
Majk-Kloster
Komárom-Esztergom
Das Majk-Kloster liegt nahe Oroszlány im Komárom-Esztergom County in Ungarn und ist ein bemerkenswertes barockes religiöses Ensemble, das ursprünglich für den Kamaldulenserorden errichtet wurde. Entworfen von Franz Anton Pilgram und im 18. Jahrhundert von Jakob Fellner vollendet, umfasst das Kloster 17 Einsiedeleien, in denen die Mönche in Stille lebten – jede Einsiedelei wurde von Adelsfamilien gestiftet, deren Wappen auch heute noch an den Gebäuden sichtbar sind. Zum Komplex gehören der erhaltene Glockenturm – der einzige überlebende Teil der ursprünglichen Kirche – sowie ein Hauptgebäude, das nach der Auflösung des Ordens im Jahr 1782 von der Familie Esterházy in eine barocke Jagdhütte umgewandelt wurde. Über Jahrhunderte diente der Ort unterschiedlichen Zwecken, darunter als Militärkrankenhaus während beider Weltkriege und als gesellschaftlicher Rückzugsort für den Adel. Nach dem Ende des Kommunismus hat eine umfangreiche Restaurierung Majk in seine Pracht aus dem 18. Jahrhundert zurückversetzt. Heute funktioniert das Kloster als Museum: Besucher können die Einsiedeleien, das Hauptgebäude mit seiner Kapelle erkunden und den Glockenturm besteigen, um einen Panoramablick zu genießen. Die ruhige Atmosphäre des Klosters und seine reiche Geschichte bieten einen einzigartigen Einblick in Klosterleben und barocke Architektur im Herzen Mitteleuropas.
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Tipp: Besuchen Sie das Majk-Kloster im Frühling oder im frühen Herbst, um angenehmes Wetter und eine besonders friedliche Umgebung zu genießen. Wenn möglich, Tickets im Voraus kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Nutzen Sie geführte Touren und interaktive digitale Guides für einen tieferen Einblick in das stille Leben der Mönche. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Das Café vor Ort ist nach den Führungen geöffnet und bietet einen entspannten Ort, um den Besuch Revue passieren zu lassen.
Interessante Fakten
- •Jede Einsiedelei wurde von einer Adelsfamilie gestiftet; deren Wappen schmücken die Gebäude noch immer.
- •Der Glockenturm ist der einzige erhaltene Teil der ursprünglichen Kirche, der nach einer teilweisen Demolierung bewahrt wurde.
- •Majk diente während des Ersten und Zweiten Weltkriegs als Militärkrankenhaus.
- •Die kamaldolensischen Mönche legten Gelübde der Stille ab und kommunizierten nur während einer kurzen Zeit jährlich.
- •Während des Zweiten Weltkriegs nutzten deutsche Truppen den Glockenturm als Beobachtungsposten, um die Truppenbewegungen der Sowjets zu überwachen.
- •Die Familie Esterházy machte Majk in der Zwischenkriegszeit zu ihrem wichtigsten Wohnsitz und veranstaltete dort illustre Treffen.
Geschichte
1733 schenkte Graf József Esterházy das Land für das Kamaldulenserkloster.
Es wurde zwischen 1733 und 1770 erbaut, unter der Planung durch Franz Anton Pilgram und Jakob Fellner.
Das Kloster beherbergte Mönche, die in 17 getrennten Einsiedeleien lebten, und legten Gelübde der Stille ab, bis Kaiser Joseph II.
den Orden 1782 auflöste.
Die Familie Esterházy machte das Areal im 19.
Jahrhundert zu einer Jagdhütte sowie zu einem aristokratischen Erholungsort.
Das Kloster wurde in beiden Weltkriegen beschädigt, diente als Militärkrankenhaus und erlitt zudem Plünderungen und Zerstörungen.
Unter kommunistischer Herrschaft wurden die Einsiedeleien zu staatseigenen Wohnungen.
Die Restaurierungsarbeiten begannen nach 1990 und machten aus dem Kloster wieder ein kulturelles und religiöses Museum.
Ortsführer
Einsiedeleien (Mönchszellen)18. Jahrhundert
Siebenzehn kleine, voneinander getrennte Häuser, in denen die kamaldolensischen Mönche in Stille lebten – jede Einsiedelei wurde jeweils einzigartig von Adelsfamilien gestiftet. Besucher können diese Einsiedeleien erkunden, um den asketischen Lebensstil der Mönche zu verstehen und die Wappen der Stifter zu sehen.
GlockenturmVollendet 1770
Der einzige erhaltene Teil der ursprünglichen Klosterkirche blieb nach dem teilweisen Abriss des restlichen Baus bewahrt. Besucher können den Turm besteigen und einen Panoramablick auf die umliegende Landschaft genießen.
Hauptgebäude (Ehemaliges Verwaltungsgebäude und Jagdhütte)18. Jahrhundert (Kloster), 19. Jahrhundert (Umwandlung zur Jagdhütte)
Ursprünglich das Verwaltungszentrum des Klosters, später von der Familie Esterházy in eine barocke Jagdhütte umgewandelt. Heute beherbergt es Ausstellungen zur Geschichte des Klosters und umfasst eine kleine Kapelle.
Kontakt
Telefon: 06 70 682 7386