
Kirche La Merced
Sacatepéquez
Die Kirche und das Kloster La Merced ist eine bedeutende katholische Kirche in Antigua Guatemala in Guatemala. Errichtet unter der Anleitung des Architekten Juan de Dios Estrada ab 1749 und geweiht 1767, steht sie sinnbildlich für den guatemaltekischen Churrigueresque-Stil – geprägt von aufwendigen Stuck- und Ziegelskulpturen. Die Kirche besitzt zwei Glockentürme und eine Fassade, die mit Skulpturen zentraler Mercedarier-Persönlichkeiten geschmückt ist: Dazu zählen unter anderem St. Peter Nolasco, der Gründer des Ordens, die Jungfrau der Barmherzigkeit sowie Heilige wie St. Raymond Nonnatus und St. Pedro Armengol. Zu den bemerkenswertesten Attraktionen zählt der 18.-Jahrhundert-Brunnen Fountain of los Pescados, ein großer kolonialer Brunnen in Form einer Wasserlilie, der die Erschaffung in der alten Maya-Kultur symbolisiert. Die Kirche besitzt auch historische Bedeutung, da der Mercedarierorden zu den ersten gehörte, die in Guatemala siedelten und missionierten – und das Kloster dabei eine zentrale Rolle für die religiöse und soziale Entwicklung der Region spielte. Das Gebäude überstand die verheerenden Erdbeben von 1773 (Santa Marta) dank fortschrittlicher Bauweise seiner Zeit und bewahrte so sein reiches architektonisches und kulturelles Erbe.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Kirche La Merced sind die Morgenstunden, um Menschenmengen zu vermeiden und die ruhige Atmosphäre zu genießen. Ziehen Sie in Betracht, Tickets oder geführte Touren im Voraus zu kaufen bzw. zu buchen – besonders während lokaler Feste oder in der Karwoche, wenn die Kirche im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht. Besucher finden oft Ermäßigungen für Schüler und Senioren. Fotografieren ist erlaubt, also bringen Sie am besten eine Kamera mit, um die filigrane Fassade und den beeindruckenden Fountain of los Pescados festzuhalten. Tragen Sie bequeme Schuhe, da sich die Umgebung von Antigua Guatemala am besten zu Fuß erkunden lässt.
Interessante Fakten
- •Der Fountain of los Pescados in La Merced gehört zu den größten kolonialen Brunnen in Lateinamerika und misst 27 Meter im Durchmesser.
- •Der Brunnen ist wie eine Wasserlilie geformt – eine Blume, die in der alten Maya-Kultur symbolisch mit Erschaffungsmythen verbunden ist.
- •Die Fassade der Kirche zeigt Skulpturen wichtiger Mercedarier-Heiliger, darunter St. Peter Nolasco, St. Raymond Nonnatus und St. Pedro Armengol.
- •Die Kirche La Merced überstand die Erdbeben von 1773 (Santa Marta) dank fortschrittlicher Bautechniken, die während ihres Baus verwendet wurden.
- •Der Mercedarierorden war eine der ersten religiösen Gruppen, die in Guatemala missionierten und sich dort niederließen. Seine Provinz umfasste dabei auch Gebiete über Guatemala hinaus, etwa Honduras und Nicaragua.
Geschichte
Der Mercedarierorden etablierte seine Präsenz in Guatemala Mitte des 16.
Jahrhunderts.
Zunächst siedelte er im Almolonga-Tal, zog danach jedoch nach einer vulkanischen Hangrutschung ins Panchoy-Tal um.
Die Provinz Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit von Guatemala wurde 1561 gegründet und umfasste ein großes Gebiet, darunter Guatemala und Teile Mittelamerikas.
Der Bau der heutigen Kirche La Merced begann 1749, finanziert unter anderem teilweise durch den Captain General Alonso Fernández de Heredia, und wurde 1767 geweiht.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Kirche die Erdbeben von 1773 (Santa Marta) überstand und so ihre Bausubstanz sowie die künstlerischen Details bewahrte.
1754 wurden im Zuge der Bourbon Reformen Pfarrgemeinden, die von regulären Orden wie den Mercedariern verwaltet wurden, an weltliche Geistliche übertragen – ein bedeutender kirchlicher Wandel.
Ortsführer
Hauptfassade1767
Die Fassade der Kirche ist reich verziert mit Stuck- und Ziegelskulpturen von Mercedarier-Heiligen und -Symbolen: Dazu gehört eine Darstellung von St. Peter Nolasco ganz oben, darunter die Jungfrau der Barmherzigkeit sowie das Wappen der Mercedarier. Links sind St. Raymond Nonnatus und St. Pedro Armengol zu sehen, rechts St. Peter Pascual und St. Mary de Cervellione.
Fountain of los Pescados18. Jahrhundert
Ein kolonialer Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, der wie eine Wasserlilie gestaltet ist und 27 Meter im Durchmesser misst. Er gehört zu den größten kolonialen Brunnen in Lateinamerika und steht symbolisch für die Erschaffung – so, wie es die alten Maya-Gläubigen verstanden: Demnach schuf ein Gott eine Wasserlilie, aus der weitere Götter hervorgingen.
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