Nationalmuseum für Geschichte und Kunst

Nationalmuseum für Geschichte und Kunst

Luxembourg

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Das National Museum of Archaeology, History and Art (MNAHA) in der Stadt Luxemburg ist eine führende Kultureinrichtung, die das historische und künstlerische Erbe Luxemburgs bewahrt und ausstellt. Es betreibt drei Museumsstandorte – darunter das Nationalmusée um Fëschmaart im historischen Viertel rund um den Fishmarket. Dort sind Funde aus allen Epochen der Luxemburger Geschichte zu sehen. Außerdem unterhält das Museum das Musée Dräi Eechelen und die Réimervilla Echternach. Ergänzt wird das Ganze durch zwei Forschungszentren, die sich der Dokumentation von Festungsanlagen sowie Kunstarchiven widmen. Das Museum entstand zunächst durch Initiativen in der Mitte des 19. Jahrhunderts, um Luxemburger Denkmäler und Altertümer zu bewahren. Seine Sammlung ist seither deutlich gewachsen – sogar mit Herausforderungen wie dem Zweiten Weltkrieg, als es vorübergehend unter der Kontrolle der nationalsozialistischen Behörden stand. Einen großen Ausbau erfuhr das Museum mit einem neuen Gebäude, das 2002 eröffnet wurde und von Christian Bauer et Associés entworfen ist. So wurden die Möglichkeiten für Ausstellungen erheblich erweitert. Die vielfältigen Bestände reichen von archäologischen Funden und historischen Artefakten bis hin zu bildender Kunst und zeigen damit die kulturelle Entwicklung Luxemburgs. Damit ist das Museum ein zentraler Anlaufpunkt, um die Identität und das Erbe des Landes zu verstehen.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch zwischen 10:00 und 18:00 Uhr ein, wenn das Museum geöffnet ist. Schauen Sie am besten auf der offiziellen Website nach den aktuellen Ausstellungen und geführten Touren. Tickets lassen sich oft im Voraus kaufen, um Warteschlangen zu vermeiden. Ermäßigungen können für Studierende, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Wer unter der Woche oder außerhalb der Hauptreisezeiten kommt, erlebt das Museum meist deutlich ruhiger.

Interessante Fakten

  • Das Museum betreibt drei verschiedene Museumsstandorte und zwei Forschungszentren und unterstreicht damit seine weitreichende Rolle beim Erhalt des Luxemburger Kulturerbes.
  • Während der nationalsozialistischen Besatzung (1940-1945) beschaffte das Museum etwa 3.500 volkskundliche Objekte, um die Propaganda für die deutsche Kultur zu unterstützen.
  • Das neue Museumsgebäude, das 2002 eröffnet wurde, wurde von der Architekturfirma Christian Bauer et Associés entworfen.
  • Die Ursprünge des Museums hängen mit der Archäologischen Gesellschaft aus dem 19. Jahrhundert zusammen – ein frühes Zeichen dafür, wie sich Luxemburg darum bemühte, die eigene nationale Geschichte zu bewahren.

Geschichte

1839

Die Idee eines Nationalmuseums in Luxemburg geht auf die Zeit der Französischen Revolutionskriege zurück, wurde jedoch erst nach der 1839 bestätigten Unabhängigkeit Luxemburgs umgesetzt.

1845

1845 wurde die Archäologische Gesellschaft gegründet, um historische Denkmäler und Sammlungen zu bewahren.

1868

Das Royal-Grand Ducal Institute übernahm später 1868 die Verantwortung für die archäologische Konservierung.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Sammlungen des Museums gesichert, und das Gebäude wurde vom Roten Kreuz sowie von den Besatzungskräften genutzt.

Nach dem Krieg öffnete das Museum wieder und wurde weiter ausgebaut.

1988

1988 erfolgte schließlich die Aufteilung in ein separates Museum für Geschichte/Kunst und ein Museum für Naturgeschichte.

2002

Das heutige Museumsgebäude wurde 2002 erweitert und modernisiert, um die wachsenden Sammlungen noch besser zu präsentieren.

Ortsführer

1
Nationalmusée um Fëschmaart

Das in der historischen Gegend rund um den Fishmarket gelegene Museum zeigt Kunstwerke und Artefakte aus allen Epochen der Luxemburger Geschichte und bildet damit das Herzstück der Ausstellungsflächen des Museums.

2
Musée Dräi Eechelen

Ein vom Institut betreuter Museumsstandort mit Fokus auf die Geschichte und Befestigungen Luxemburgs – untergebracht in einem historischen Befestigungsbauwerk.

3
Réimervilla Echternach

Ein weiterer Museumsstandort unter der Leitung des Nationalmuseums, in Echternach gelegen, mit kulturellen und historischen Ausstellungen, die mit der Region verbunden sind.

Kontakt

Telefon: 47 93 30 1