentijs Didreištēns / Antonio Paracca (zugeschrieben)

Das zweistöckige barocke Herrenhaus mit Mansarddach wurde 1791 fertiggestellt. Es zeigt architektonische Elemente, die möglicherweise von Jan Valentijs Didreištēns entworfen wurden oder in Zusammenarbeit mit dem Architekten Antonio Paracca entstanden sind. Im Inneren können Besucher restaurierte Wandmalereien und Details aus der jeweiligen Epoche sehen, die das Erbe der adligen Familie Plater widerspiegeln.

2
Landschaftspark18. Jahrhundert (restauriert 2011)

Ein 22 Hektar großer Park im Barockstil an den Hängen des Daugava-Tals mit Teichen, Terrassen und Spazierwegen. Der Park wurde 2011 restauriert, um sein historisches Design von 1824 wieder widerzuspiegeln – einschließlich der Reinigung der Teiche und der Rekonstruktion von Treppen an ihren ursprünglichen Standorten.

3
Nebengebäude des Guts18. bis 19. Jahrhundert

Das Gutskomplex umfasst die Häuser des Verwalters und des Gärtners, die Stallungen, die Orangerie, Eiskeller und die Remisen. Die ehemaligen Stallungen wurden renoviert, um das „Crafts House“ aufzunehmen – einen kulturellen Ort für Workshops und Veranstaltungen, die lokale Handwerkstraditionen feiern.

Kontakt

Telefon: 65 623 586