
Pažaislis-Kloster
Kauno apskritis
Das Pažaislis-Kloster, in der Region Kaunas in Litauen gelegen, gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele für ausgereifte Barockarchitektur in Nord- und Osteuropa. Das Kloster wurde Mitte des 17. Jahrhunderts vom litauischen Kanzler Kristupas Žygimantas Pacas gegründet. Die Klosteranlage zeichnet sich durch ein einzigartiges architektonisches Konzept aus – darunter ein seltener Grundriss in Hexagonform sowie eine innovative, konkave Fassade. Entworfen wurde das Ensemble vom italienischen Architekten Giovanni Battista Frediani; ausgeschmückt wurde es mit Skulpturen lombardischer Künstler und Fresken des florentinischen Malers Michelangelo Palloni. Das Kloster war ein geistiges Zentrum für die Camaldolese-Mönche und weist eine bewegte Kulturgeschichte auf – unter anderem mit Phasen der Schließung und Umnutzung im 19. und 20. Jahrhundert. Heute ist es weiterhin ein aktives Kloster, das von den Schwestern des St. Casimir unterhalten wird, und es bietet kulturelle Veranstaltungen wie Musikfestivals und religiöse Feiern. Die Umgebung umfasst einen Park, einen Strand, einen Yachtclub und ein Besucherzentrum – damit ist es ein vielseitiges Ziel, das spirituelles Erbe, Kunst und Natur miteinander verbindet.
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Tipp: Besucher sollten ihre Tour dienstags bis freitags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr einplanen oder samstags von 10:00 bis 15:30 Uhr. Montags ist es ruhig – ohne Besucherbetrieb. Es empfiehlt sich, während der Osterwoche (1.–6. April) nach besonderen Schließungen zu schauen, wenn das Kloster für Exerzitien geschlossen ist. In Festivalzeiten wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen. Für bestimmte Gruppen gibt es Ermäßigungen; Details finden Sie auf der offiziellen Website.
Interessante Fakten
- •Das Pažaislis-Kloster gilt als eines der schönsten Beispiele für ausgereifte Barockarchitektur in Nord- und Osteuropa.
- •Die Kirche hat einen seltenen Grundriss in Hexagonform und eine konkave Fassade – das ist das erste derartige Konzept in der europäischen Architektur.
- •Das Kloster wurde vom italienischen Architekten Giovanni Battista Frediani entworfen und von lombardischen Bildhauern sowie dem florentinischen Maler Michelangelo Palloni dekoriert.
- •1664 schenkte der litauische Kanzler Kristupas Žygimantas Pacas den Besitz den Camaldolese-Mönchen.
- •Das Kloster wurde nach dem Aufstand von 1831 geschlossen und auf Anordnung des Zaren Nikolaus I. an orthodoxe Mönche übergeben.
- •In der Sowjetzeit wurde das Kloster von 1951 bis 1964 als psychiatrisches Krankenhaus genutzt.
- •Die sterblichen Überreste der Stifterfamilie Pacas wurden 2001 ins Kloster zurückgebracht.
Geschichte
Der Besitz Pažaislis wurde erstmals Mitte des 17.
Jahrhunderts erwähnt und 1664 vom Kanzler Kristupas Žygimantas Pacas erworben, der ihn den Camaldolese-Mönchen schenkte.
Mit dem Bau des Klosters begann man bald darauf: Der Grundstein der steinernen Kirche wurde 1667 gelegt.
Die Anlage wurde über mehr als 12 Jahre fertiggestellt – unter Beteiligung bedeutender italienischer Architekten und Künstler.
Nach dem Aufstand von 1831 wurde das Kloster vom Zaren Nikolaus I.
geschlossen und an orthodoxe Mönche übergeben.
Im Jahr 1920 ließen sich die Schwestern des St.
Casimir aus Chicago dort nieder.
In der Sowjetzeit diente der Ort zunächst als psychiatrisches Krankenhaus, bevor er wieder für religiöse Zwecke genutzt wurde.
2001 wurden die sterblichen Überreste der Familie Pacas im Kloster erneut beigesetzt.
Ortsführer
KlosterkircheSpätes 17. Jahrhundert
Die zentrale Kirche ist vor allem wegen ihres einzigartigen Grundrisses in Hexagonform und der konkaven Fassade bemerkenswert. Sie beherbergt prächtige Fresken von Michelangelo Palloni, die religiöse Themen darstellen und darauf ausgelegt sind, zum Gottesdienst zu inspirieren sowie zur spirituellen Einkehr anzuregen.
Klosteranlage1664–1676
Die gesamte Klosteranlage ist ein Meisterwerk der ausgereiften Barockarchitektur: Sie zeichnet sich durch eine symmetrische axiale Komposition und aufwendige skulpturale Verzierungen der Meister aus Lombardei aus. Zum Ensemble gehören die Zellen der Mönche, Gärten sowie ein Parkbereich direkt an das Kaunas-Stausee-Gelände angrenzend.
Gruft der Familie PacasSpätes 17. Jahrhundert
In der Gruft der Kirche gelegen, enthält sie die sterblichen Überreste des Klostergründers Kristupas Žygimantas Pacas sowie seiner Frau Klara Genovefa Izabelė de Maiji Laskaris. Die Gruft steht sinnbildlich für die historische Förderung und das Erbe des Klosters.
Kontakt
Telefon: (0-37) 458868