Bahnhofsfriedhof der Züge

Bahnhofsfriedhof der Züge

Potosí

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Etwa 3 Kilometer außerhalb der Stadt Uyuni gelegen, ist der Bahnhofsfriedhof der Züge eine einzigartige Touristenattraktion mit einer Sammlung verrosteter Dampflokomotiven und Waggons, die vom frühen bis ins mittlere 20. Jahrhundert hinein aufgegeben wurden. Die Züge gehörten ursprünglich zu einem Bahnnetz, das zwischen 1888 und 1892 von britischen Ingenieuren im Auftrag der Antofagasta and Bolivia Railway Companies errichtet wurde, um Mineralien aus den bergbaulichen Regionen Boliviens zu Häfen am Pazifik zu transportieren. Die Bahnstrecke war in der zweiten Hälfte des 19. und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ein entscheidendes Element für die wirtschaftliche Entwicklung Boliviens. Doch der Zusammenbruch der Bergbauindustrie in den 1940er-Jahren, unter anderem durch die Erschöpfung der Lagerstätten, führte zur Aufgabe dieser Züge. Der Ort gewährt Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in die Industriegeschichte – eingebettet in die trockene Hochlandlandschaft des bolivianischen Altiplano. Es wurden Pläne diskutiert, am Standort ein Museum einzurichten, um die historische Bedeutung zu bewahren und zu erklären. Die stimmungsvolle Atmosphäre des Bahnhofsfriedhofs der Züge und die fotogenen Ruinen machen ihn zu einem lohnenden Halt für Reisende, die Uyuni und die umliegenden Salzebenen erkunden.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Bahnhofsfriedhofs der Züge ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober, wenn die Wetterbedingungen für Erkundungen und Fotografie im Freien günstiger sind. Besucher sollten in Erwägung ziehen, Tickets zu kaufen oder Touren im Voraus zu buchen – besonders in den Hochsaison-Phasen, um den Zugang zu sichern. Der Ort ist über lokale Touren erreichbar, die von Uyuni abfahren, häufig kombiniert mit Ausflügen zu den nahegelegenen Salinen von Salar de Uyuni. Offizielle Rabatte gibt es zwar nicht, aber manche Touranbieter bieten möglicherweise ermäßigte Tarife für Studierende oder Gruppen an. Besucher sollten Sonnen- und Trinkschutz einplanen, da die Einrichtungen vor Ort nur begrenzt sind.

Interessante Fakten

  • Der Bahnhofsfriedhof der Züge umfasst mehrere Lokomotiven und Waggons aus dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert.
  • Britische Ingenieure bildeten in Uyuni während der Bauphase des Bahnhofsnetzes von 1888 bis 1892 eine größere Gemeinschaft.
  • Die Bahnstrecke wurde von lokalen indigenen Gruppen sabotiert, die sie als einen Eingriff in ihr traditionelles Land ansahen.
  • Der Ort ist über die ursprünglichen Gleise mit Uyuni verbunden, die heute weitgehend ungenutzt sind.
  • Es wurden Pläne vorgeschlagen, den Bahnhofsfriedhof der Züge in ein Museum umzuwandeln, um seinen historischen Wert zu bewahren.

Geschichte

1888

Der Bahnhofsfriedhof der Züge entstand aus den Bemühungen zum Bahnbau zwischen 1888 und 1892, die von britischen Ingenieuren im Dienst der Antofagasta and Bolivia Railway Companies vorangetrieben wurden.

Dieses Streckennetz sollte den Transport von Mineralien aus Boliviens Minen zu Pazifik-Häfen erleichtern und so das Wirtschaftswachstum fördern.

Die Stadt Uyuni diente als bedeutender Eisenbahnknotenpunkt und Verteilzentrum.

Doch in den 1940er-Jahren ging die Bergbauindustrie aufgrund der Erschöpfung der Lagerstätten stark zurück, wodurch viele Züge aufgegeben wurden.

Die rostenden Lokomotiven und Waggons blieben in der Wüste bei Uyuni zurück und wurden mit der Zeit zum heutigen Bahnhofsfriedhof der Züge.

Ortsführer

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Hauptsächliche Lokomotiv-Ruinen1888-1892
Britische Ingenieure der Antofagasta and Bolivia Railway Companies

Dieses Areal zeigt die größte Sammlung verrosteter Dampflokomotiven und Güterwaggons und macht das industrielle Erbe der Region sowie den Rückgang des Bergbau-Transports in der Mitte des 20. Jahrhunderts sichtbar.