Don Khon-Bahnbrücke

Don Khon-Bahnbrücke

Champasak

65/10060 min

Die Don Khon-Bahnbrücke war ein zentraler Bestandteil der Bahnstrecke Don Det–Don Khon, einer 7 Kilometer langen Schmalspurbahn für den Transport von Schiffen (Portage), die 1893 während der französischen Kolonialherrschaft in Laos gebaut wurde. Sie verband die Inseln Don Khon und Don Det innerhalb des Archipels Si Phan Don und ermöglichte es, dass Schiffe und Fracht die unpassierbaren Khone-Phapheng-Wasserfälle am Mekong umfahren konnten. Zunächst mit einer provisorischen Gleisstrecke errichtet, wurde die Bahn später dauerhaft ausgebaut und mit einer mit Holz befeuerten Dampflokomotive betrieben, die den Namen Paul Doumer trug. Die Bahn erleichterte den Transport von Passagieren und Waren entlang des Mekongs, bis sie etwa um 1940 stillgelegt wurde. Diese Bahnstrecke war die einzige in Betrieb befindliche Eisenbahn in Laos bis 2009 – die Don Khon-Bahnbrücke ist daher ein einzigartiges Relikt der kolonialen Ingenieurskunst und der regionalen Verkehrsgeschichte. Heute locken die Brücke und die Reste der Bahn Besucher an, die sich für Laoses koloniale Vergangenheit und die Herausforderungen der Schifffahrt auf dem Mekong interessieren.

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Tipp: Besuchen Sie die Gegend in der Trockenzeit, dann ist der Zugang leichter und das Wetter angenehmer. Auch wenn die Bahn nicht mehr in Betrieb ist, lohnt sich die Erkundung der Brücke und der nahegelegenen Inseln für schöne Ausblicke und spannende Einblicke in die Geschichte. Für das Gelände ist kein Voraus-Ticketing nötig, da es offen und frei zugänglich ist. Nehmen Sie Insektenschutz mit, denn in der Gegend gibt es viele Mücken. Geführte Touren zu den Inseln von Si Phan Don können zusätzliches historisches Kontextwissen liefern.

Interessante Fakten

  • Die Bahnstrecke Don Det–Don Khon war bis 2009 die einzige Eisenbahn in Laos.
  • Die verwendete Dampflokomotive trug den Namen Paul Doumer – benannt nach dem Generalgouverneur von Französisch-Indochina.
  • Die Bahnstrecke wurde gebaut, um die Khone-Phapheng-Wasserfälle zu umgehen, den größten Wasserfall Südostasiens.
  • Anfangs war das Bahngleis provisorisch und wurde weiter nach vorn verlegt, während die Züge vorankamen, bevor später ein festes Gleis verlegt wurde.
  • Die Bahnstrecke ermöglichte es, zerlegte Schiffe über Inseln zu transportieren, um die Schifffahrt stromaufwärts fortzusetzen.

Geschichte

1893

Die 1893 vom französischen Kolonialverwaltung errichtete Bahnstrecke Don Det–Don Khon sollte die Khone-Phapheng-Wasserfälle umgehen – eine große Hürde für die Schifffahrt auf dem Mekong.

Zunächst mit provisorischen Gleisen und mit Handarbeit betrieben, setzte man bald eine Dampflokomotive ein, um zerlegte Schiffe und Fracht über die Inseln Don Khon und Don Det zu transportieren.

In den 1910er-Jahren wurde die Strecke bis Don Det verlängert, um die Anbindung zu verbessern.

1940

Sie war bis etwa 1940 in Betrieb, danach wurde sie wegen sich verändernder Transportbedürfnisse und der Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs aufgegeben.

Bis in das frühe 21.

Jahrhundert blieb sie die einzige Eisenbahn in Laos.

Ortsführer

1
Don Khon-Bahnbrücke1893
Französische Kolonialverwaltung

Die historische Brücke, die die Inseln Don Khon und Don Det miteinander verbindet – ein integraler Bestandteil des Schmalspursystems, das gebaut wurde, um die Stromschnellen des Mekongs zu umgehen. Sie steht als Relikt französischer Kolonial-Ingenieurskunst und als Teil der Geschichte der Navigation am Mekong.

2
Replik der Dampflokomotive Paul DoumerLate 1890s
Decauville

Obwohl die ursprüngliche Lokomotive nicht mehr fährt, würdigen Repliken und Ausstellungen die mit Holz befeuerte Dampflokomotive, die nach dem französischen Generalgouverneur Paul Doumer benannt wurde und die Züge auf der Bahnstrecke antrieb.

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