
Jardin des Plantes von Nantes
Pays de la Loire
Der Jardin des Plantes von Nantes ist ein weitläufiger städtischer Botanischer Garten, der sich über mehr als 7 Hektar im Zentrum von Nantes, Frankreich, erstreckt. Er wurde 1806 an seinem heutigen Standort gegründet und bietet mehr als 11.000 Pflanzenarten – darunter seltene und alte Exemplare wie die 219-jährige Magnolia d'Hectot sowie eine bemerkenswerte Sammlung von Kamelien mit 600 Kultivaren. Der Garten ist als Park im englischen Stil angelegt: mit Teichen, Wasserläufen, Wegen und einem künstlichen Gebirge. Dazu kommen Statuen, Brunnen und Wasserfälle. Die Gewächshäuser mit insgesamt 800 m² beherbergen außergewöhnliche Sammlungen von Epiphyten, Orchideen aus Afrika und Asien, tropische Pflanzen aus Amerika, Zitrusbäume sowie eine der besten Kakteensammlungen Frankreichs. Der Garten bietet inmitten des urbanen Umfelds eine stille Auszeit – er verbindet pflanzliche Vielfalt mit historischer Bedeutung und einer liebevoll gestalteten Landschaft. Hinzu kommen Annehmlichkeiten wie Spielplätze, Picknickbereiche und barrierearme Angebote, sodass er für Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein einladendes Ziel ist.
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Tipp: Der Jardin des Plantes ist täglich geöffnet und der Park ist kostenlos zugänglich, doch der Eintritt in die Gewächshäuser kostet. Die beste Zeit für einen Besuch ist der Frühling und der frühe Sommer, um die Hauptblüte der Kamelien und die saisonalen Blüten in vollen Zügen zu genießen. In der Hauptsaison wird empfohlen, Tickets für die Gewächshäuser im Voraus zu kaufen. Der Garten bietet barrierearme Toiletten und Picknickbereiche, ist jedoch nicht vollständig für Personen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Der öffentliche Nahverkehr ist bequem über die Straßenbahn-Haltestelle Gare Nord - Jardin des Plantes (Linie 1) erreichbar.
Interessante Fakten
- •Der Garten umfasst ungefähr 11.000 Pflanzenarten und 600 Kamelien-Sorten und zählt damit zu den vielfältigsten botanischen Sammlungen Frankreichs.
- •Die Magnolia d'Hectot, 1807 verpflanzt, ist über 219 Jahre alt und weiterhin ein markantes Highlight des Gartens.
- •Der Brunnen im Garten wurde 1859 gebaut und lief 130 Jahre lang durchgehend – ohne Wartung oder Reparatur.
- •Das Palmenhaus wurde zwischen 1895 und 1898 von Paul Marmy, einem bekannten Gartenleiter, errichtet.
- •Die Kakteen-Sammlung im Trockengewächshaus gilt als eine der besten in Frankreich.
Geschichte
Die Anfänge der botanischen Gärten in Nantes gehen bis 1687 zurück, als der Jardin des Apothicaires gegründet wurde – zunächst mit dem Fokus auf Heilpflanzen.
1726 entwickelte er sich zu einem Königlichen Garten für exotische Pflanzen, doch gegen Ende des 18.
Jahrhunderts ging die Bedeutung zurück.
Der heutige Jardin des Plantes wurde 1806 unter Jean Alexandre Hectot gegründet, der eine Magnolie verpflanzte, die noch heute im Garten steht.
1820 wurde der Garten kommunal, und 1829 öffnete er für die Öffentlichkeit.
Im Laufe des 19.
Jahrhunderts wurde er erweitert und weiter aufgewertet: mit Gewächshäusern, Teichen und einem künstlichen Gebirge.
Eine starke Frostperiode im Jahr 1879 verursachte große Schäden; die Restaurierungsarbeiten in den 1890er-Jahren durch Paul Marmy führten zum Bau wichtiger Bauten wie dem Palmenhaus und dem Orangeriegewächshaus – bis zur Fertigstellung der heutigen Gartenform um 1900.
Ortsführer
Magnolia d'Hectot1807
Ein prächtiger Magnolienbaum, der 1807 umgesetzt wurde und heute über 219 Jahre alt ist. Der Stamm hat einen Umfang von 2,3 Metern. Er ist das älteste und markanteste lebende Exemplar im Garten.
Palmenhaus1895-1898
Das zwischen 1895 und 1898 errichtete Palmenhaus ist ein zentrales Gewächshaus. Es beherbergt tropische Pflanzen und eine außergewöhnliche Sammlung von Epiphyten sowie Orchideen aus Afrika und Asien.
Orangerie1899
Die 1899 erbaute Orangerie bietet Schutz für Zitrusbäume über den Winter und trägt zu den vielfältigen Pflanzensammlungen des Gartens bei.
Künstliches Gebirge und Wasseranlagen1850s
Das Mitte des 19. Jahrhunderts ergänzte künstliche Gebirge des Gartens sowie Teiche, Brunnen und Wasserfälle formen eine malerische Landschaft und bereichern das Besuchserlebnis.
Kontakt
Telefon: 02 40 41 65 09