Basilika von Eger

Basilika von Eger

Heves

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Die Basilika von Eger, offiziell benannt als Kathedralbasilika des Hl. Johannes des Apostels und Evangelisten, des Hl. Michael (Erzengel) sowie der Unbefleckten Empfängnis, gehört zu den größten Kirchen Ungarns. Sie wurde zwischen 1831 und 1836 nach den Plänen des Architekten József Hild errichtet und ist ein beeindruckendes Beispiel für klassizistische Architektur. Die Basilika besitzt zwei mächtige, 55 Meter hohe Türme sowie eine Kuppel, die sich 37 Meter hoch erhebt – damit ist sie das zweithöchste Gebäude in Eger und das dritthöchste im Komitat Heves. Sie liegt prominent auf dem Pyrker-Platz, begrenzt von der Törvényház-Straße und dem Eszterházy-Platz. Der Ort ist seit dem Mittelalter ein religiöses Zentrum: Zunächst gab es hier eine Kirche, die während der osmanischen Herrschaft in eine Moschee umgewandelt wurde; später wurde sie in den 1820er-Jahren abgerissen, um Platz für die heutige Basilika zu schaffen. Die Innenausstattung – darunter Altäre, Fresken und die Marmorpredigtkanzel – wurde über mehr als ein Jahrhundert hinweg ausgeführt und in den 1950er-Jahren abgeschlossen. Die Fassade wird durch einen prächtigen, von Säulen getragenen Portikus betont: 17 Meter hohe korinthische Säulen tragen ein mit drei allegorischen Statuen geschmücktes Giebelfeld. Die Treppenanlage zum Eingang wird flankiert von Statuen des Heiligen Stephan, des Heiligen Ladislaus sowie der Apostel Petrus und Paulus. Die Basilika beherbergt vier Glocken, darunter die drittgrößte Glocke Ungarns: die Michaelsglocke, die über sechs Tonnen wiegt. Die Kirche ist bis heute ein aktiver religiöser Ort mit regelmäßigen Messen und besonderen Zeremonien. In Eger ist sie zudem ein bedeutendes Kultur- und Architekturdenkmal und zieht jährlich zahlreiche Besucher an.

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Tipp: Besucher sollten sich vornehmen, die Basilika zwischen 8:00 und 18:00 Uhr zu besichtigen und Zeiten von Gottesdiensten zu meiden, wenn die Kirche für Touristen geschlossen ist. Gruppenbesuche erfordern eine vorherige Anmeldung über das Besucherzentrum oder telefonisch. In der Frühlings- und Osterzeit finden spezielle Zeremonien des Erzbistums statt, die den Zugang beeinflussen können. Die Basilika ist auch für Besucher mit Behinderungen zugänglich. Der Kauf von Tickets oder die Organisation von geführten Touren im Voraus wird empfohlen, um Wartezeiten zu vermeiden. Audioguides oder geführte Touren können das Besuchserlebnis bereichern, indem sie die Geschichte und die Kunst des Bauwerks erklären.

Interessante Fakten

  • Die Basilika von Eger ist die zweitgrößte Kirche Ungarns und das dritthöchste Gebäude im Komitat Heves.
  • Die beiden Türme erreichen eine Höhe von 55 Metern und dominieren so die Skyline von Eger.
  • Die Kuppel der Basilika ist 37 Meter hoch.
  • Die größte Glocke, St. Michael, wiegt über 6 Tonnen und ist die drittgrößte Glocke Ungarns.
  • Die Basilika wurde von József Hild entworfen, einem führenden Architekten des ungarischen Klassizismus.
  • Die Innenfresken wurden noch bis in das Jahr 1950 hinein fertiggestellt – also über ein Jahrhundert nach Baubeginn.
  • Der Ort war zuvor Sitz einer mittelalterlichen Kirche, die während der osmanischen Herrschaft als Moschee diente.

Geschichte

Der Standort der Basilika von Eger ist seit dem Mittelalter ein religiöses Zentrum.

Ursprünglich befand sich dort eine Kirche, die während der osmanischen Besatzung in eine Moschee umgewandelt wurde.

Diese frühere Bausubstanz wurde in den 1820er-Jahren abgerissen.

1831

Die heutige Basilika wurde von 1831 bis 1836 nach den Entwürfen von József Hild, einem bedeutenden ungarischen Architekten, errichtet.

Die Bauarbeiten wurden von Erzbischof László János Pyrker initiiert, der eine würdige Bischofskathedrale errichten wollte, um die bescheidene frühere Kirche zu ersetzen.

Die Innenausstattung und künstlerischen Arbeiten dauerten über ein Jahrhundert an; die abschließenden Fresken wurden in den 1950er-Jahren fertiggestellt.

2001

Auch die Glocken der Basilika haben historischen Wert: Die größte Glocke wurde 2001 gegossen und ersetzte eine, die im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt worden war.

Ortsführer

1
Hauptportikus und Fassade1831-1836
József Hild

Der prächtige Eingang ist von einem säulengestützten Portikus geprägt, dessen korinthische Säulen 17 Meter hoch sind und ein Giebelfeld tragen, das mit drei allegorischen Statuen geschmückt ist. Die Fassade umfasst zahlreiche Reliefs und Skulpturen, die religiöse und nationale Persönlichkeiten darstellen.

2
Doppel-Türme1831-1836
József Hild

Die beiden Türme der Basilika ragen 55 Meter hoch. Im Nordturm befindet sich die größte Glocke, St. Michael, während der Südturm drei kleinere Glocken beherbergt. Diese Türme sind wichtige Wahrzeichen, die in der ganzen Stadt sichtbar sind.

3
Innenfresken und Altäre1836-1950

Zur Innenausstattung gehören 24 Reliefs an den Außenwänden, eine 1910 fertiggestellte Marmorpredigtkanzel sowie Deckenfresken, die 1950 finalisiert wurden. Der Hauptaltar zeigt ein Ölgemälde mit der Darstellung des Hl. Johannes des Apostels.

4
Statuen an der Eingangstreppe19. Jahrhundert
Marco Casagrande (Bildhauer)

An der Basis der Treppe zum Haupteingang stehen vier Statuen: der Heilige Stephan, der Heilige Ladislaus, der Apostel Petrus und der Apostel Paulus. Diese Figuren stehen für bedeutende ungarische Heilige und christliche Apostel.

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