Schloss von Issogne

Schloss von Issogne

Valle d'Aosta

80/10090 min

Das Schloss von Issogne im Aostatal im Nordwesten Italiens ist ein bekanntes Renaissance-Landschloss, das sich durch seine elegante Architektur und seine reiche historische Bedeutung auszeichnet. Ursprünglich ein römischer Villenstandort, entwickelte es sich im Laufe des Mittelalters von einer befestigten bischöflichen Residenz zu einem verfeinerten Fürstenhaus unter der Familie Challant. Das Schloss besitzt eine markante hufeisenförmige Anlage, die einen zentralen Innenhof umschließt. Im Mittelpunkt stehen der berühmte Granatapfelbrunnen sowie ein hell ausgemalter Portikus mit Fresken, die Szenen des späten Mittelalters aus dem Alltag zeigen. Die strenge Außenansicht steht im Kontrast zu den detailreichen Innendekorationen, darunter eine Kapelle und ein italienischer Garten. Über Jahrhunderte beherbergte das Schloss bedeutende Persönlichkeiten wie Kaiser Sigismund von Luxemburg und König Karl VIII. von Frankreich. Nach Phasen des Niedergangs und Streitigkeiten über den Besitz wurde es im 19. Jahrhundert von dem Maler Vittorio Avondo restauriert. Er brachte es zu alter Pracht zurück und schenkte es dem italienischen Staat. Heute bietet das Schloss von Issogne Besuchern einen einzigartigen Einblick in die mittelalterliche alpine Kunst und das Leben des Renaissance-Adels – durch geführte Touren und erhaltene Kunstwerke.

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Tipp: Besucher sollten empfohlenenweise geführte Touren im Voraus buchen, um die Fresken und historischen Innenräume des Schlosses in vollem Umfang zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch ist von April bis September, wenn die Öffnungszeiten verlängert werden. Ermäßigungen können für Gruppen, Senioren und Studierende verfügbar sein. Das Schloss ist am 25. Dezember und am 1. Januar geschlossen und in der Regel montags geschlossen – außer im Juli, August und an Feiertagen. Die Barrierefreiheit wird durch eine klare Beschilderung ab der nahegelegenen Autobahnabfahrt A5 bei Verrès erleichtert.

Interessante Fakten

  • Der berühmte Granatapfelbrunnen des Schlosses steht sinnbildlich für Fruchtbarkeit und Wohlstand und ist ein seltenes Beispiel mittelalterlicher alpiner Kunst.
  • Der freskengeschmückte Portikus zeigt Szenen des alltäglichen Lebens aus dem späten Mittelalter und bietet damit wertvolle Einblicke in die Kultur der Zeit.
  • Kaiser Sigismund von Luxemburg übernachtete 1414 im Schloss, als er auf dem Rückweg nach Deutschland war.
  • König Karl VIII. von Frankreich war 1494 zu Gast im Schloss.
  • Im 19. Jahrhundert wurde das Schloss von Vittorio Avondo restauriert – einem Turiner Maler, der es erwarb und es dem italienischen Staat schenkte.

Geschichte

Der Standort des Schlosses von Issogne reicht zurück bis zu einer römischen Villa aus dem 1.

Jahrhundert v.

1151

Chr., wobei die früheste urkundlich erwähnte Burg in einer päpstlichen Bulle aus dem Jahr 1151 genannt wird.

Zunächst im Besitz des Bischofs von Aosta, wurde es im späten 14.

Jahrhundert durch Ibleto di Challant zu einer fürstlichen Residenz im gotischen Stil umgestaltet.

Das Schloss wechselte durch die Jahrhunderte innerhalb der Familie Challant und erreichte seine Renaissance-Pracht unter Giorgio di Challant im späten 15.

Jahrhundert.

Er vereinigte die Anlage und ergänzte bemerkenswerte Ausstattungen wie den Granatapfelbrunnen und den freskengeschmückten Portikus.

Nach einem Niedergang im 16.

Jahrhundert und komplexen Erbstreitigkeiten verfiel das Schloss, bis es im 19.

Jahrhundert durch Vittorio Avondo restauriert wurde.

Er bewahrte dabei das historische und künstlerische Erbe des Schlosses.

Ortsführer

1
Zentraler Innenhof und Granatapfelbrunnenspätes 15. Jahrhundert
Zuschreibung an Kunsthandwerker unter Giorgio di Challant

Der Innenhof des Schlosses ist um den ikonischen Granatapfelbrunnen angelegt – ein Meisterwerk symbolträchtiger mittelalterlicher Bildhauerkunst, das Fruchtbarkeit und Fülle verkörpert. Umgeben ist er von einem freskengeschmückten Portikus, der die Szenen aus dem täglichen Leben im späten Mittelalter eindrucksvoll wiedergibt. Das Ganze ist ein seltenes Beispiel für alpine mittelalterliche Malerei.

2
Freskengeschmückter Portikusspätes 15. Jahrhundert
Von Giorgio di Challant in Auftrag gegeben

Der Portikus umschließt den Innenhof und ist reich mit mittelalterlichen Fresken verziert, die das tägliche Leben, Feste und gesellschaftliche Gepflogenheiten zeigen. Diese Malereien gehören zu den wenigen erhaltenen Beispielen mittelalterner alpiner Kunst und unterstreichen die kulturelle Bedeutung des Schlosses.

3
Italienischer Gartenspätes 15. bis frühes 16. Jahrhundert
Unter Giorgio di Challant entwickelt

Auf der Südseite des Schlosses gelegen, ist der Italienische Garten von Mauern eingefasst und spiegelt die Grundsätze der Renaissance-Landschaftsgestaltung wider. Er bietet eine ruhige Grünfläche als Kontrast zu dem befestigt wirkenden Erscheinungsbild des Schlosses und ergänzt die insgesamt harmonische Ästhetik der Residenz.

4
Kapelle und Obergeschossespätes 15. bis frühes 16. Jahrhundert
Giorgio di Challant

Die Schlosskapelle und die Obergeschosse wurden während der Renaissance-Renovierungen durch Giorgio di Challant aufgewertet. Zu sehen sind dabei edle architektonische Details und dekorative Elemente, die die religiösen und adligen Aufgaben der Residenz widerspiegeln.

Kontakt

Telefon: 0125 929373