Anna-Thermalbad

Anna-Thermalbad

Csongrád

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Das Anna-Thermalbad liegt mitten im Zentrum von Szeged in Ungarn und ist ein historisches Thermalbad, das vor allem wegen seines vielseitigen Baustils bekannt ist: Hier treffen neorenaissance- und türkische Einflüsse aufeinander. Das 1896 auf Grundlage der Entwürfe der Wiener Architekten Adolf Láng und Antal Steinhardt errichtete Bad besitzt eine reich verzierte Straßenfassade. Ursprünglich war es mit getrennten Bereichen für Männer und Frauen konzipiert, die jedoch im Betrieb über unterschiedliche Öffnungszeiten gesteuert wurden. Seinen Namen verdankt das Bad dem Anna-Brunnen, der 1927 gebohrt wurde und ein 52 °C warmes Heilwasser liefert, das unter anderem bei Verdauungs- und Schilddrüsenerkrankungen zum Einsatz kommt. Im Laufe der Jahrzehnte erfuhr die Anlage mehrere Renovierungen: Dazu gehören bedeutende bauliche Veränderungen zwischen 1906 und 1909 sowie Modernisierungsmaßnahmen in den 1950er-Jahren. 2004 wurde das Bad vollständig restauriert, um seinen ursprünglichen Stil zu bewahren, zugleich aber klar getrennte Bereiche für therapeutische Anwendungen und moderne Wellness-Angebote zu schaffen. Heute ist das Anna-Thermalbad weiterhin ein Zentrum für Gesundheitsbehandlungen – unter anderem in der Rheumatologie – und bietet Besuchern eine besondere Mischung aus historischer Atmosphäre und wohltuenden Badeerlebnissen.

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Tipp: Besuchen Sie das Bad unter der Woche oder außerhalb der Stoßzeiten, um ein entspannteres Erlebnis zu genießen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu buchen – besonders für therapeutische Behandlungen. Das Bad akzeptiert SZÉP-Karten als Zahlungsmittel, was für ungarische Gäste eine praktische Option ist. Kombinieren Sie Ihren Besuch im Anna-Thermalbad mit einem Spaziergang durch das Stadtzentrum von Szeged – so wird der Ausflug besonders abwechslungsreich.

Interessante Fakten

  • Das Gebäude des Anna-Thermalbads zeigt eine einzigartige Kombination aus neorenaissance- und türkischen Architektur­elementen und spiegelt damit die kulturellen Einflüsse von Szeged wider.
  • Das Heilwasser aus dem Anna-Brunnen, der 1927 gebohrt wurde, hat 52 °C und wird zur Behandlung von Verdauungs- und Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt.
  • Während des Zweiten Weltkriegs wurde im Keller des Bads ein Luftschutzbunker für 50 Personen errichtet.
  • Ursprünglich hieß das Bad „Gőzfürdő“ (Dampfbad) und hat diesen Namen auch umgangssprachlich bei den Einheimischen behalten.
  • Bei der Restaurierung 2004 wurde der Bereich des Heilbads vom neu geschaffenen Wellnessbereich getrennt – Tradition und moderne Anforderungen wurden so ausgewogen miteinander verbunden.

Geschichte

1879

Nach der verheerenden Flut von 1879 in Szeged hatte die Stadt zunächst nur ein schlecht ausgestattetes öffentliches Bad.

Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, beauftragte die Stadt ein neues Bad, das sich an der türkischen Bade­kultur orientierte – angeregt durch eine Studienreise von István Ádok.

Das Anna-Thermalbad entstand auf einem Gelände im Stadtzentrum und wurde am 6.

1896

September 1896 eröffnet.

1906

Während der Bauphase wurden die ursprünglichen Designvorstellungen reduziert, und betriebliche Herausforderungen machten große Renovierungen zwischen 1906 und 1909 erforderlich.

1927

1927 wurde in der Nähe der Anna-Brunnen gebohrt, wodurch Heil- und Thermalwasser ins Bad gelangte; damit stieg der Ruf bis 1938 zu einem anerkannten Heilbad.

In den 1950er-Jahren wurde das Bad modernisiert, unter anderem mit strukturellen Verbesserungen und der Einrichtung von Bereichen für Schlammtherapie.

2004

Die umfassende Restaurierung 2004 bewahrte seine historische Architektur und passte sie zugleich an zeitgemäße Wellness- und medizinische Nutzungen an.

Ortsführer

1
Hauptbadehallen1896
Adolf Láng and Antal Steinhardt

Die zentralen Badebereiche bieten reich verzierte Innenräume mit getrennten Zeiten für Männer und Frauen. So bleibt das ursprüngliche Raumkonzept erhalten – und gleichzeitig ist die Nutzung für heute möglich.

2
Anna-Brunnen1927

Der 1927 nahe dem Bad gebohrte Brunnen liefert 52 °C warmes Thermalwasser mit therapeutischen Eigenschaften für Verdauungs- und Schilddrüsenerkrankungen – ein wesentlicher Bestandteil der Heilbehandlungen des Bads.

3
Bereich für Schlammtherapie1950s

Der Bereich wurde in den 1950er-Jahren eingerichtet, indem frühere Verkaufsräume umgewandelt wurden. Hier gibt es therapeutische Schlammbehandlungen als Teil der Gesundheitsangebote des Bads.

4
Luftschutzbunker1940s

Der während des Zweiten Weltkriegs im Keller des Bads errichtete Schutzraum bot Platz für 50 Personen. Er zeigt damit, welche Rolle das Bad in der Gemeinschaft über die reine Freizeitgestaltung hinaus spielte.

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