Szeged National Theater

Szeged National Theater

Csongrád

75/10090 min

Das Nationaltheater von Szeged, eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Ungarns, wurde ursprünglich 1883 vom berühmten Architekturbüro Ferdinand Fellner und Hermann Helmer in einem vielseitigen neu-barocken Stil errichtet. Es entstand, um der wachsenden Nachfrage nach Theateraufführungen in Szeged gerecht zu werden, nachdem es gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einem deutlichen Bevölkerungsanstieg gekommen war. Das Theater wurde bei Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph I. eingeweiht, brannte jedoch 1885 tragischerweise vollständig nieder. Schon 1886 wurde es rasch wiederaufgebaut und mit verbesserten Brandschutzmaßnahmen sowie zusätzlichen künstlerischen Verfeinerungen erneut eröffnet. Im Inneren finden sich Deckengestaltungen der renommierten Maler Hermann Kern und Armin Kern – mit Motiven, die Musik, Tanz und Tragik feiern. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das Haus mehrfach renoviert, besonders zwischen 1978 und 1986: Dabei blieb die historische Pracht erhalten, während es zugleich an moderne Anforderungen angepasst wurde. Zum Ensemble gehört auch das kleinere Kisszínház, ein Kammertheater, das 1977 eröffnet und 2005 renoviert wurde. So wurde die Kapazität für unterschiedliche Vorstellungen erweitert. Heute ist das Nationaltheater von Szeged weiterhin ein lebendiger Mittelpunkt der darstellenden Künste: Es zeigt ein abwechslungsreiches Repertoire an Theaterstücken, Balletten und Gastspielen und ist ein sichtbares Zeichen für die kulturelle Tradition und die Widerstandskraft von Szeged.

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Tipp: Besucher sollten den offiziellen Website-Plan für das aktuelle Programm prüfen und vor allem für beliebte Vorstellungen frühzeitig Tickets buchen. Das Theater bietet das ganze Jahr über ein vielfältiges Programm; die besten Besuchszeiten sind während kultureller Festivals und in den Spielzeit-Eröffnungen. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie bei Gruppenbuchungen verfügbar sein. Es empfiehlt sich, früh zu kommen, um die architektonischen Details und die Innenraumkunst in Ruhe zu genießen.

Interessante Fakten

  • Das Theater war ursprünglich mit Kulissen ausgestattet, die aus dem verbrannten Ring Theatre in Wien gerettet wurden.
  • Die Deckengestaltungen wurden von den Wiener Hofmalern Hermann Kern gemalt und später von Armin Kern fortgeführt.
  • Das Theater wurde 1883 von Kaiser Franz Joseph I. eröffnet.
  • Nach dem Brand 1885 wurde es mit einer Stahlkonstruktion für das Dach wieder aufgebaut, die das ursprüngliche Holz ersetzt, um Brandrisiken zu reduzieren.
  • Das kleinere Kammertheater Kisszínház entstand durch die Umwandlung des ehemaligen Hauses des Handwerkervereins.
  • Das Theater gehört zu den Werken der renommierten Architekturfirma Fellner & Helmer, die Ende des 19. Jahrhunderts viele Theater in ganz Europa entwarf.

Geschichte

1883

Das Nationaltheater von Szeged wurde 1883 erbaut, nachdem der Bevölkerungszuwachs in Szeged den Bedarf nach einem festen Theaterhaus ausgelöst hatte.

Es wurde am 14.

1883

Oktober 1883 eröffnet, aber im April 1885 durch einen Brand zerstört.

1886

Das Theater wurde von den ursprünglichen Architekten mit verbessertem Brandschutz wiederaufgebaut und im Oktober 1886 erneut eröffnet.

1945

1945 erhielt es den Titel „National“ und wurde damit das dritte derartige Haus in Ungarn.

1978

Zwischen 1978 und 1986 fand eine große Renovierung statt, bei der die historischen Merkmale wiederhergestellt und die Anlagen modernisiert wurden.

1977

Das kleinere Kammertheater Kisszínház wurde 1977 ergänzt und 2005 erweitert.

Ortsführer

1
Main Auditorium1883
Ferdinand Fellner und Hermann Helmer

Der prächtige Saal besticht durch neu-barocke Details, luxuriöse Rot- und Goldtöne im Innenraum sowie Deckengemälde mit Musen und Allegorien der Tragik, des Tanzes und der Musik. Er bietet eine hervorragende Akustik und Platz für ein großes Publikum.

2
Kisszínház (Chamber Theatre)1977

Das 1977 innerhalb des ehemaligen Hauses des Handwerkervereins eröffnete intime Theater bietet 281 Sitzplätze und zeigt Kammerstücke sowie zeitgenössische Aufführungen. Im Jahr 2005 wurde es renoviert und erweitert, um die Einrichtungen zu verbessern.

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