Hraunfossar

Hraunfossar

Vesturland

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Hraunfossar ist ein einzigartiges Naturphänomen in der Region Borgarfjörður im Westen Islands. Diese Wasserfälle bestehen aus zahlreichen Rinnsalen, die über eine Strecke von etwa 900 Metern aus dem Lavagebiet Hallmundarhraun strömen, das durch Vulkanausbrüche unterhalb des Gletschers Langjökull entstanden ist. Das Wasser tritt aus dem porösen Lavagestein aus und ergießt sich in den Fluss Hvítá von Felsvorsprüngen aus weniger porösem Gestein, wodurch eine faszinierende Kaskade entsteht. Der Name „Hraunfossar“ bedeutet auf Isländisch wörtlich „Lavawasserfälle“ und spiegelt die ungewöhnliche Entstehung des Wasserflusses durch vulkanisches Gestein wider. Die Wasserfälle liegen in der Nähe der beliebten Touristengebiete Húsafell und Reykholt, wobei die nahe gelegene Lavahöhle Víðgelmir das geologische Interesse der Region noch verstärkt. Der Wasserfluss bleibt das ganze Jahr über konstant und wird durch Niederschläge sowie Grundwasser gespeist, das durch die Lava sickert. Im Durchschnitt beträgt die Schüttung etwa 5 Kubikmeter pro Sekunde, und die Wassertemperaturen liegen bei rund 3,5 °C. Die Nähe des Barnafoss, eines weiteren bemerkenswerten Wasserfalls mit einer tragischen lokalen Sage, erhöht die kulturelle und natürliche Bedeutung des Gebiets. Die Landschaft rund um Hraunfossar ist von felsigen Ausläufern und üppiger Vegetation geprägt und bietet Besuchern malerische Ausblicke sowie eine ruhige Atmosphäre.

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Tipp: Die beste Zeit, um Hraunfossar zu besuchen, sind die Sommermonate, wenn das Wetter milder ist und die Tageslichtstunden lang sind – so bleibt mehr Zeit zum Erkunden und Fotografieren. Aufgrund des unebenen Geländes rund um die Wasserfälle wird festes Schuhwerk empfohlen. Außerdem lohnt es sich, die örtlichen Bedingungen zu prüfen und Tickets oder Pässe für nahe Attraktionen wie Húsafell im Voraus zu erwerben, insbesondere in der Hauptsaison. Für Hraunfossar selbst gibt es zwar kein spezielles Ticket, aber die Kombination mit anderen lokalen Natursehenswürdigkeiten wie Barnafoss oder der Lavahöhle Víðgelmir kann das Erlebnis bereichern. Ermäßigungen können für Gruppen oder über Tourist Cards verfügbar sein. Vor Ort gibt es Parkmöglichkeiten und Gehwege, dennoch sollten Besucher Wasser mitbringen und sich dem Wetter entsprechend kleiden.

Interessante Fakten

  • Hraunfossar besteht aus zahlreichen kleinen Wasserfällen, die aus dem Untergrund eines Lavafelds hervorbrechen und über eine Strecke von etwa 900 Metern fließen.
  • Die Wasserfälle ergießen sich in den Fluss Hvítá von Vorsprüngen aus weniger porösem Gestein im Lavagebiet Hallmundarhraun.
  • Der Name „Hraunfossar“ bedeutet auf Isländisch „Lavawasserfälle“ und verweist auf ihre einzigartige geologische Entstehung.
  • Der durchschnittliche Wasserfluss liegt bei etwa 5 Kubikmetern pro Sekunde, die Wassertemperatur beträgt ganzjährig rund 3,5 °C.
  • Der nahe gelegene Wasserfall Barnafoss ist mit einer tragischen lokalen Sage verbunden, in der zwei Kinder von einer natürlichen Brücke über den Fluss stürzten.

Geschichte

Hraunfossar entstand nach Vulkanausbrüchen, die das Lavagebiet Hallmundarhraun schufen, das seinerseits auf vulkanische Aktivität unterhalb des Gletschers Langjökull zurückgeht.

Über Jahrhunderte sickerte Wasser aus Niederschlägen und Grundwasser durch die poröse Lava und trat am Rand des Lavafelds aus, wo es die Wasserfälle formte.

Das Gebiet ist aufgrund seiner eindrucksvollen Naturschönheit und seiner geologischen Bedeutung seit vielen Jahren bekannt und wird besucht.

1987

Im Jahr 1987 wurde die umliegende Region, einschließlich des nahe gelegenen Barnafoss, als Naturreservat unter Schutz gestellt, um die einzigartige Landschaft und ihren ökologischen Wert zu bewahren.

Die Wasserfälle und ihre Umgebung gehören seit langem zur lokalen Überlieferung und ziehen weiterhin Besucher an, die sich für Islands vulkanische und hydrologische Phänomene interessieren.

Ortsführer

1
Hraunfossar Wasserfälle

Die Hauptattraktion: unzählige Rinnsale treten aus dem porösen Lavagebiet Hallmundarhraun hervor und fließen sanft in den Fluss Hvítá – über nahezu 900 Meter hinweg. Der Kontrast zwischen klarem Wasser, das aus dunklem vulkanischem Gestein strömt, schafft eine spektakuläre und zugleich stille Landschaft.

2
Wasserfall Barnafoss

Barnafoss liegt direkt oberhalb von Hraunfossar und ist berühmt für seine starken Stromschnellen sowie die lokale Sage, die zwei Kinder in den Mittelpunkt stellt. Der Wasserfall ist für seine natürliche Felsbrücke bekannt, die nach dem tragischen Unfall zerstört wurde.

3
Lavahöhle Víðgelmir

Die nahe gelegene Lavahöhle, die durch vulkanische Aktivität entstanden ist, Víðgelmir, zählt zu den größten und am besten zugänglichen Lavaröhren in Island. Sie bietet Besuchern einen Einblick in die Prozesse, die die Region geformt haben.