
Volta-See (Akosombo-Staudamm)
Eastern
Der Volta-See ist ein riesiges Staugewässer, das der Akosombo-Staudamm am Volta-Fluss im südöstlichen Ghana geschaffen hat. Mit einer Fläche von 8.502 Quadratkilometern ist er weltweit der größte künstlich angelegte See nach der Wasseroberfläche und der drittgrößte nach dem Volumen. Der Damm wurde in erster Linie gebaut, um Strom für Ghanas Aluminiumindustrie bereitzustellen; heute liefert er Energie für Ghana sowie die Nachbarländer Togo und Benin. Der Damm selbst ist eine beeindruckende Aufschüttungsbauweise aus Gestein (Rock-fill): 660 Meter lang und 114 Meter hoch. In ihm arbeiten sechs leistungsstarke Francis-Turbinen. Die Entstehung des Volta-Sees führte zu weitreichenden Umwelt- und Sozialveränderungen – unter anderem zur Umsiedlung lokaler Bevölkerungen, zu veränderten Mikroklimata sowie zu Herausforderungen wie invasiven Wasserpflanzen und wasserbedingten Krankheiten. Trotz dieser Folgen bleibt der Damm eine zentrale Infrastruktur für Ghanas Wirtschaft und die regionale Stromversorgung. Die Landschaft rundherum bietet besondere Einblicke in See und Damm und zeigt die gelungene Verbindung aus technischem Können und natürlicher Schönheit.
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Tipp: Die beste Zeit, um den Volta-See und den Akosombo-Staudamm zu besuchen, ist die Trockenzeit, wenn Wasserstände und Sichtverhältnisse optimal sind. Besucher sollten geführte Touren am besten im Voraus organisieren, um Zugang zu den Anlagen des Damms zu erhalten und mehr über seine Geschichte und seinen Betrieb zu lernen. Es wird empfohlen, Tickets oder Tourpakete frühzeitig zu kaufen – besonders während der Hochsaison. Beachten Sie außerdem lokale Gesundheitshinweise zu wasserbedingten Krankheiten, wenn Sie Gebiete rund um den See erkunden. Je nach Angebot können für Gruppen, Schüler/Studenten oder Senioren Ermäßigungen an offiziellen Besucherzentren verfügbar sein.
Interessante Fakten
- •Der Volta-See bedeckt etwa 3,6 % der Landfläche Ghanas und ist damit der größte künstlich angelegte See der Welt nach der Wasseroberfläche.
- •Das Kraftwerk am Akosombo-Staudamm hat sechs Francis-Turbinen mit je 170 Megawatt. Sie wurden 2006 auf 1.020 Megawatt umgerüstet.
- •Die Überflutung, um den Volta-See zu schaffen, löste seismische Aktivitäten aus, die zur Küstenerosion entlang des Golfs von Guinea beitrugen.
- •Die invasiven Wasserpflanzen am Volta-See erschweren die Wassernavigation und bieten Brutstätten für Krankheitsüberträger wie jene, die Bilharziose und Flussblindheit verursachen.
- •Der Damm war eine große wirtschaftliche Investition und kostete schätzungsweise 258 Millionen US-Dollar; finanziert wurde er teilweise durch US-amerikanische Unternehmen und Banken.
Geschichte
Die Idee, den Volta-Fluss zur Erzeugung von Wasserkraft zu nutzen, reicht bis ins Jahr 1915 zurück.
Geologe Albert Kitson hatte die Idee.
Die konkrete Planung und der Bau begannen jedoch erst Mitte des 20.
Jahrhunderts, da es zunächst an Finanzierung mangelte.
Das US-amerikanische Unternehmen Volta Aluminum Company (Valco) finanzierte das Projekt, das vom ersten Präsidenten Ghanas, Kwame Nkrumah, stark vorangetrieben wurde.
Der Damm wurde fertiggestellt, um eine Aluminiumschmelze in Tema zu versorgen und so Ghanas industrielle Ambitionen mit der regionalen Elektrifizierung zu verbinden.
Seit seiner Fertigstellung wurden am Damm Modernisierungen vorgenommen, darunter ein Retrofit im Jahr 2006, das die Leistung erhöhte.
Im Laufe der Zeit überschwemmte das Staureservoir große Flächen, verdrängte Gemeinschaften und veränderte die lokalen Ökosysteme.
Ortsführer
Akosombo-Staudamm (Anlagenbauwerk)1965
Ein beeindruckender Staudamm in Rock-fill-Bauweise mit 660 Metern Länge und 114 Metern Höhe. Er verfügt über zwei Wehre (Spillways) mit Stahlfluttoren, die die gewaltige Wasserführung aus dem Volta-See steuern.
Stausee des Volta-Sees1965
Der Stausee erstreckt sich über 400 Kilometer Länge und fasst 148 Kubikkilometer Wasser. Damit ist er weltweit der drittgrößte künstlich angelegte See nach dem Volumen.