Zytturm

Zytturm

Zug

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Der Zytturm ist ein bedeutender Turm aus dem 13. Jahrhundert im Zentrum der Altstadt von Zug, Schweiz. Mit einer Höhe von etwa 41,5 bis 52 Metern steht er weithin sichtbar. Ursprünglich wurde er im 13. Jahrhundert errichtet und später zwischen 1478 und 1480 erhöht. Seine heutige markante Gestalt – einschließlich des Wachtzimmers, der Erkerfenster und des steilen Krüppelwalmdachs – stammt aus dem Jahr 1557. Historisch diente der Turm als Feuerwachturm und ist bis heute ein wichtiges Symbol der Stadt. An seiner Ostseite befindet sich unterhalb des Zifferblatts eine aufwendige astronomische Uhr, die 1574 installiert wurde. Sie zeigt vier Zeiger zur Darstellung des Wochentags (verbunden mit germanischen Gottheiten und astrologischen Zeichen), der Mondphasen, der Tierkreiszeichen für die Monate sowie einen Schaltjahrzyklus. Über dem Zifferblatt zeigt eine sich drehende gold-schwarze Kugel die aktuelle Mondphase. Unterhalb der Uhr sind die Wappen der „Alten Acht Orte“ zu sehen, die zwischen 1353 und 1481 die Alte Schweizerische Eidgenossenschaft bildeten. 1952 wurde der Zytturm umfassend renoviert; er gilt als Ort von nationaler und regionaler Bedeutung. Die einzigartige Kombination aus mittelalterlicher Architektur und astronomischen Elementen macht den Zytturm zu einer spannenden Attraktion für alle, die sich für Geschichte, Astronomie und das Schweizer Kulturerbe interessieren.

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Tipp: Besucher sollten den Turm bei klarem Tageslicht erkunden, damit sich die Details der astronomischen Uhr und die Wappen besonders gut zur Geltung bringen. Am besten besucht man den Zytturm außerhalb der Hauptreisezeiten – so erlebt man ihn ruhiger. Der Turm ist ganzjährig zugänglich, doch ein Blick in die lokalen Öffnungszeiten sowie eine vorherige Buchung geführter Touren kann den Besuch verbessern. Ermäßigungen können für Gruppen, Seniorinnen und Senioren oder Studierende über die örtlichen Tourismusstellen verfügbar sein.

Interessante Fakten

  • Die astronomische Uhr besitzt vier Zeiger zur Anzeige von Wochentag, Mondphase, Tierkreiszeichen und Schaltjahrzyklus – eine seltene Kombination bei Uhrentürmen.
  • Die am Turm dargestellten Wappen stehen für die „Alten Acht Orte“, die von 1353 bis 1481 die Alte Schweizerische Eidgenossenschaft bildeten.
  • Die drehende gold-schwarze Kugel über dem Zifferblatt zeigt die Mondphase anschaulich an.
  • Der Turm diente als Feuerwachturm und unterstreicht damit seine strategische Bedeutung im mittelalterlichen Zug.

Geschichte

Der Zytturm wurde ursprünglich im 13.

Jahrhundert als Teil der mittelalterlichen Befestigungen von Zug errichtet und diente als Feuerwachturm.

1478

Zwischen 1478 und 1480 wurde der Turm erhöht, um seine Aufgaben besser erfüllen zu können.

1557

1557 erhielt er seine heutige architektonische Form mit zusätzlichen Elementen wie dem Wachtzimmer und den Erkerfenstern.

1574

Die astronomische Uhr wurde 1574 installiert und bedeutete eine deutliche Verbesserung von Funktion und Gestaltung des Turms.

1952

Die letzte große Restaurierung fand 1952 statt – und bewahrte so seinen historischen und kulturellen Wert für künftige Generationen.

Ortsführer

1
Astronomische Uhr1574

Auf der Ostseite des Turms befindet sich diese Uhr aus dem Jahr 1574. Sie verfügt über vier Zeiger, die den Wochentag (verbunden mit germanischen Gottheiten und astrologischen Zeichen), die Mondphase, die Tierkreiszeichen für die Monate sowie den Schaltjahrzyklus darstellen. Darüber zeigt eine sich drehende Kugel die Mondphase.

2
Wappen der Alten Acht Orte1353-1481

Unterhalb der astronomischen Uhr an der Ostseite sind die Wappen der „Alten Acht Orte“ zu sehen. Sie stehen für die Orte (Kantone), die zwischen 1353 und 1481 die Alte Schweizerische Eidgenossenschaft bildeten.

3
Architektonische Merkmale1557

Die heutige Form des Turms umfasst ein Wachtzimmer, Erkerfenster (Oriele) und ein steiles Krüppelwalmdach. Diese Gestaltung datiert aus dem Jahr 1557, nachdem der Turm zwischen 1478 und 1480 erhöht worden war.