Hängender Tempel
Shanxi Sheng
Der Hängende Tempel, auch Xuankong Temple genannt, ist eine bemerkenswerte religiöse Stätte, die in die steile Felswand nahe dem Berg Heng in der Provinz Shanxi, China, hineingebaut wurde. Er wurde vor über 1.500 Jahren in der Zeit der Nördlichen Wei-Dynastie errichtet und ist vor allem wegen seiner exponierten Lage berühmt: 75 Meter über dem Boden. Getragen wird er von 27 hölzernen Balken, die in den Fels eingearbeitet sind. Der Tempel ist einzigartig in der Integration der drei traditionellen chinesischen Weltanschauungen: Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus. Dafür gibt es eigene Hallen und Statuen, die jeweils diese Strömungen repräsentieren. Architektonisch besteht die Anlage aus 40 Hallen und Pavillons, die entlang der Felswand angeordnet sind. Verbunden werden sie durch Korridore und hölzerne Stege, die den Eindruck erzeugen, als würde die gesamte Konstruktion frei in der Luft hängen. Im nördlichen Teil liegen die Halle der Fünf Tathagatas, die Guanyin-Halle und die Halle der Drei Religionen, während im südlichen Teil der Chunyang-Palast, die Sanguan-Halle und die Leiyin-Halle zu finden sind. Die Lage in einer Canyonsenke schützt den Tempel vor rauem Wetter, dennoch sind fortlaufende Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Als nationale Stätte des kulturellen Erbes anerkannt, ist der Hängende Tempel eine faszinierende Mischung aus spiritueller Bedeutung, architektonischer Raffinesse und natürlicher Schönheit, die Besucher aus aller Welt anzieht.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Hängenden Tempels ist im Frühling und im Herbst, wenn das Wetter mild und angenehm ist. Aufgrund der Lage an der Felswand und der schmalen Wege sollten Besucher festes Schuhwerk tragen und darauf vorbereitet sein, ein wenig zu klettern. In der Hochsaison empfiehlt es sich, Tickets im Voraus zu kaufen, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Schüler, Senioren und Gruppen. Geführte Touren können das Erlebnis bereichern, indem sie erklären, wie der Tempel die drei Religionen einzigartig integriert und welche architektonischen Besonderheiten ihn auszeichnen.
Interessante Fakten
- •Der Tempel wird von 27 großen Eichen-Querbalken getragen, die in Löcher eingesetzt sind, die in die Felswand gehauen wurden; einige ragen etwa einen Meter heraus, um die Holzstege zu stützen.
- •Er ist einer der wenigen Tempel in China, der die drei großen chinesischen Weltanschauungen vereint: Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus. Diese werden durch Statuen von Śakyamuni, Laozi und Konfuzius in der Halle der Drei Religionen symbolisiert.
- •Der Tempel liegt etwa 64 Kilometer südöstlich von Datong, nahe dem Berg Heng, einem der Fünf Großen Berge Chinas.
- •Wegen seiner exponierten Lage und der hölzernen Bauweise sind fortlaufende Erhaltungsarbeiten nötig, darunter eine große Restaurierung, die 2016 abgeschlossen wurde.
- •Besucher können in der Sanguan-Halle Ming-Dynastie-Tonskulpturen sehen, die die größte Halle im Tempelkomplex ist.
Geschichte
Der Hängende Tempel wurde ursprünglich im Jahr 491 n.
Chr.
während der Nördlichen Wei-Dynastie errichtet, Berichten zufolge von einem Mönch namens Liaoran ins Leben gerufen.
Er wurde auf kaiserlichen Befehl hin gebaut, um den Buddhismus und den Taoismus im Norden Chinas zu fördern.
Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr der Tempel mehrere Wiederaufbauten, vor allem in den Dynastien Jin, Ming und Qing; die heutigen Gebäude stammen weitgehend aus der Zeit der Ming- und Qing-Dynastie.
Der Tempel ist seit langem wegen seines einzigartigen architektonischen Designs bekannt, das Konfuzianismus, Buddhismus und Taoismus in einer einzigen Anlage vereint.
In der modernen Zeit wurde er als nationale Stätte des kulturellen Erbes ausgewiesen.
In den späten 20.
und frühen 21.
Jahrhunderten wurden bedeutende Restaurierungsprojekte durchgeführt, um die Struktur und die Kunstwerke zu erhalten.
Ortsführer
Wufo-Halle (Halle der Fünf Tathagatas)Ming/Qing dynasty
Diese Halle birgt die Fünf Tathagatas, die wichtige Buddhas in der buddhistischen Tradition verkörpern. Sie gehört zum nördlichen Teil des Tempels und spiegelt den buddhistischen Einfluss innerhalb der Gesamtanlage wider.
Guanyin-HalleMing/Qing dynasty
Der Guanyin, der Bodhisattva der Barmherzigkeit, ist das Ziel dieser Halle. Sie ist ein zentraler Bereich für den buddhistischen Kult im nördlichen Teil der Tempelanlage.
Halle der Drei ReligionenMing/Qing dynasty
Diese Halle ist einzigartig, da hier Statuen von Buddha Śakyamuni, Laozi (Begründer des Taoismus) und Konfuzius verehrt werden. Sie stehen für die harmonische Verbindung von Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus.
Chunyang-PalastMing/Qing dynasty
Im südlichen Teil gelegen, ist dieser Palast Lü Dongbin gewidmet, einer der Acht Unsterblichen im Taoismus. So wird die Präsenz des Taoismus im Tempel besonders hervorgehoben.
Sanguan-Halle (Halle der Drei Amtsträger)Ming dynasty
Die größte Halle des Tempels beherbergt Ming-Dynastie-Tonskulpturen der „Drei Großen Kaiser-Amtsträger“ – Gottheiten, die den Himmel, die Erde und das Wasser beaufsichtigen.
Leiyin-Halle (Donnerhalle)Ming/Qing dynasty
Eine buddhistische Halle, die Buddha Śakyamuni gewidmet ist. Sie befindet sich ganz oben im südlichen Teil und steht symbolisch für das buddhistische Erbe des Tempels.
Kontakt
Telefon: 0352 832 7795