
Maretarium
Kymenlaakso
Das Maretarium liegt an den Ufern der Bucht Sapokanlahti in Kotka, Finnland, und ist ein öffentliches Aquarium, das sich der Präsentation finnischer Süßwasser- und Meeresfischarten widmet. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2002 bietet es etwa 60 einheimische, dauerhaft vertretene finnische Fischarten in 22 Themenaquarien, wobei das größte das Ostsee-Becken ist: ein zylindrisches Becken mit ungefähr 500.000 Litern Wasser und einer hohen Glaswand des Maritim-Theaters. Das Aquarium wurde in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kotka, der Universität Helsinki und dem Finnischen Institut für Wildtier- und Fischereiforschung entwickelt. Neben den Aquarien bietet das Maretarium zudem Forschungsräume und eine Natur-Schule sowie Annehmlichkeiten wie das Meri Café Kristina und einen Souvenirshop. Das Gebäude selbst ist architektonisch besonders: Es ist im Bogen- bzw. Boomerang-Design ausgeführt und wurde von den Architekten David Newman und Mirja Tommila entworfen. Die Aquarien bilden verschiedene finnische Wasserbiotope nach – darunter Seen, Flüsse und die Ostsee – und vermitteln den Besuchern ein intensives Erlebnis der reichen aquatischen Biodiversität Finnlands. Saisonale Phänomene wie das Laichen von Fischen können beobachtet werden, und das Aquarium beherbergt außerdem bemerkenswerte Arten wie Aal(e), die 2019 aufgrund spontaner Laichereignisse internationales wissenschaftliches Interesse weckten. Das Maretarium bietet lehrreiche und zugleich spannende Erlebnisse für alle, die sich für das Leben im Wasser Finnlands und für Naturschutz interessieren.
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Tipp: Besuchen Sie das Maretarium im Frühling und Sommer, um saisonale Laichereignisse von Fischen wie Barsch und Hecht zu beobachten. Kaufen Sie Tickets im Voraus online, um von günstigeren Preisen zu profitieren und Wartezeiten zu vermeiden. Das Maretarium bietet Ermäßigungen für Studierende, Kinder und Militärangehörige. Prüfen Sie die Öffnungszeiten auf der offiziellen Website und überlegen Sie, ob sich Gruppen- oder Schulbuchungen für einen pädagogischen Besuch lohnen. Das Ostsee-Becken ist draußen und nicht überdacht – kleiden Sie sich entsprechend der Wetterbedingungen.
Interessante Fakten
- •Das Maretarium beherbergt rund 60 heimische finnische Fischarten und etwa 1.700 einzelne Wasser-Tiere.
- •Das Ostsee-Becken fasst rund 500.000 Liter Wasser und ist sieben Meter tief – ein Spiegelbild der durchschnittlichen Tiefe finnischer Seen.
- •Im Sommer 2019 haben sich die Aale im Maretarium spontan ohne hormonelle Behandlung fortgepflanzt – zum ersten Mal in Europa – und damit internationale wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
- •Das Wasser im Aquarium wird aus einer Tiefe von fünf Metern in der Bucht Sapokanlahti entnommen und durch fortschrittliche Filtration sowie eine UV-Behandlung aufbereitet, um die Qualität zu erhalten.
- •Das Aquariumgebäude ist boomerangförmig und erforderte aufgrund der schweren Wasserbecken tiefe Stahlpfahlgründungen.
Geschichte
Mit dem Bau des Maretariums wurde im Juni 2001 begonnen, und offiziell eröffnet wurde es am 1.
Mai 2002.
Entworfen wurde das Aquarium von den Architekten David Newman, der sich auf Aquarienplanung spezialisiert hat, sowie Mirja Tommila, die die Einhaltung der finnischen Bauvorschriften sicherstellte.
Die einzigartige Boomerang-Form des Gebäudes und das große Ostsee-Becken machten spezielle Gründungsarbeiten erforderlich – darunter tiefes Pfählen sowie bewehrte Betonsockel, um das enorme Wasserkraft-Gewicht zu tragen.
Das Aquarium entstand im Rahmen einer Partnerschaft zwischen der Stadt Kotka, der Universität Helsinki und dem Finnischen Institut für Wildtier- und Fischereiforschung – ein klares Zeichen für den starken Fokus auf Forschung und Bildung.
Seit seiner Eröffnung ist das Maretarium zu einem wichtigen Zentrum geworden, um Finnlands heimische Wasserarten und aquatische Ökosysteme in den Mittelpunkt zu stellen.
Ortsführer
Ostsee-Becken2002
Das größte Aquarium im Maretarium: ein zylindrisches Becken mit etwa 500.000 Litern Wasser und vier Sichtfenstern – darunter eine hohe Glaswand des Maritim-Theaters. Es ist sieben Meter tief und nicht überdacht, sodass Sonnenlicht das Wachstum natürlicher Algen fördert und damit die aquatische Nahrungskette unterstützt.
Themenaquarien2002
Weitere 21 Aquarien stellen verschiedene finnische Wasserbiotope dar – wie der Saimaa-See, der Kymijoki-Fluss, der Finnische Meerbusen, Seen in Zentralfinnland, Gewässer in Lappland sowie kleinere Flüsse und Teiche. Jedes Aquarium zeigt heimische Fischarten und aquatisches Leben, wie es für diese Lebensräume typisch ist.
Forschungs- und Natur-Schul-Einrichtungen2002
Räume für wissenschaftliche Forschung und Umweltbildung – sie unterstützen Studien zu heimischen Fischarten und aquatischen Ökosystemen. Die Natur-Schule bietet Bildungsprogramme für Besucher, insbesondere für Schulgruppen.
Meri Café Kristina und Souvenirshop2002
Vor Ort gibt es ein Café für Erfrischungen sowie einen Souvenirshop, der Andenken rund um das Leben im finnischen Wasser und das Maretarium anbietet.
Kontakt
Telefon: 040 3110330