Maison Tavel

Maison Tavel

Genève

75/10090 min

Maison Tavel, mitten in der Altstadt von Genf gelegen, ist das älteste erhaltene Wohngebäude der Stadt. Es reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Ursprünglich errichtet, nachdem 1334 ein verheerender Brand das vorherige Bauwerk zerstört hatte, wurde es als befestigter Stadthof mit zwei kleinen Eck-Türmchen wiederaufgebaut. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Gebäude bedeutende architektonische Veränderungen – vor allem im 17. Jahrhundert, als die wohlhabende Familie Calandrini das Haus erwarb, ein Türmchen entfernen ließ und größere Fenster einbauen ließ, um die Fassade zu modernisieren. Das Museum zeigt heute Exponate, die die Stadtgeschichte und den Alltag in Genf von der Zeit des Mittelalters bis ins 19. Jahrhundert veranschaulichen – darunter Stiche, Gemälde, Karten, Modelle, Möbel und verschiedene Artefakte aus öffentlichen Sammlungen. Archäologische Ausgrabungen im Garten legten Reste eines Turms aus dem 11. Jahrhundert sowie eine Zisterne aus dem 17. Jahrhundert frei, während die monumentalen tonnengewölbten Keller unter dem Gebäude bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen und den Brand von 1334 überstanden. Die Fassade ist mit zehn gotischen Steinskulpturen von Gesichtern aus den Jahren 1334–1337 geschmückt, die dunkelgrau gestrichen wurden, um den Eindruck aus dem 17. Jahrhundert nachzuahmen. Die reichen architektonischen und historischen Schichten von Maison Tavel machen es zu einem einzigartigen Einblick in die mittelalterliche und frühneuzeitliche städtische Entwicklung Genfs.

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Tipp: Besuchen Sie Maison Tavel unter der Woche, um Menschenmassen zu vermeiden und ein noch persönlicheres Erlebnis zu genießen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen – besonders während Sonderausstellungen. Das Museum bietet Ermäßigungen für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Die beste Zeit für einen Besuch ist der Zeitraum von Frühling bis zum frühen Herbst, wenn der Garten und die archäologischen Außenbereiche zugänglich sind. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach, welche Sonderausstellungen und geführten Touren gerade angeboten werden, um Ihren Besuch zu bereichern.

Interessante Fakten

  • Maison Tavel ist das älteste noch stehende private Wohngebäude in Genf.
  • Am Gebäude sind zehn gotische Steinskulpturen von Gesichtern zu sehen, die auf der Fassade aus den Jahren 1334 bis 1337 datieren.
  • Bei archäologischen Ausgrabungen wurden im Garten romanische Fundamente eines Turms aus dem 11. Jahrhundert entdeckt – sie reichen bis zu einer Tiefe von bis zu 10 Metern.
  • Die monumentalen Keller unter dem Gebäude stammen aus dem 13. Jahrhundert und überstanden den großen Brand von 1334.
  • Die Fassade ist dunkelgrau gestrichen, um den 17.-jährigen Erscheinungseindruck nach den Renovierungen durch die Familie Calandrini nachzubilden.

Geschichte

1334

Maison Tavel wurde ursprünglich kurz nach einem großen Brand im Jahr 1334 errichtet, der das vorherige Haus der angesehenen Familie Tavel zerstörte.

Als befestigter Stadthof mit Türmchen konzipiert, steht es exemplarisch für die zivile Baukunst des Mittelalters in Genf.

Im 17.

Jahrhundert erwarb die Familie Calandrini das Haus und veränderte es, indem sie ein Türmchen entfernte und die Fenster vergrößerte – eine Anpassung an den Wandel der Geschmäcker.

1923

1923 wurde das Gebäude als historisches Denkmal geschützt, und nach Jahrzehnten der Verfallserscheinungen kaufte die Stadt Genf es auf und ließ es zwischen 1970 und 1986 unter der Leitung des Architekten Antoine Galeras restaurieren.

Seitdem dient es als Museum, das der Stadtgeschichte und dem Alltagsleben der Bewohnerinnen und Bewohner Genfs gewidmet ist.

Ortsführer

1
Mittelalterliche tonnengewölbte Keller13th century

Diese monumentalen Keller stammen aus dem 13. Jahrhundert und überstanden den großen Brand von 1334. Sie zeigen mittelalterliche Bautechniken und geben Aufschluss über die ursprünglichen Fundamente des Gebäudes.

2
Gotische Steinskulpturen an der Fassade1334–1337

Die zehn Steingesichter, die die Fassade schmücken, wurden zwischen 1334 und 1337 gefertigt und spiegeln die gotischen Kunststile der damaligen Zeit wider. Ihre dunkelgraue Bemalung imitiert den Renovierungsstil aus dem 17. Jahrhundert.

3
Archäologischer Gartenbereich11th and 17th centuries

Ausgrabungen im Garten brachten Reste eines romanischen Turms aus dem 11. Jahrhundert sowie eine Zisterne aus dem 17. Jahrhundert mit einem Durchmesser von sieben Metern zutage – ein Vorgeschmack auf die lange Geschichte des Ortes.

Kontakt

Telefon: 022 418 37 00