La Chaux-de-Fonds Internationales Uhrenmuseum

La Chaux-de-Fonds Internationales Uhrenmuseum

Neuchâtel

80/10090 min

Das Internationale Museum für Uhrmacherei (Musée International d'Horlogerie, MIH) in La Chaux-de-Fonds in der Schweiz ist eine führende Einrichtung, die sich der Erforschung und Ausstellung von Zeit- und Zeitmessinstrumenten widmet. Gegründet auf Grundlage einer Sammlung, die 1865 von der lokalen Uhrmacherschule begonnen wurde, entwickelte sie sich zu einem öffentlichen Museum im Jahr 1902 und wuchs über die Jahrzehnte hinweg weiter. Das heutige Museumsgebäude, das 1974 eröffnet wurde, ist ein architektonisches Wahrzeichen, entworfen von Pierre Zoelly und Georges-J. Haefeli. Es umfasst drei unterirdische Ebenen und präsentiert historische Uhren, Armbanduhren, Marinechronometer, Automaten sowie dekorative Techniken. Das Museum beherbergt rund 10.000 Exponate und umfangreiche Archive, die die Entwicklung der Uhrmacherei dokumentieren. Es liegt in einer Region, die von der UNESCO für ihr Uhrmacher-Erbe anerkannt ist: La Chaux-de-Fonds und Le Locle wurden als UNESCO-Welterbestätten ausgezeichnet. Das Museumsdesign setzt auf natürliches Licht und elegante Vitrinen, die die feine Handwerkskunst der Zeitmesser besonders in Szene setzen. Wechselausstellungen und besondere Veranstaltungen, etwa die jährlichen Ankaufsvorstellungen sowie die Verleihung des Prix Gaïa, machen den Besuch abwechslungsreich. Das MIH ist ein einzigartiges Kulturziel für alle, die sich für die Kunst und Wissenschaft der Zeitmessung interessieren.

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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten außerhalb der Renovierungsphasen; das Museum soll am 10. April 2026 wiedereröffnen. Erwägen Sie, Tickets im Voraus zu kaufen – besonders für Sonderausstellungen oder -veranstaltungen. Das Museum bietet reichhaltige Bildungsinhalte, planen Sie daher genug Zeit ein, um sowohl die Dauerausstellung als auch die Wechselausstellungen zu erkunden. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach dem aktuellsten Programm sowie möglichen Ermäßigungen oder Gruppenbesuchen.

Interessante Fakten

  • Das Gebäude des Museums gewann 1977 den Prix de l'architecture béton für seine innovative Beton-Konstruktion.
  • Es beherbergt rund 10.000 Objekte, darunter Marinechronometer, Automaten und Uhren mit mehreren Komplikationen.
  • La Chaux-de-Fonds und Le Locle – die beiden Partnerstädte, in denen das Museum beheimatet ist – sind UNESCO-Welterbestätten, die für ihre Uhrmacherkultur bekannt sind.
  • Das Innenraumkonzept des Museums verwendet kugelförmige und zylindrische Vitrinen, die die Rundung der Zifferblätter von Uhren aufgreifen.
  • Das Museum war zunächst eine didaktische Sammlung für Uhrmacherschüler, bevor es zu einem öffentlichen Museum wurde.

Geschichte

1865

Das Museum entstand 1865 als Sammlung für die Uhrmacherschule von La Chaux-de-Fonds, zunächst vor allem für Unterrichtszwecke.

1902

Im Jahr 1902 machte die Stadt die Sammlung zu einem öffentlichen Museum, das sich in der ersten Hälfte des 20.

Jahrhunderts mehrfach vergrößerte.

1974

In den 1960er-Jahren, in der Erkenntnis, dass eine moderne Einrichtung gebraucht wurde, beauftragte die Stadt einen Neubau, der 1974 fertiggestellt wurde und avantgardistische Architektur- und museografische Konzepte aufgreift.

1968

Das Museum wurde 1968 in Musée International d’Horlogerie umbenannt und ist seitdem zu einer zentralen Institution geworden, die das uhrmacherische Erbe der Region bewahrt – das 2020 auf die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit (Repräsentative Liste) aufgenommen wurde.

Ortsführer

1
Dauerausstellungs-Galerien

Diese Galerien zeigen die historische Entwicklung von Zeitmessgeräten – von frühen Uhren bis zu modernen Zeitmessern. Dazu gehören auch Marinechronometer und Automaten, die sowohl die technische als auch die künstlerische Handwerkskunst in den Mittelpunkt stellen.

2
Astronomische Galerie

Ein eigener Bereich mit astronomischen Uhren und Instrumenten, die das Zusammenspiel zwischen Zeitmessung und den Bewegungen des Himmels veranschaulichen. Große verglaste Flächen sorgen für natürliches Licht.

3
Werkstätten für Restaurierung

Sichtbare Werkstätten, in denen erfahrene Restauratoren an empfindlichen Zeitmessern arbeiten. So erhalten Besucher Einblicke in die Restaurierungs- und Reparaturprozesse, die für die Uhrmacherei unerlässlich sind.

Kontakt

Telefon: 032 967 68 61