
Katholische Kirche des Heiligen Nikolaus in Lezhë
Lezhë
Die Kirche des Heiligen Nikolaus in Lezhë ist eine historisch bedeutende Anlage, die ursprünglich um das 1. Jahrhundert v. Chr. in einer illyrischen Stadt gegründet wurde, die später von den Römern wiederaufgebaut wurde. Zunächst eine römisch-katholische Kirche, die dem Heiligen Nikolaus gewidmet war, weist sie unter anderem Reste auf, darunter ein stark beschädigtes Fresko des Heiligen in der Apsis. Im Jahr 1444 wurde auf ihrem Gelände die Lezhë-Liga, ein bedeutendes albanisches Bündnis, gegründet – ein Ereignis, das ihre Bedeutung in der albanischen Geschichte unterstreicht. Nach der osmanischen Eroberung im Jahr 1478 wurde die Kirche in die Selimie-Moschee umgewandelt, benannt nach Sultan Selim I. Dabei wurden islamische Elemente ergänzt, darunter ein Minarett, ein Mihrab und eine Dikka. Die Osmanen zerstörten im kommunistischen Zeitalter viele Moscheen, und die Selimie-Moschee wurde etwa um 1967 teilweise zerstört, wobei ihr Minarett abgerissen wurde. 1981 wurde der Ort in das Skanderbeg-Nationaldenkmal-Mausoleum umgewandelt, das Hinterlassenschaften im Zusammenhang mit dem nationalen Helden Albaniens bewahrt. Die Anlage liegt heute noch teilweise in Ruinen, steht aber als Kulturdenkmal da und spiegelt ihre vielschichtige religiöse und historische Bedeutung wider. Die Restaurierungsarbeiten begannen 2018 nach Wasserschäden, mit dem Ziel, diesen emblematischen Ort zu erhalten.
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Tipp: Besucher sollten sich für einen Besuch im Frühling oder frühen Herbst entscheiden – dann ist das Wetter angenehm und es sind weniger Menschen vor Ort. Der Eintritt ist frei, da es sich um ein Denkmal handelt. Dennoch empfiehlt es sich, bei den lokalen Tourismusbüros nach besonderen Veranstaltungen oder geführten Touren zu fragen. Eine Vorabreservierung ist in der Regel nicht nötig. Aufgrund der religiösen und der Gedenkstätte-Atmosphäre wird angemessene, respektvolle Kleidung empfohlen.
Interessante Fakten
- •Die Lezhë-Liga, ein wichtiges albanisches Bündnis, wurde 1444 auf dem Kirchengelände gegründet.
- •Das Osmanische Reich wandelte die Kirche in eine nach Sultan Selim I benannte Moschee um.
- •Die Überreste Skanderbegs sind an diesem Ort beigesetzt und dienen heute als sein nationales Denkmal.
- •Der Überlieferung nach stellten die Osmanen Amulette aus den Knochen Skanderbegs her, da sie glaubten, diese verliehen Tapferkeit.
- •Das Minarett der Selimie-Moschee wurde im kommunistischen Zeitalter abgerissen, als in Lezhë viele Moscheen zerstört wurden.
Geschichte
Der Ort wurde ursprünglich um das 1.
Jahrhundert v.
Chr.
als Kirche innerhalb einer illyrischen Stadt errichtet, die später von den Römern wiederaufgebaut wurde.
Sie war dem Heiligen Nikolaus gewidmet und spielte als Treffpunkt der Lezhë-Liga im Jahr 1444 eine wichtige Rolle in der albanischen Geschichte.
Nach der osmanischen Eroberung im Jahr 1478 wurde sie in die Selimie-Moschee umgewandelt und erhielt islamische Merkmale, darunter ein Minarett und ein Mihrab.
Während der kommunistischen Herrschaft wurde die Moschee teilweise zerstört, wobei ihr Minarett abgerissen wurde.
1981 wurde die Anlage als Skanderbeg-Nationaldenkmal-Mausoleum umgewidmet und erinnert an den albanischen Nationalhelden.
Die Restaurierung begann 2018 aufgrund von Wasserschäden.
Ortsführer
Apsis der Kirche und Fresko des Heiligen Nikolaus1st century BC to medieval period
Die Apsis enthält ein stark beschädigtes Fresko, das den Heiligen Nikolaus zeigt, und spiegelt damit die ursprüngliche römisch-katholische Widmung der Kirche wider.
Gaviarius-Stein1st century BC
Ein Stein mit der Inschrift „Gaviarius“ steht am Eingang. Er wurde bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt und weist auf die antiken Ursprünge des Ortes hin.
Überreste der Selimie-Moschee1478 onwards
Überreste der Umwandlung in eine Moschee, darunter Fundamentbereiche, an denen das Minarett einst stand – ein Hinweis auf die Umgestaltung in der Zeit der Osmanen.
Skanderbeg-Nationaldenkmal-Mausoleum1981
Das 1981 eingerichtete Mausoleum beherbergt Reliquien aus Skanderbegs Kämpfen und ist ein Denkmal für den albanischen Nationalhelden.
Kontakt
Telefon: 069 874 7320