Ortygia

Ortygia

Sicilia

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Ortygia, eine kleine Insel von etwa 1 km², bildet den ältesten Teil der Stadt Syrakus auf Sizilien. Sie gilt als der ursprüngliche Siedlungsort, den korinthische Kolonisten im Jahr 733 v. Chr. gründeten, als sie die einheimischen Sizilier (Sikels) verdrängten. Geologisch gehört die Insel zu den Iblei-Bergen und besitzt eine felsige, stark gegliederte Küste mit einigen sandigen Buchten. Ortygia hat eine tiefe historische und religiöse Bedeutung: Die Insel ist der Göttin Artemis geweiht, verbunden mit der antiken griechischen Mythologie und den entsprechenden Kulten. Zum Landschaftsbild gehört die Süßwasserquelle von Arethusa, die einzigartige Pflanzen wie Cyperus papyrus sowie Süßwasserfauna beherbergt. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Ortygia baulich weiter – besonders nach dem Erdbeben von 1693. Dabei übernahm sie den Barockstil, der heute weite Teile des Erscheinungsbilds prägt. Die Insel bleibt ein lebendiges kulturelles und historisches Zentrum und spiegelt Syrakus’ jahrtausendelanges Erbe als mächtige Metropole im Mittelmeerraum wider – außerdem ist sie UNESCO-Welterbe.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Ortygia ist der Frühling und der frühe Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und die Insel weniger überlaufen ist. Es empfiehlt sich, geführte Walking-Tours im Voraus zu buchen, um die reiche Geschichte und Architektur in vollen Zügen zu erleben. Besucher profitieren außerdem von Kombitickets für Museen und archäologische Stätten in Syrakus. Wenn Sie früh am Morgen oder am späten Nachmittag losgehen, erwartet Sie eine ruhigere Atmosphäre und zudem besseres Licht für Fotografie.

Interessante Fakten

  • Der Name Ortygia leitet sich vom altgriechischen Wort für „Wachtel“ ab und steht in Verbindung mit der Göttin Artemis, die dort verehrt wurde.
  • Die Insel beherbergt die Süßwasserquelle Arethusa – eine der wenigen Süßwasserquellen auf einer Insel im Mittelmeerraum – mit der seltenen Papyrus-Pflanze.
  • Ortygia war der ursprüngliche Anlege- und Siedlungsplatz korinthischer Kolonisten, die Syrakus im Jahr 733 v. Chr. gründeten.
  • Die barocke Architektur der Insel geht größtenteils auf den Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 1693 zurück.
  • Ortygia gehört geologisch zu den Iblei-Bergen und bietet eine felsige Küste mit einigen sandigen Stränden.

Geschichte

Die Geschichte von Ortygia reicht bis in die Jungsteinzeit zurück – durch archäologische Funde ist eine durchgehende Besiedlung nachweisbar.

733

Sie wurde zur Gründungsstätte von Syrakus, als korinthische Siedler unter der Führung von Archias die Stadt 733 v.

Chr.

errichteten und die Sikels verdrängten.

Die Insel wurde Ortigia genannt, was auf Altgriechisch „Wachtel“ bedeutet, und wurde schließlich der Artemis geweiht, der Mondgöttin.

Im Laufe der Zeit wurde Ortygia über einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden und entwickelte sich zum politischen und religiösen Kern von Syrakus.

1693

Die Architektur der Insel wurde in der Spanischen Zeit stark geprägt und nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 im Barockstil wiederaufgebaut – so blieb ihre historische Bedeutung über die Jahrhunderte hinweg erhalten.

Ortsführer

1
Arethusa-Quelle

Eine sagenhafte Süßwasserquelle auf Ortygia, der zufolge ein Geschenk der Göttin Artemis ist. Sie ist von Papyruspflanzen umgeben und beherbergt Süßwasserfische – einzigartig für eine Insel im Mittelmeerraum.

2
Historisches BarockzentrumPost-1693

Das Herz von Ortygia mit prachtvoller barocker Architektur, nach dem Erdbeben von 1693 wiederaufgebaut. Umfasst Paläste, Kirchen und Piazzas, die den spanischen Einfluss widerspiegeln.

3
Antiker griechischer Siedlungsort8. Jahrhundert v. Chr.
Korinthische Kolonisten unter der Führung von Archias

Der ursprüngliche Landeplatz korinthischer Kolonisten im Jahr 733 v. Chr. – ein Meilenstein für die Gründung von Syrakus. Archäologische Überreste belegen eine durchgehende Besiedlung seit der Jungsteinzeit.