Nationalpark Royal Manas

Nationalpark Royal Manas

Sarpang

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Der Royal Manas National Park ist der älteste Nationalpark Bhutans und zugleich eines der ökologisch bedeutendsten Schutzgebiete des Landes. Er umfasst über 1.057 Quadratkilometer. Der Park erstreckt sich über Teile der Distrikte Sarpang, Zhemgang und Pemagatshel und dient als wichtiger genetischer Speicher für wertvolle Pflanzen. Charakteristisch sind vielfältige Lebensräume – von Tiefland-Tropenwäldern bis hin zu permanenten Eisfeldern. Zu den vorkommenden Ecoregionen zählen unter anderem die Osthimalaya-Breitblatwälder und die Himalaya-subtropischen Kiefernwälder. Zu den Leitarten zählen Bengal-Tiger, Asiatische Elefanten, Gaur, Goldlangur, Zwergschwein (Pygmy hog), Borstenschwanzhase (Hispid hare), der Ganges-Flussdelfin sowie – einzigartig in Bhutan – das Panzernashorn mit einem Horn und der Wildwasserbüffel. Der Park bietet außerdem Lebensraum für Hunderte von Vogelarten, besonders für vier Nashornvogelarten. Über biologische Korridore ist er mit weiteren Schutzgebieten Bhutans verbunden und grenzt an Indiens Manas National Park. So entsteht eine entscheidende grenzüberschreitende Landschaft für den Naturschutz. Der menschliche Einfluss ist gering: Etwa 5.000 Menschen leben in abgelegenen Dörfern. Der Zutritt für die Öffentlichkeit ist verboten, um die empfindlichen Ökosysteme und die Tierwelt zu schützen.

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Tipp: Da der öffentliche Zutritt verboten ist, wird Besuchern empfohlen, andere nahegelegene Schutzgebiete in Bhutan zu erkunden oder – jenseits der Grenze – Manas National Park in Indien zu besuchen. Für Forschende oder autorisiertes Personal ist die Abstimmung mit Bhutans Department of Forests and Park Services entscheidend. Die beste Zeit, um die Biodiversität des Parks zu erleben, sind Bhutans trockene Jahreszeiten, wenn die Aktivität der Wildtiere höher ist – der Zugang bleibt jedoch eingeschränkt.

Interessante Fakten

  • Der Royal Manas ist der älteste Nationalpark Bhutans und gilt von der königlichen Regierung als Naturschutz-Schaufenster.
  • Er grenzt an Indiens UNESCO-Welterbe Manas National Park und bildet zusammen ein grenzüberschreitendes Naturschutzgebiet.
  • Der Park ist das einzige Schutzgebiet in Bhutan, in dem das Panzernashorn mit einem Horn und der Wildwasserbüffel vorkommen.
  • Er beherbergt vier Nashornvogelarten: Rufous-necked, Wreathed, Pied und Great Indian.
  • Der Fluss Manas unterstützt drei seltene Zugfischarten aus der Gruppe der Mahseer: deep-bodied, golden und chocolate mahseer.

Geschichte

Der Royal Manas National Park gehörte in den frühen 1990er-Jahren zu den ersten Schwerpunkten des Bhutan Trust Fund für den Naturschutz.

Dabei erhielt er einen bedeutenden Ausbau der Infrastruktur sowie erste biologische und sozioökonomische Bestandsaufnahmen.

Er war der Ort für den ersten Park-Managementplan Bhutans, der die Verwaltung weiterer Nationalparks im Land geleitet hat.

Über die Jahrzehnte wurde er zu einer Art Naturschutz-Schaufenster und zu einem genetischen Lagerplatz für die Flora und Fauna Bhutans entwickelt.

Seine Rolle hat sich im Rahmen eines Netzwerks biologischer Korridore ausgeweitet, das mehrere Schutzgebiete verbindet und den Naturschutz auf Landschaftsebene stärkt.