
Skulpturenpark Klaipėda
Klaipėdos apskritis
Der Skulpturenpark Klaipėda, auch bekannt als Martynas Mažvydas Skulpturenpark, ist ein bedeutendes kulturelles Wahrzeichen im Herzen von Klaipėda (Litauen). Mit einer Fläche von 10 Hektar erstreckt sich der parkförmig angelegte L-förmige Bereich über 116 moderne Skulpturen, die von 61 litauischen Künstlern zwischen 1977 und 1991 geschaffen wurden – darunter 10 Preisträger des Nationalen Kultur- und Kunstpreises. Der Park wurde auf dem Gelände des alten Stadtfriedhofs angelegt, der seit 1820 in Nutzung war und ungefähr 40.000 Bestattungen beherbergte. Die Umwandlung vom Friedhof zu einem Kunstpark spiegelt die wechselvolle Geschichte und die kulturelle Entwicklung von Klaipėda wider. Der Park dient als Open-Air-Galerie für moderne litauische Skulptur und zeigt bedeutende künstlerische Strömungen des späten 20. Jahrhunderts. Im Norden grenzt er an wichtige städtische Sehenswürdigkeiten wie den Bus- und den Bahnhof von Klaipėda, im Süden an die Pranas Domšaitis Kunstgalerie. Betreut wird der Park von der Stadtverwaltung Klaipėda (Klaipėda City Municipality); für die Ausstellungen der Skulpturen ist das Kleine-Litauen-Geschichtsmuseum (Small Lithuania History Museum) zuständig. Seit 1986 als Naturdenkmal von lokaler Bedeutung anerkannt, bietet der Park Besuchern eine besondere Mischung aus Kunst, Geschichte und urbanem Grün – und ist damit ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Panoramas von Klaipėda.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Skulpturenpark Klaipėda sind die wärmeren Monate, wenn die Skulpturen im Freien bei natürlichem Licht und angenehmem Wetter besonders gut zur Geltung kommen. Wer mag, sollte auch nahegelegene Attraktionen wie die Pranas Domšaitis Kunstgalerie und die Kultureinrichtung/Arts Faculty der Universität Klaipėda einplanen – erreichbar über den Weg entlang der Mažvydo-Allee. Der Eintritt in den Park ist zwar frei, doch eine Buchung von geführten Touren oder das Prüfen besonderer Veranstaltungen über das Small Lithuania History Museum kann die Erfahrung bereichern. Für Studierende und Seniorinnen/Senioren sind unter Umständen Ermäßigungen verfügbar – am besten vor Ort nachfragen. Wer früh am Tag kommt, kann vor allem am Wochenende helfen, Menschenmengen zu vermeiden.
Interessante Fakten
- •Der Park umfasst 116 moderne Skulpturen, geschaffen von 61 litauischen Künstlern zwischen 1977 und 1991.
- •Zehn Bildhauer, deren Werke im Park zu sehen sind, erhielten später den Nationalen Kultur- und Kunstpreis.
- •Der Park wurde auf dem Gelände des alten Stadtfriedhofs von Klaipėda eingerichtet, der von 1820 bis Mitte des 20. Jahrhunderts etwa 40.000 Bestattungen beherbergte.
- •1986 wurde der Park zum Naturdenkmal von lokaler Bedeutung erklärt.
- •Die Umwandlung des Friedhofs in einen Skulpturenpark spiegelt die historischen Umbrüche Klaipėdas wider – insbesondere die sowjetischen Einflüsse nach dem Zweiten Weltkrieg.
Geschichte
Der Ort des Skulpturenparks Klaipėda war ursprünglich der wichtigste Friedhof der Stadt – von 1820 bis 1959 –, bekannt als Memel Städtischer Friedhof, auf dem über zwei Jahrhunderte etwa 40.000 Menschen beigesetzt wurden.
Der Friedhof verfiel und wurde ab dem späten 19.
Jahrhundert teilweise überbaut.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die sowjetischen Behörden damit, den Friedhof abzubauen, entfernten deutsche Inschriften und machten Materialien anderweitig nutzbar.
1975 entschied die Stadt, den Friedhof in einen Skulpturenpark umzuwandeln; offiziell wurde er 1977 eingerichtet.
Zwischen 1977 und 1991 wurden in Smiltynė Granit-Skulpturen-Symposien abgehalten, und viele der entstandenen Werke wurden im Park aufgestellt.
So wurde der Park zu einer bedeutenden Open-Air-Galerie, die die Trends der litauischen Skulptur des späten 20.
Jahrhunderts widerspiegelt.
Ortsführer
Hauptskulpturen-Sammlung1977–1991
Diese Sammlung zeigt 116 moderne Skulpturen, geschaffen von 61 litauischen Künstlern in den Jahren 1977 bis 1991. Sie präsentiert eine Vielfalt an Stilrichtungen und künstlerischen Ansätzen und bildet damit die Trends der litauischen Skulptur des späten 20. Jahrhunderts ab.
Parklandschaft und Grundriss
Der Park ist auf über 10 Hektar in einer L-Form angelegt und verbindet Grünflächen sowie Wegeführungen, die Besucher durch die Open-Air-Skulpturengalerie leiten – Kunst und Natur gehen dabei harmonisch ineinander über.