
Széchenyi Thermalbad
Budapest
Das Széchenyi Thermalbad im Budapester Stadtpark ist das größte Heilbad Europas. Es wurde 1913 eröffnet und im Neo-Barock-Stil von dem Architekten Győző Czigler entworfen. Es verfügt über Thermalwasser, das von zwei tiefen artesischen Brunnen mit Temperaturen von 74 °C und 77 °C gespeist wird. Das Wasser ist reich an Mineralien wie Sulfat, Calcium, Magnesium, Bicarbonat, Metaborsäure und Fluorid – Stoffe, die zu den ihm zugeschriebenen Heilwirkungen beitragen. Die Anlage umfasst 3 Außen- und 15 Innenbecken mit unterschiedlichen Temperaturen zwischen 18 und 38 °C sowie Saunen und Dampfbäder. Aus privaten, nach Geschlechtern getrennten Bädern hat sich das Bad zu einer modernen Einrichtung entwickelt, die alle Besucher willkommen heißt. Die architektonische Ausgestaltung ist mit Wasser-Motiven wie Meereskreaturen und Muscheln geschmückt und verleiht der Anlage ihre besondere Atmosphäre. Neben dem Baden bietet das Spa verschiedene medizinische Behandlungen und Wellness-Services, darunter klassische Massagen und Thalassotherapie. Zwischen 1999 und 2009 wurde das Bad umfassend renoviert: Der historische Charme blieb erhalten, während die Einrichtungen modernisiert wurden. Das Széchenyi Thermalbad ist weiterhin ein kultureller und sozialer Mittelpunkt – berühmt für seine lebendige Stimmung, unter anderem durch das ikonische Bild von Menschen, die im Thermalwasser Schach spielen.
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Tipp: Besuchen Sie das Széchenyi Thermalbad unter der Woche oder früh am Morgen, um Menschenmengen zu vermeiden und ein ruhigere Erlebnis zu genießen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus online zu buchen – besonders bei besonderen Events wie den beliebten „Sparty“-Nachtpartys. Das Bad bietet verschiedene Rabatte für Studierende, Senioren und Familien, daher lohnt sich eine Nachfrage, ob Sie berechtigt sind. Nehmen Sie am besten Ihre eigene Badebekleidung und Ihr Handtuch mit, auch wenn vor Ort Verleih möglich ist. Verpassen Sie nicht, in den kälteren Monaten die Außenbecken auszuprobieren – ein einzigartiges Thermalbad-Erlebnis unter freiem Himmel.
Interessante Fakten
- •Das Széchenyi Thermalbad ist der größte medizinische Badebereich Europas.
- •Das Thermalwasser stammt aus zwei tiefen artesischen Brunnen, die 1875 und 1938 gebohrt wurden.
- •Das Wasser enthält einzigartige Mineralien wie Metaborsäure und Fluorid, von denen man therapeutische Vorteile erwartet.
- •Die Badeanlage zeichnet sich durch neo-barocke Architektur mit dekorativen Motiven von Wasserwesen wie Meerjungfrauen und Muscheln aus.
- •Es ist berühmt für die Outdoor-Schachspiele, die Badende in den warmen Becken spielen.
- •Das Bad wurde von 1999 bis 2009 über ein Jahrzehnt lang renoviert, um die Einrichtungen wiederherzustellen und zu modernisieren.
Geschichte
Das Széchenyi Thermalbad wurde im späten 19.
Jahrhundert geplant: Der erste Thermalbrunnen wurde zwischen 1865 und 1875 gebohrt.
Der Bau des Bads begann 1909 auf Basis von Plänen von Győző Czigler und wurde 1913 fertiggestellt.
Zunächst hieß es Artesian Spa, bevor es István Széchenyi gewidmet wurde.
1927 wurde die Anlage erweitert, um weitere Becken und Einrichtungen aufzunehmen.
Aufgrund des steigenden Wasserbedarfs wurde 1938 in einer Tiefe von 1.256 Metern eine zweite Thermalquelle entdeckt, die eine gleichmäßige und reichliche Versorgung mit heißem Wasser sicherstellt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Bad beschädigt, aber schnell wiederhergestellt.
Zwischen 1999 und 2009 ließ Széchenyi umfassende Renovierungen durchführen, um die Infrastruktur zu modernisieren und gleichzeitig die historische Architektur zu bewahren.
Ortsführer
Außenbecken
Die Anlage umfasst drei große Außenbecken: ein Schwimmbecken, ein Abenteuerbecken und ein Thermal-Sitzbecken, mit Temperaturen von 27 bis 38 °C. Diese Becken bieten ein besonderes Erlebnis – vor allem im Winter, wenn der Dampf in der kalten Luft sichtbar aufsteigt.
Innenbecken und Saunen
Fünfzehn Innenbecken bieten unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten – mit variierenden Temperaturen zwischen 18 und 38 °C. Dazu kommen Saunen und Dampfbäder, die vielfältige Wellness- und Therapieerlebnisse ermöglichen.
Neo-Barocke Architektur1913
Entworfen von Győző Czigler: Die Architektur des Bads zeigt einen aufwendigen Neo-Barock-Stil mit wasserbezogenen Dekorationselementen wie Seeungeheuern, Muscheln und Meerjungfrauen, die sowohl das Innere als auch die Außenbereiche schmücken.
Medizinische und Wellness-Behandlungen
Das Széchenyi bietet eine Vielzahl medizinischer Behandlungen – darunter Physiotherapie, Elektrotherapie und Thalassotherapie – sowie klassische Massagen und Sauna-Programme.
Kontakt
Telefon: 06 20 435 0051