
Eremitage Arlesheim
Basel-Landschaft
Die Eremitage Arlesheim in der Gemeinde Arlesheim im Kanton Basel-Landschaft in der Schweiz ist der größte englische Landschaftsgarten des Landes. Sie erstreckt sich über etwa 40 Hektar. 1785 wurde der Garten von Balbina von Andlau-Staal und ihrem Vetter, Canon Heinrich von Ligerz, angelegt. Inspiriert war er vom Landschaftsgarten Sanspareil bei Bayreuth und wurde schnell zu einer bekannten Attraktion für europäische Reisende. Der Park bietet natürliche Felsklippen, Grotten, Teiche und mehrere angelegte Elemente wie einen künstlichen Wasserfall, eine Einsiedlerhütte, die Dianagrotte, die Apollogrotte, eine Hängebrücke sowie die Proserpinagrotte. Berühmt sind vor allem ihre beleuchteten Korridore mit Altären und mythischen Wesen. Die 1787 erbaute Chalet des Alpes diente als Veranstaltungsort für Konzerte, Tänze und Bankette. Obwohl der Garten im späten 18. Jahrhundert durch lokale Unruhen und französische Truppen schwere Schäden erlitt, wurde er im frühen 19. Jahrhundert teilweise wiederhergestellt. Heute ist die Eremitage als Naturdenkmal geschützt und gilt weiterhin als Ort kultureller und esoterischer Bedeutung – mit Besuchern, die sich für Geschichte, Landschaftsarchitektur und die ruhige Atmosphäre interessieren.
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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch idealerweise im Frühling bis in den frühen Herbst legen, damit sie die natürliche Schönheit und die Outdoor-Attraktionen des Gartens in vollen Zügen genießen können. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten zu prüfen und in der Hochsaison bei Bedarf Tickets im Voraus zu kaufen. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für bestimmte Gruppen, und geführte Touren können das Verständnis für die historischen und architektonischen Elemente des Gartens vertiefen. Aufgrund des abwechslungsreichen Geländes – mit Wegen, Grotten und Brücken – werden bequeme Wanderschuhe empfohlen.
Interessante Fakten
- •Die Eremitage ist der größte englische Landschaftsgarten in der Schweiz und erstreckt sich über rund 40 Hektar.
- •Der Garten beherbergt die Proserpinagrotte, die für ihre beleuchteten Korridore mit Altären sowie mythische Gestalten wie Drachen und Krokodile bekannt ist.
- •Sie wurde in der Zeit der Französischen Revolution und während lokaler Aufstände in den Jahren 1792–1793 stark beschädigt, aber im frühen 19. Jahrhundert teilweise wieder aufgebaut.
- •Auf dem Gelände befindet sich auch ein historisches Chalet des Alpes, das für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Tänze genutzt wird.
- •Die Eremitage gilt als Ort esoterischer Bedeutung und wird mit dem Anthroposophie-Bewegungskreis von Rudolf Steiner in Verbindung gebracht.
- •Sie wurde 1999 in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft aufgenommen.
Geschichte
Die Eremitage wurde 1785 von Balbina von Andlau-Staal und Canon Heinrich von Ligerz geschaffen.
Sie orientierten sich an englischen und französischen Stilen für Landschaftsgärten.
Bald erlangte der Park als bedeutender Zwischenstopp für europäische Reisende auf dem Weg nach Basel Berühmtheit.
1792 führten lokale Bauernunruhen und die darauf folgenden militärischen Aktionen der Franzosen zu weitreichenden Zerstörungen des Gartens.
Die Wiederaufbauarbeiten begannen 1812 unter Heinrich von Ligerz und Conrad von Andlau.
Seitdem wurde der Garten restauriert, um seinen historischen Charakter zu bewahren – darunter die Sanierung von Teichen und die Renovierung wichtiger Bauwerke.
1999 wurde er offiziell als geschütztes Naturdenkmal anerkannt und erhielt 2006 den Schulthess Garden Prize für sein Engagement im Naturschutz.
Ortsführer
Proserpina Grottolate 18th century
Die Hauptattraktion der Eremitage: Diese künstlich angelegte Grotte verfügt über kunstvoll beleuchtete Passagen, in denen Besucher Altäre und Skulpturen mythischer Kreaturen wie Ungeheuer, Drachen und sogar ein Krokodil entdecken können – und so eine märchenhafte Stimmung entsteht.
Chalet des Alpes1787
Das 1787 erbaute Chalet ist eine authentische Almhütte und diente im Garten als sozialer Treffpunkt. Hier fanden Konzerte, Tänze und Bankette statt – und damit spiegelt es die Rolle des Gartens als kulturelle ebenso wie als natürliche Attraktion wider.
Artificial Waterfall and Rock Formationscirca 1785
Der Garten umfasst einen künstlich angelegten Wasserfall und dramatische Felsklippen, die die natürliche Umgebung ergänzen und das für englische Gärten typische, malerische Landschaftsdesign noch verstärken.
Hermit's Hut (Eremitenklause)late 18th century
Eine im Garten errichtete Einsiedlerklause, die Einsamkeit und Besinnung symbolisiert. Sie ist typisch für die romantische Gartengestaltung und bietet Besuchern einen Ort zum Innehalten mitten in der Natur.
Kontakt
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