Feuerturm (Veszprém)

Feuerturm (Veszprém)

Veszprém

75/10060 min

Der Feuerturm liegt am südwestlichen Ende der Burg von Veszprém und zählt zu den ältesten sowie bekanntesten Bauwerken der Stadt. Der zylindrische untere Teil geht auf das 13. Jahrhundert zurück, vermutlich entstanden während der Herrschaft von König Béla IV. Der Turm überstand die Besetzung durch die Osmanen und wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Feuerwachturm erhalten, um die Stadt vor verheerenden Bränden zu schützen. Durch ein Erdbeben im Jahr 1810 beschädigt, wurde er zwischen 1811 und 1814 in einem spätere Barockstil wiederaufgebaut – mit einem markanten Balkon, den der Baumeister Henrik Tumler umsetzte. Seitdem ist die äußere Gestalt des Turms weitgehend unverändert geblieben. Vom Balkon aus können Besucher den weitreichenden Blick auf das historische Zentrum von Veszprém genießen. Die Turmuhr schlägt jede Viertelstunde und spielt dabei eine traditionelle ungarische Verbunkos-Melodie, die der lokale Musiker György Csermák komponierte. Historisch gesehen spielte der Turm eine entscheidende Rolle bei der Brandüberwachung – eine wichtige Aufgabe, nicht zuletzt wegen des windigen Klimas von Veszprém. Der Turm ist ein Symbol für das mittelalterliche Erbe der Stadt und ihre Widerstandskraft über Jahrhunderte hinweg, geprägt von Konflikten und Wandel.

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Tipp: Besucher sollten den Feuerturm am besten bei Tageslicht besuchen, um die Panoramablicke über Veszprém in vollem Umfang zu genießen. Der Turm ist über den Bereich der Burg erreichbar; Tickets können oft vor Ort gekauft werden. Es wird jedoch empfohlen, im Voraus die offizielle Website zu prüfen – insbesondere für die Öffnungszeiten und etwaige Sonderveranstaltungen. Gelegentlich bietet der Turm kulturelle Programme an, sodass sich ein Besuch mit festem Zeitpunkt besonders lohnt. Ermäßigungen können für Schüler und Senioren verfügbar sein. Die beste Zeit ist von Anfang Frühling bis Anfang Herbst – für angenehmes Wetter und klare Sicht.

Interessante Fakten

  • Der Feuerturm ist 48 Meter hoch und bietet einen Panoramablick auf das Zentrum von Veszprém.
  • Der untere zylindrische Abschnitt stammt aus dem 13. Jahrhundert und macht ihn zu einem der ältesten Bauwerke in Veszprém.
  • Der Turm überstand die osmanische Besetzung und wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als Feuerwachturm umgenutzt.
  • Die Uhr am Turm spielt alle Stunden eine traditionelle ungarische Verbunkos-Melodie, komponiert von György Csermák.
  • Ursprünglich war oben am Turm das Wappen Ungarns zu sehen; es wurde in der kommunistischen Zeit durch einen roten Stern ersetzt und 1989 wiederhergestellt.

Geschichte

Die Ursprünge des Feuerturms reichen bis ins 13.

Jahrhundert zurück, als er Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlagen von Veszprém war.

Zunächst war es ein massiver Steinturm, der die osmanische Besetzung der Stadt überstand.

1703

1703 ordnete Kaiser Leopold I.

den Abriss der Befestigungen in Ungarn an, doch der Turm wurde verschont, da er eine neue Aufgabe als Feuerwache übernehmen sollte.

1810

Nach schweren Schäden durch das Erdbeben von 1810 wurde er zwischen 1811 und 1814 im späten Barockstil wiederaufgebaut, einschließlich der Ergänzung eines Balkons für den Feuerwächter.

Seitdem dient der Turm durchgehend als Beobachtungspunkt für Brände und hat sich in Ungarns wechselvoller, turbulenter Geschichte immer wieder an die Bedürfnisse der Stadt angepasst.

Ortsführer

1
Unterer zylindrischer Abschnitt13. Jahrhundert

Der mittelalterliche Sockel des Turms, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde, steht für die ursprüngliche Befestigungsanlage, die über Jahrhunderte hinweg – einschließlich der osmanischen Zeit – überdauert hat.

2
Oberer Abschnitt im späten Barock und Balkon1811-1814
Henrik Tumler

Nach dem Erdbeben von 1810 wurde der Abschnitt vom Architekten Henrik Tumler neu errichtet. Er besitzt einen markanten Balkon, der für den Feuerwächter entworfen wurde, um die Stadt zu beobachten.

3
Uhr und musikalische Viertelstundenschläge
György Csermák

Die Turmuhr schlägt jede Viertelstunde und spielt stündlich eine Verbunkos-Tanzmelodie, die der lokale Musiker György Csermák komponierte – das bereichert die kulturelle Atmosphäre von Veszprém.

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