
Elisabethenkirche
Basel-Stadt
Die Elisabethenkirche liegt im Herzen von Basel, direkt neben dem Theater Basel, und ist ein Paradebeispiel für die Schweizer Neugotik. Sie wurde zwischen 1857 und 1864 vom Architekten Ferdinand Stadler erbaut und war die erste neu errichtete Kirche in Basel seit der Reformation. Die Kirche besitzt einen eindrucksvollen 72 Meter hohen Glockenturm mit Treppen im Inneren sowie eine dreischiffige, gewölbte Halle mit einem fünfseitigen Chorpolygon im Abschluss. Finanziert vom Philanthropen Christoph Merian und seiner Frau Margarethe, die in schwarzen Marmorsarkophagen in der Krypta beigesetzt sind, sollte das Gotteshaus als Mahnmal gegen die Säkularisierung der Gesellschaft dienen. Heute funktioniert es als „Open Church Elisabethen“ und deckt die spirituellen, kulturellen und sozialen Bedürfnisse verschiedener Stadtgemeinschaften ab – einschließlich einer aktiven Unterstützung der LGBT-Community. Die Kirche bietet einzigartige Veranstaltungen wie den Fasnachtsgottesdienst, der Basels Karneval würdigt, und war sogar schon Austragungsort für Punk-Konzerte und Clubnächte. Nahezu 50.000 Besucher jährlich machen deutlich, dass die Elisabethenkirche zugleich ein historisches Denkmal und ein lebendiger Treffpunkt für die Gemeinschaft ist.
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Tipp: Besucher sollten unbedingt den 72 Meter hohen Turm erklimmen – so genießen Sie einen Panoramablick über Basel. Die beste Zeit für einen Besuch ist während der Fasnachts-Saison, um den Fasnachtsgottesdienst mitzuerleben, einen besonderen Gottesdienst zu Ehren dieser lokalen Tradition. Für den regulären Eintritt sind normalerweise keine Tickets erforderlich, dennoch empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Website, falls besondere Veranstaltungen mit Reservierung geplant sind. Für Gruppen und Personen mit kulturellen Mitgliedschaften können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Kirche ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und heißt alle Gäste willkommen – auch die LGBT-Community.
Interessante Fakten
- •Der 72 Meter hohe Turm der Elisabethenkirche ist höher als die Türme des Basler Münsters.
- •Die Kirche war die erste neue Kirche in Basel nach der Reformation und markierte damit ein bedeutendes religiöses Ereignis.
- •Für den Bau wurden Stahlträger verwendet, die denen des Eiffelturms ähneln – ein Beispiel für innovative Ingenieurskunst im 19. Jahrhundert.
- •Die Kirche beherbergt den Fasnachtsgottesdienst, einen besonderen Gottesdienst, der Basels berühmten Karneval feiert.
- •Sie fungiert als SchwiZerts erste „Open Church“ und setzt sich für Inklusion sowie die Unterstützung der LGBT-Community ein.
Geschichte
Der Standort der Elisabethenkirche beherbergt seit dem späten 13.
Jahrhundert religiöse Bauten: den Anfang machte eine Kapelle, die mit dem Basler Stadthospital verbunden war.
Nach der Reformation wurde die frühere Kirche in eine Filialkirche des Basler Münsters umgewandelt und in den 17.
und 19.
Jahrhundert renoviert.
Die heutige Elisabethenkirche wurde von 1857 bis 1864 errichtet, finanziert von Christoph Merian und seiner Frau Margarethe, wobei Architekt Ferdinand Stadler einen Designwettbewerb gewann.
Sie war als Gegenpol zu den säkularen Tendenzen der damaligen Zeit gedacht und war die erste neue Kirche in Basel seit der Reformation.
Bei ihrem Bau kamen innovative Stahlverstärkungen zum Einsatz, ähnlich denen, die auch beim Eiffelturm verwendet werden, wodurch die Bauzeit relativ kurz gehalten werden konnte.
Die Marians sind in der Krypta unter der Kirche bestattet; ihr Andenken wird durch Büsten von bedeutenden Bildhauern geehrt.
Ortsführer
Glockenturm und Turmspitze1864
Der 72 Meter hohe Glockenturm besitzt Treppen im Inneren, mit denen Besucher hinaufsteigen und den Panoramablick über Basel genießen können. Seine Stahlkonstruktion umfasst vernietete und verschraubte Träger – ähnlich wie beim Eiffelturm – und spiegelt die Ingenieursinnovationen des 19. Jahrhunderts wider.
Krypta und Sarkophage von Christoph und Margarethe Merian1864
Unter dem Hauptboden liegt die Krypta, in der die Wohltäter der Kirche, Christoph Merian und seine Frau Margarethe Burckhardt-Merian, in schwarzen Marmorsarkophagen ruhen. Außerdem beherbergt die Krypta Büsten des Paares, geschaffen von den Bildhauern Heinrich Rudolf Meili und Ferdinand Schlöth.
Innenraum und Chorpolygon1864
Der Kircheninnenraum ist als dreischiffige, gewölbte Hallenkirche gestaltet, die westwärts in einem fünfseitigen Chorpolygon endet. Der Raum umfasst Emporen, die über Seiteneingänge erreichbar sind, sowie eine private Loge für die Familie Merian gegenüber der steinernen Kanzel.
Historische Orgel1862
In der Kirche steht eine historische Orgel, die 1862 von Joseph Merklin gebaut und 1949 erweitert wurde. Sie ist bis heute ein zentrales Element für die liturgische Musik und kulturelle Veranstaltungen in der Kirche.
Kontakt
Telefon: 061 272 03 43