Museum der bildenden Künste
Región Metropolitana de Santiago
Das Chilenische Nationalmuseum der Bildenden Künste (Museo Nacional de Bellas Artes) ist eine führende Kultureinrichtung in Santiago, Chile, die sich der Förderung und Bewahrung der bildenden Künste widmet. 1880 als Museo Nacional de Pinturas gegründet, war es das erste Kunstmuseum, das in Lateinamerika ins Leben gerufen wurde. Seit 1910 ist es im Palacio de Bellas Artes untergebracht, einem Gebäude des franco-chilenischen Architekten Emile Jéquier, das sich am Petit Palais in Paris orientiert und 1976 zum Nationalen Historischen Denkmal erklärt wurde. Die umfangreiche Sammlung des Museums umfasst über 3.000 Stücke, die durch Käufe, Schenkungen und offizielle Salon-Auszeichnungen erworben wurden. Zu sehen sind unter anderem die bedeutendste Sammlung chilenischer Skulpturen sowie die zweitumfassendste Gemäldesammlung des Landes nach der Pinacoteca der Universidad de Concepción. Die Werke reichen von nationaler Kunst aus der Kolonialzeit bis hin zu bedeutenden internationalen Kollektionen, darunter spanische, flämische und italienische Gemälde, Kakemonos, Druckgrafiken, Zeichnungen, Fotografien und afrikanische Skulpturen. Außerdem unterhält das Museum eine spezialisierte Bibliothek mit etwa 100.000 Bänden, bietet temporäre und Wanderausstellungen an und organisiert Bildungsprogramme mit Workshops, Kursen und Führungen, um ein breites Publikum einzubinden.
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Tipp: Für das beste Erlebnis besuchen Sie das Museum unter der Woche, um den Andrang am Wochenende zu vermeiden und ruhigere Galerien zu genießen. Buchen Sie Führungen oder Bildungs-Workshops nach Möglichkeit im Voraus über die offizielle Website des Museums. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Bei großen temporären Ausstellungen wird empfohlen, die Tickets frühzeitig zu kaufen, um den Einlass sicherzustellen.
Interessante Fakten
- •Das Gebäude des Museums ist vom Pariser Petit Palais inspiriert und spiegelt den französischen Stil der Beaux-Arts-Architektur wider.
- •Es beherbergt die bedeutendste Sammlung chilenischer Skulpturen sowie die zweitgrößte chilenische Gemäldesammlung des Landes.
- •In der Bibliothek des Museums befinden sich ungefähr 100.000 Bände – mit Spezialisierung auf bildende Kunst.
- •Die Einrichtung war das erste Kunstmuseum, das in Lateinamerika gegründet wurde – ins Leben gerufen im Jahr 1880.
- •Zu sehen sind herausragende Sammlungen von Kakemonos (japanische Hängelrollbilder) und afrikanischen Skulpturen, die die Vielfalt der Bestände verdeutlichen.
Geschichte
Das Museum wurde am 18.
September 1880 gegründet, ursprünglich als Museo Nacional de Pinturas.
Damit war es das erste Kunstmuseum in Lateinamerika.
Anfangs arbeitete es unter bescheidenen Bedingungen im alten Gebäude des Nationalkongresses und war nur sonntagnachmittags geöffnet.
1910 zog das Museum an seinen heutigen Standort, in den Palacio de Bellas Artes im Parque Forestal von Santiago.
Das von Emile Jéquier entworfene Gebäude wurde zur Erinnerung an das 100-jährige Bestehen Chiles gestaltet.
In den folgenden Jahrzehnten wuchs das Museum sowohl in seinen Sammlungen als auch in seiner Rolle als Institution und entwickelte sich zu einem zentralen Anlaufpunkt für chilenische und internationale Kunst.
1976 wurde es zum Nationalen Historischen Denkmal erklärt – ein Zeichen für seine kulturelle und architektonische Bedeutung.
Ortsführer
Palacio de Bellas Artes1910
Der historische Palast des Museums, entworfen von Emile Jéquier im Stil der Beaux-Arts, bietet elegante Ausstellungssäle, breite Treppenaufgänge und dekorative Details, die vom Petit Palais in Paris inspiriert sind. Er dient sowohl als architektonisches Wahrzeichen als auch als zentraler Ausstellungsort.
Sammlung chilenischer Skulpturen
Diese Sammlung zeigt die wichtigsten Skulpturen chilenischer Künstler und bildet verschiedene Epochen und Stile ab. So wird die reiche skulpturale Tradition des Landes besonders deutlich.
Sammlung chilenischer Gemälde
Das Museum hält die zweitgrößte Sammlung chilenischer Gemälde. Sie umfasst Werke von der Kolonialzeit bis hin zur modernen und zeitgenössischen Kunst und zeigt damit die Entwicklung des nationalen künstlerischen Ausdrucks.
Internationale Kunstsammlungen
Das Museum präsentiert bedeutende Werke aus spanischen, flämischen und italienischen Schulen – zusammen mit Kakemonos, Druckgrafiken, Zeichnungen, Fotografien und afrikanischen Skulpturen. So erhalten Besucherinnen und Besucher einen weiten Blick auf internationale Kunsttraditionen.
Kontakt
Telefon: (2) 2997 8700