Kathedrale des Heiligsten Herzens Jesu

Kathedrale des Heiligsten Herzens Jesu

Rondônia

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Die Kathedrale des Heiligsten Herzens Jesu, auch bekannt als Kathedrale von Porto Velho, ist die zentrale Kirche des römisch-katholischen Erzbistums Porto Velho in Rondônia, Brasilien. Der Grundstein wurde am 3. Mai 1917 gelegt – in Anwesenheit von Bischof João Irineu Joffily und der kommunalen Behörden. Die eigentlichen Bauarbeiten begannen jedoch erst 1927. Architektonisch vereint die Kathedrale auf einzigartige Weise römischen und gotischen Stil: außen römisch, innen gotisch. Sie liegt am östlichen Ende des Stadtteils Caiari, direkt gegenüber dem Rathaus von Porto Velho. Die erste Messe in der provisorischen Kapelle wurde 1926 von Pfarrer Antônio Carlos Peixoto zelebriert. Bei der Errichtung waren große Anstrengungen der Gemeinde gefragt, unterstützt von den lokalen Behörden – unter anderem durch den Transport von Dachziegeln per Fluss über den Madeira-Mamoré. Im Inneren wurden die ursprünglichen religiösen Gemälde von Pfarrer Ângelo Cerri und Afonso Ligório angefertigt, während Glasfenster mit Motiven der Kreuzwegstationen von der lokalen Bevölkerung gestiftet wurden. Spätere Restaurierungen und Ergänzungen wurden von der Künstlerin Rita Queiroz vorgenommen. Kirchenschiff und Glockenturm waren die ersten fertiggestellten Bauteile; Erweiterungen folgten, darunter ein neuer Altar ab 1945. Das Grab von Pfarrer João Nicoletti, einer wichtigen Persönlichkeit in der Geschichte der Kathedrale, befindet sich im Inneren.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten bei Tageslicht planen, um die architektonischen Details und die farbigen Glasfenster der Kathedrale voll zur Geltung zu bringen. Obwohl keine Eintrittskarte für sich erforderlich ist, kann der Besuch einer Messe ein intensiveres kulturelles Erlebnis sein. Es empfiehlt sich, die lokalen Aushänge bzw. Zeitpläne zu prüfen, um die Messzeiten und besondere Veranstaltungen zu erfahren. Da die Kathedrale direkt gegenüber dem Rathaus liegt, ist sie in Porto Velho gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreichbar. Für stimmungsvolle Fotos eignen sich besonders die frühen Morgenstunden oder späten Nachmittage.

Interessante Fakten

  • Die Kathedrale vereint außen den römischen Baustil und innen den gotischen Stil – eine seltene Mischung.
  • Die Dachziegel wurden per Flussschiff transportiert und 1929 manuell von Seeleuten und Einheimischen getragen.
  • Die Glasfenster mit Motiven der Kreuzwegstationen wurden von der Bevölkerung von Porto Velho gestiftet.
  • Pfarrer João Nicoletti, eine Schlüsselfigur beim Bau der Kathedrale, ist in der Kirche beigesetzt.
  • Die ursprünglichen religiösen Gemälde im Inneren wurden von Pfarrer Ângelo Cerri und Afonso Ligório geschaffen.

Geschichte

1917

Der Grundstein der Kathedrale wurde 1917 gelegt und markierte den Beginn eines bedeutenden religiösen Projekts in Porto Velho.

1927

Trotz dieses frühen Starts begannen die Bauarbeiten erst 1927 tatsächlich – angetrieben durch einen Auftrag, der von lokalen Vertretern aus Zivilgesellschaft und Kirche initiiert wurde.

Die ersten Arbeiten waren mit Herausforderungen verbunden, profitierten jedoch von einer starken Beteiligung der Gemeinde und von zahlreichen Unterstützungen.

1929

Die Dachziegel kamen 1929 über den Fluss Madeira-Mamoré an, transportiert von lokalen Bewohnern und Seeleuten.

1945

Die ursprüngliche Bauform bestand aus dem Kirchenschiff und dem Glockenturm; Erweiterungen um einen neuen Altar wurden ab 1945 umgesetzt.

Im Verlauf ihrer Geschichte war die Kathedrale ein zentraler Anlaufpunkt für die katholische Gemeinschaft in Rondônia und ein sichtbares Zeichen für den Einsatz und den Glauben vor Ort.

Ortsführer

1
Kirchenschiff und Glockenturm1927-1929

Die ersten Teile der Kathedrale wurden errichtet – mit römischer Außenseite und gotischem Innenraum. So entstand der zentrale Bereich für Gottesdienste, in dem auch die Kirchenglocken untergebracht sind.

2
Glasfenster1920s

Fenster rund um das Innere zeigen die Via Sacra (Kreuzweg), gestiftet von der örtlichen Gemeinde. Sie tragen dazu bei, die spirituelle Atmosphäre der Kathedrale zu unterstreichen.

3
Religiöse Gemälde1920s

Die ursprünglichen Innenraum-Gemälde wurden von Pfarrer Ângelo Cerri und Afonso Ligório ausgeführt und stellen religiöse Motive dar – sie verstärken die feierliche, heilige Atmosphäre.

4
Grab von Pfarrer João Nicoletti

Die Ruhestätte von Pfarrer João Nicoletti, der bei den Bauarbeiten der Kathedrale eine bedeutende Rolle spielte. Er wird zudem durch einen nahegelegenen Platz geehrt, der nach ihm benannt ist.

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