
Salar de Uyuni
Potosí
Der Salar de Uyuni im Departamento Potosí in Bolivien ist die größte Salzpfanne der Erde und erstreckt sich über mehr als 10.582 Quadratkilometer. Er entstand durch das Austrocknen prähistorischer Seen in der späten Phase des Jungpleistozäns. Zu seinen Besonderheiten zählt eine außergewöhnlich flache Salzkruste mit einer Mächtigkeit von 8 Metern, die ein mit Lithium reiches Solebecken bedeckt. Die Höhe der Oberfläche schwankt über das gesamte Gebiet um weniger als einen Meter – ideal, um Höhenmessungen von Satellitenaltimetern zu kalibrieren. In der Regenzeit bildet sich eine dünne Wasserschicht, die einen spektakulären natürlichen Spiegel entstehen lässt, der sich bis zu 129 Kilometer weit erstreckt. Der Salar dient als wichtige Transportroute über das Altiplano und ist ein bedeutender Lebensraum für mehrere Flamingoarten. Umgeben von uralten Vulkanen, die in seiner Mitte Inseln formen, ist die Salzpfanne ein einzigartiges geologisches und ökologisches Naturdenkmal. Die dramatische Landschaft zieht Filmemacher weltweit an: Zu sehen ist sie unter anderem in bekannten Filmen wie „Star Wars: The Last Jedi“ und „The Fall“. Die lokale Aymara-Bevölkerung betrachtet den nahegelegenen Berg Tunupa als eine heilige Gottheit, die mit der Entstehung des Salar in Verbindung steht – das verleiht diesem Naturwunder zusätzliche kulturelle Bedeutung.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Salar de Uyuni ist die Regenzeit (Dezember bis April), wenn die Salzpfanne sich in einen riesigen Spiegel verwandelt und völlig neue, kaum zu übertreffende Fotomöglichkeiten bietet. Aufgrund der hohen Nachfrage sollten Besucher Touren und Unterkünfte am besten im Voraus buchen. Beim Erkunden des Salar sind Sonnencreme bzw. Sonnenschutz sowie warme Kleidung für kalte Nächte empfehlenswert. Möglicherweise fallen Eintrittsgebühren an, und oft gibt es Ermäßigungen für Studierende und Gruppen. Geführte Touren bieten mehr Sicherheit und ein besonders bereicherndes Erlebnis – vor allem beim Besuch entlegener Inseln und von Salzgewinnungsstellen.
Interessante Fakten
- •Der Salar de Uyuni ist etwa 100-mal so groß wie die Bonneville Salt Flats in den USA.
- •Die Salzpfanne ist von einer 8 Meter dicken Schicht aus Salzkruste bedeckt.
- •Die Höhe der Oberfläche schwankt über die gesamte Fläche um weniger als einen Meter – das macht sie außergewöhnlich flach.
- •Nach Regenfällen wird sie zum größten natürlichen Spiegel der Welt und erstreckt sich bis zu 129 Kilometer weit.
- •Der Salar ist ein bedeutendes Brutgebiet für mehrere Flamingoarten.
- •Aufgrund seiner Ebenheit und klaren Sicht wird der Salar zur Kalibrierung von Altimetern erdbeobachtender Satelliten genutzt.
- •Mehrere bekannte Filme, darunter „Star Wars: The Last Jedi“ und „The Fall“, wurden hier gedreht.
Geschichte
Der Salar de Uyuni entstand durch das Austrocknen einer Reihe prähistorischer Seen, darunter der Lake Minchin, der vor etwa 30.000 bis 42.000 Jahren vorhanden war.
Danach folgten der Paläo-See Tauca und der Lake Coipasa.
Diese Seen verdunsteten nach und nach, sodass große Salzablagerungen zurückblieben und die heutige Salzpfanne bildeten.
Über Jahrtausende entwickelte sich die Region zu einem endorheischen Becken mit besonderen geologischen Merkmalen, darunter korallenähnliche Strukturen auf Resten alter Vulkaninseln.
Die Gegend ist seit langem von der Aymara-Bevölkerung bewohnt, die kulturelle Überlieferungen zum Salar hat.
Die lithiumreiche Sole ist in den letzten Jahrzehnten wirtschaftlich immer wichtiger geworden und beeinflusst Boliviens Bemühungen zur Gewinnung und Förderung von mineralischen Rohstoffen.
Ortsführer
Isla Incahuasi
Eine Insel inmitten der Salzpfanne, die aus einem alten Vulkan hervorging. Berühmt ist sie für ihre riesigen Kakteen sowie ihre Panoramablicke über den Salar.
Tunupa Volcano
Ein markanter Vulkan am Rand des Salar, der für die lokale Mythologie eine zentrale Rolle spielt und sich auch für Wanderungen eignet – mit Aussicht über die Salzpfanne.