Leshan Riesenbuddha

Sichuan Sheng

90/10090 min

Der Leshan Riesenbuddha ist eine gewaltige Steinfigur, die in einer Felswand am Zusammenfluss der Flüsse Min, Dadu und Qingyi in der Provinz Sichuan, China, in den Fels gehauen wurde. Mit 71 Metern Höhe stellt er einen sitzenden Maitreya-Buddha dar, dessen Hände auf den Knien ruhen – und ist damit die größte und höchste Steinbuddha-Statue der Welt. Der Bau begann 713 n. Chr. während der Tang-Dynastie und dauerte etwa 90 Jahre. Die Statue wurde nicht nur als religiöses Symbol entworfen, sondern auch, um die turbulenten Wassermassen unterhalb zu beruhigen – von denen man annahm, dass sie durch die Strömungen der Flüsse verursacht werden. Das kunstvolle Entwässerungssystem des Buddha, das in verschiedenen Teilen der Statue eingearbeitet ist, hilft dabei, Verwitterung zu verhindern, indem es Regenwasser ableitet. Die Anlage gehört zu einem größeren Komplex mit Tempeln und Wohnbereichen, der sich über ungefähr 80.000 Quadratmeter erstreckt. Der Leshan Riesenbuddha ist UNESCO-Welterbestätte und bleibt ein ikonisches kultur- und religionsgeschichtliches Wahrzeichen, das jährlich Millionen Besucher anzieht. Sein sanfter Gesichtsausdruck und das monumentale Ausmaß spiegeln die künstlerische und technische Meisterschaft der Tang-Dynastie wider.

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Tipp: Besucher sollten früh am Morgen oder am späten Nachmittag kommen, um Menschenmassen zu vermeiden und für die Fotografie ein weicheres Licht zu nutzen. Tickets können vor Ort oder online gekauft werden; häufig gibt es Ermäßigungen für Studierende, Senioren und Gruppen. Bequeme Wanderschuhe werden empfohlen, da das Gelände Treppen umfasst und man entlang von Felswänden geht. Geführte Touren sind verfügbar, um noch mehr über die Geschichte und die kulturelle Bedeutung zu erfahren. Vor dem Besuch lohnt es sich, die Wetterbedingungen zu prüfen, da starker Regen die Erreichbarkeit und Sicht beeinträchtigen kann.

Interessante Fakten

  • Der Leshan Riesenbuddha ist der größte Steinbuddha der Welt und ragt 71 Meter in die Höhe.
  • Für den Bau der Statue brauchte man während der Tang-Dynastie etwa 90 Jahre.
  • In die Statue ist ein fortschrittliches Entwässerungssystem eingearbeitet, um Wasserschäden zu verhindern.
  • Der Buddha überblickt den Zusammenfluss von drei Flüssen: Min, Dadu und Qingyi.
  • Zum Areal gehört ein Tempelkomplex mit einer Fläche von rund 80.000 Quadratmetern.

Geschichte

713

Der Bau des Leshan Riesenbuddhas begann 713 n.

Chr.

während der Tang-Dynastie.

Ausgelöst wurde er durch einen chinesischen Mönch namens Haitong, der hoffte, der Buddha würde die gefährlichen Strömungen des Flusses beruhigen, die vorbeifahrende Boote bedrohten.

Das Projekt dauerte etwa 90 Jahre und erstreckte sich über mehrere Generationen.

Im Laufe der Jahrhunderte hat die Statue natürliche Verwitterung, Überschwemmungen und menschliche Einflüsse überstanden.

Das ausgeklügelte Entwässerungssystem, in die Statue eingearbeitet, war eine innovative Maßnahme, um Erosion zu verringern.

1996

1996 wurde der Ort als UNESCO-Welterbestätte ausgewiesen – als Anerkennung seiner kulturellen und historischen Bedeutung.

Restaurierungsmaßnahmen laufen fort, um Schäden durch Umweltverschmutzung und den Einfluss von Touristen entgegenzuwirken.

Ortsführer

1
HauptstatueTang-Dynastie (8. Jahrhundert)
Mönch Haitong und nachfolgende Kunsthandwerker

Der kolossale, sitzende Maitreya-Buddha wurde direkt aus der Felswand herausgemeißelt und ist vor allem wegen seines ruhigen Ausdrucks und des monumentalen Ausmaßes bemerkenswert.

2
TempelkomplexTang-Dynastie und nachfolgende Epochen

Die umliegenden Tempel- und Wohngebäude wurden errichtet, um den Buddha zu verehren und zu schützen und so einen kulturellen und religiösen Mittelpunkt zu bilden.

3
EntwässerungssystemTang-Dynastie

Ein verzweigtes Netz aus versteckten Entwässerungsrohren, das in den Körper der Statue eingemeißelt ist, leitet Regenwasser ab und reduziert so die Erosion – auch heute noch funktionsfähig.

Kontakt

Telefon: 0833 211 0226