Jiuzhaigou-Tal
Sichuan Sheng
Das Jiuzhaigou-Tal liegt im Norden der Provinz Sichuan am Rand des Tibetischen Plateaus. Es ist ein spektakuläres Naturreservat und Nationalpark, bekannt für seine beeindruckenden mehrstufigen Wasserfälle, leuchtend türkisfarbenen Seen und schneebedeckten Gipfel. Die Landschaft erstreckt sich über mehr als 72.000 Hektar bei Höhenlagen von 2.000 bis 4.500 Metern. Im Tal finden sich vielfältige Wald-Ökosysteme, und es gehört zu den Min Mountains. Der Name „Jiuzhaigou“ bedeutet „Tal des Neun-Orte-Siedlung“ und bezieht sich auf die neun tibetischen Dörfer, die sich entlang des Tals verteilen. Diese abgelegene Region wurde Jahrhunderte lang von tibetischen und Qiang-Völkern bewohnt, bevor sie 1975 durch den Forstwissenschaftler Wu Zhonglun einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde, der sich für ihren Schutz einsetzte. Seit der offiziellen Eröffnung für den Tourismus im Jahr 1984 ist Jiuzhaigou zu einem bedeutenden Ausflugsziel geworden und zieht jedes Jahr Millionen Besucher an. Es ist als UNESCO-Welterbestätte und Biosphärenreservat anerkannt – ein Zeichen für seinen weltweiten ökologischen und kulturellen Wert. 2017 wurde das Tal durch ein schweres Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen, das einige natürliche Dämme und Wasserfälle beschädigte. In der Zwischenzeit wurde es jedoch mit ergriffenen Schutzmaßnahmen wiedereröffnet. Besucher können unberührte Natur entdecken, tibetische Kultur erleben und eine gut organisierte touristische Infrastruktur genießen. So wird Jiuzhaigou zu einem einzigartigen und inspirierenden Reiseziel in China.
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Tipp: Um das Jiuzhaigou-Tal in vollen Zügen zu genießen, lohnt sich ein Besuch in der Nebensaison (Frühling oder Herbst): So entgeht man den größten Menschenmengen und erlebt meist angenehmes Wetter. Es gibt zeitgebundene Tickets und tägliche Besucherlimits, daher empfiehlt sich, die Tickets im Voraus zu buchen – besonders in der Sommer-Hochsaison. Das nahe gelegene Städtchen Zhangzha bietet Unterkünfte von preiswerten bis hin zu luxuriösen Hotels, einschließlich internationaler Hotelketten. Rechnen Sie mit wechselhaftem Bergwetter und bringen Sie bequeme Wanderschuhe mit, um die Pfade und Aussichtspunkte im Tal zu erkunden. Respektieren Sie die lokale tibetische Kultur sowie die Regeln zum Schutz der Natur, damit die parktypische, unberührte Umgebung erhalten bleibt.
Interessante Fakten
- •Das Jiuzhaigou-Tal umfasst über 72.000 Hektar und weist Höhenlagen von 2.000 bis 4.500 Metern auf.
- •Das Tal ist nach neun tibetischen Dörfern benannt, die entlang seiner Länge liegen.
- •Es wurde 1992 als UNESCO-Welterbestätte und 1997 als World Biosphere Reserve (Welt-Biosphärenreservat) eingetragen.
- •Ein Erdbeben der Magnitude 7.0 im Jahr 2017 beschädigte wichtige natürliche Dämme und Wasserfälle, darunter den Nuorilang-Wasserfall.
- •Der Park begrenzt die täglichen Besucherzahlen auf 41.000, um die Umwelt zu schützen und das Besuchererlebnis zu bewahren.
Geschichte
Das Jiuzhaigou-Tal ist seit Jahrhunderten von tibetischen und Qiang-Völkern bewohnt, wobei neun tibetische Dörfer dem Tal seinen Namen geben.
Das Gebiet blieb lange relativ unbekannt, bis 1975 der Forstwissenschaftler Wu Zhonglun eine Bestandsaufnahme durchführte und sich für den Schutz einsetzte.
Das führte zu Einschränkungen beim Holzeinschlag und zur Einrichtung des Jiuzhaigou-Naturschutzgebiets im Jahr 1980.
Der Park wurde offiziell 1984 für Touristen geöffnet und 1992 als UNESCO-Welterbestätte sowie 1997 als World Biosphere Reserve (Welt-Biosphärenreservat) ausgewiesen.
Im Jahr 2017 verursachte ein Erdbeben der Magnitude 7.0 erhebliche Schäden an natürlichen Dämmen und Wasserfällen; zeitweise war der Park geschlossen, bis er im März 2018 wiedereröffnet wurde – mit eingeschränktem Zugang und fortlaufenden Bemühungen zum Schutz.
Ortsführer
Nuorilang-Wasserfall
Einer der größten und bekanntesten Wasserfälle im Jiuzhaigou-Tal. Er ist berühmt für seinen breiten, mehrstufigen Wasserfall und das türkisfarbene Wasser. Der Wasserfall wurde während des Erdbebens 2017 beschädigt, ist aber weiterhin ein zentrales landschaftliches Highlight.
Farbige Seen
Jiuzhaigou ist berühmt für kristallklare Seen mit intensiv gefärbtem Wasser. Die Farbtöne reichen von grün über blau bis türkis – verursacht durch Mineralablagerungen und Unterwasservegetation.
Tibetische Dörfer
Entlang des Tals liegen neun traditionelle tibetische Siedlungen. Sie geben spannende Einblicke in die lokale tibetische und Qiang-Kultur – Völker, die die Region seit Jahrhunderten bewohnen.
Kontakt
Telefon: 0837 773 9753