
Hurva-Synagoge
Yerushalayim
Die Hurva-Synagoge im Jerusalemer jüdischen Viertel ist eine bedeutende orthodox-jüdische Synagoge mit einer reichen und bewegten Geschichte. Ursprünglich wurde sie im frühen 18. Jahrhundert von Anhängern des Mystikers Judah HeHasid gegründet. Sie wurde auf den Ruinen einer Synagoge aus dem 15. Jahrhundert errichtet, jedoch 1721 wegen finanzieller Streitigkeiten zerstört. Der Ort blieb über ein Jahrhundert lang eine Ruine und erhielt daher den Namen „Hurva“, was „die Ruine“ bedeutet. 1837 siedelte die aschkenasische jüdische Gemeinde das Gebiet erneut an, und unter osmanischer Genehmigung wurde ab 1864 eine neue, große Synagoge errichtet – entworfen vom Architekten Assad Bey. Offiziell als Beis Yaakov Synagoge bekannt, wurde sie zur Hauptsynagoge der Aschkenasim in Jerusalem. Doch auch sie wurde während des Arabisch–israelischen Kriegs von 1948 erneut zerstört, mitten in heftigen Kämpfen. Nach Jahrzehnten der Debatte wurde die Synagoge in ihrem Stil aus dem 19. Jahrhundert wiederaufgebaut und 2010 erneut geweiht. Heute steht sie als Symbol jüdischer Widerstandskraft da – mit beeindruckender Architektur und als spirituelles sowie kulturelles Zentrum in der Altstadt.
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Tipp: Besucher sollten idealerweise morgens oder am frühen Nachmittag kommen, um ein ruhigeres Erlebnis zu haben und die Stoßzeiten mit Touristen zu vermeiden. Tickets lassen sich oft im Voraus online kaufen, wodurch man möglicherweise anstehen muss. Ermäßigungen gibt es häufig für Senioren, Studierende und Gruppen. Geführte Touren vermitteln wertvollen historischen Kontext und sind empfehlenswert, um den Besuch zu bereichern. Die Synagoge ist zu Fuß im jüdischen Viertel gut erreichbar, und aus Respekt vor den religiösen Gepflogenheiten wird eine schlichte, angemessene Kleidung empfohlen.
Interessante Fakten
- •Der Name „Hurva“ bedeutet „die Ruine“ und verweist damit auf die lange Zeit der Zerstörung und des Verlassenseins der Synagoge.
- •Ausgrabungen an der Stelle förderten Überreste aus vier großen Siedlungsphasen zutage: Erstes Tempelalter, Zweites Tempelalter, Byzantinische Zeit und Osmanenzeit.
- •Die Synagoge wurde von dem osmanischen Architekten Assad Bey entworfen und 1864 fertiggestellt.
- •Während des Arabisch–israelischen Kriegs von 1948 wurde die Synagoge zerstört; Quellen unterscheiden sich darin, ob sie gezielt von Arabern abgerissen wurde oder durch Beschuss der jordanischen Armee.
- •Nach ihrer Zerstörung wurde 1977 ein Gedenkbogen errichtet – und wurde damit zu einem Wahrzeichen des jüdischen Viertels.
- •Die Synagoge wurde in ihrem Entwurf aus dem 19. Jahrhundert wiederaufgebaut und 2010 erneut geweiht – ein bedeutendes Zeichen für die Wiederherstellung jüdischen Kulturerbes in Jerusalem.
Geschichte
Die Hurva-Synagoge wurde erstmals im frühen 18.
Jahrhundert von aschkenasischen Juden unter der Führung von Judah HeHasid gegründet, die in Jerusalem einen spirituellen Mittelpunkt schaffen wollten.
Nach seinem Tod und finanziellen Schwierigkeiten wurde die Synagoge 1721 zerstört und blieb über ein Jahrhundert lang in Trümmern.
1837 siedelte die Perushim-Gemeinschaft den Ort erneut an, und der Bau einer neuen Synagoge begann 1864 unter osmanischer Herrschaft.
Diese Synagoge diente bis zu ihrer Zerstörung im Arabisch–israelischen Krieg von 1948 als wichtigste aschkenasische Stätte des Gebets.
Nach dem Sechstagekrieg 1967 und der israelischen Kontrolle über Ost-Jerusalem wurden die Pläne zum Wiederaufbau zunächst verzögert; erst 1977 wurde nur ein Gedenkbogen errichtet.
Schließlich wurde der Wiederaufbau 2000 genehmigt, was in der erneuten Weihe der Synagoge im Jahr 2010 mündete.
Ortsführer
Haupthalle (Sanctuary)1864
Das Herz der Synagoge mit einer großen Kuppel und traditionellen Elementen der orthodox-jüdischen Architektur, treu nach dem Entwurf des 19. Jahrhunderts restauriert.
Gedenkbogen1977
1977 auf dem Gelände der Synagoge errichtet – in der Zeit vor dem Wiederaufbau – und ein Symbol für die Erinnerung an die ursprüngliche Hurva-Synagoge sowie für die Widerstandskraft der jüdischen Gemeinschaft.
Archäologische Funde unter der Synagoge2003
Bei Ausgrabungen wurden Mikwen (rituelle Tauchbäder) freigelegt, die bis in die Zeit des Ersten und Zweiten Tempels zurückreichen, und so die lang anhaltende religiöse Bedeutung des Ortes sichtbar machen.
Kontakt
Telefon: 02-626-5906