
Alter Hafen von Bastia
Corse
Der Alte Hafen von Bastia, vor Ort auch Vieux-Port de Bastia oder A Marina genannt, ist ein historisches und reizvolles Hafengebiet in der Stadt Bastia an der nordöstlichen Küste Korsikas. Ursprünglich war es eine kleine Fischereibucht namens Portu Cardu. Der Hafen entwickelte sich deutlich weiter, nachdem die Genuesen 1380 das Castello della Bastia errichteten, um den Seehandel zu kontrollieren und militärische Unterstützung bereitzustellen. Der Hafen liegt in einer natürlichen Bucht, geschützt vor dem Meer und den Winden, zu Füßen der Citadel of Bastia und unterhalb des Vorgebirges U Tragone. Die nördliche Kaianlage, bekannt als A Sanità, wurde als Erste ausgebaut, gefolgt vom Bau des genuesischen Molenwerks Ende des 17. Jahrhunderts, das das Anlegen größerer Schiffe ermöglichte. Der südliche Damm, der 1863 fertiggestellt wurde, vergrößerte den Hafen weiter und verbesserte die Ansteuerung, indem natürliche Hindernisse wie der Felsen Lion entfernt wurden. Heute ist der Alte Hafen ein lebendiges Areal mit einer Mischung aus historischer Architektur, Restaurants am Wasser, Bars und Marinas – sowohl für Einheimische als auch für Touristen. Er verbindet den älteren Stadtteil Terra Vechja mit dem neuen Stadtviertel Terra Nova rund um die Citadel und zeigt damit, wie sich Bastia von einer befestigten genuesischen Festung zu einem lebendigen Zentrum für Handel und Kultur entwickelt hat. Der Alte Hafen bleibt ein Mittelpunkt für Bastias maritime Identität und bietet malerische Ausblicke sowie ein reiches Gefühl für das korsische Erbe.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Alten Hafens von Bastia ist im Frühling und im frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist und es im Bereich weniger voll wird. Abendbesuche sind besonders schön, weil die Restaurants und Bars am Ufer aufleuchten und eine lebendige Atmosphäre schaffen. Es lohnt sich, den Hafen zu Fuß zu erkunden, um die engen Gassen und die historischen Gebäude in vollen Zügen zu genießen. In der Sommersaison mit Hochbetrieb wird empfohlen, Unterkünfte oder Restaurants im Voraus zu buchen – wegen der hohen Nachfrage. Wer die Citadel und nahegelegene Museen besichtigen möchte, kann von lokalen Touristenpässen oder Kombitickets profitieren. Bequeme Laufschuhe sind ratsam, da der Hafenbereich einige Kopfsteinpflasterstraßen und leichte Höhenunterschiede umfasst.
Interessante Fakten
- •Der Alte Hafen ist bei den Bewohnern von Bastia auch als „A Marina“ bekannt.
- •Die genuesische Mole, die Ende des 17. Jahrhunderts gebaut wurde, erhielt ihren Namen nach einer Statue der Jungfrau Maria, die in ihre Mauer eingelassen ist.
- •Die südliche Buhne heißt „U Molu di u Tragone“ bzw. „Mole of the Dragon“ und leitet ihren Namen vom korsischen Wort „tragone“ ab, das „Schlucht“ bedeutet – ein Hinweis auf das felsige Vorgebirge, auf dem sie errichtet wurde.
- •Das Areal des Alten Hafens war ursprünglich eine natürliche Bucht, die vom Meer und von den Winden geschützt war – ideal als Hafenstandort.
- •Der Lion rock, ein großes Navigationshindernis an der Hafeneinfahrt, wurde 1863 entfernt, um die Schifffahrt zu erleichtern.
Geschichte
Die Ursprünge des Alten Hafens von Bastia reichen bis ins späte 14.
Jahrhundert zurück: 1380 ließ die Republik Genua das Castello della Bastia errichten, um ihre maritimen Interessen in Korsika zu sichern.
Zunächst war es eine kleine Fischereihafenanlage namens Portu Cardu; unter genuesischer Herrschaft wuchs der Hafen, insbesondere im späten 17.
Jahrhundert durch den Bau der nördlichen Mole, um größere Schiffe aufnehmen zu können.
Im 19.
Jahrhundert wurde die südliche Buhne ergänzt, wodurch sich die Kapazität und Erreichbarkeit des Hafens weiter verbesserten.
Über die Jahrhunderte entwickelte sich das Hafenareal mit dem Wachstum Bastias: von einer befestigten Stadt mit Zitadelle hin zu einem belebten Handels- und Kulturzentrum.
Die Entwicklung des Alten Hafens zeigt die strategische Bedeutung Bastias als wichtigstem Handelshafen Korsikas sowie seine historischen Verbindungen zur genuesischen maritimen Vormachtstellung.
Ortsführer
Genuesische Mole (Môle Génois)Ende des 17. Jahrhunderts
Die älteste und nördlichste Buhne des Alten Hafens wurde Ende des 17. Jahrhunderts von den Genuesen errichtet, um größere Schiffe aufnehmen und den Schiffsverkehr kontrollieren zu können. In ihrer Mauer ist eine Statue der Jungfrau Maria eingelassen, die der Mole ihren alternativen Namen „Molu à a Madunnetta“ gab.
Südliche Buhne (U Molu di u Tragone)1863
Diese südliche Buhne wurde 1863 errichtet und erweiterte die Kapazität des Hafens sowie verbesserte die Befahrbarkeit, indem das Hindernis des Lion rock entfernt wurde. Sie ist nach dem felsigen Vorgebirge „U Tragone“ benannt, auf dem die Wallanlagen der Citadel gebaut wurden.
Stadtviertel Terra Vechja und Terra Nova14. Jahrhundert (Zitadelle)
Der Alte Hafen verbindet das historische „Terra Vechja“ (Altstadt) mit „Terra Nova“ (Neustadt), das Letztere rund um die im 14. Jahrhundert erbaute Citadel entstand. Diese Viertel zeigen Bastias städtische Entwicklung von einem Fischerdorf zu einer befestigten genuesischen Stadt.